Geschlechtergerechte Gestaltung sozialer Schutzsysteme
Projektdetails
- Projektnummer:2024.2014.9
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
- Ansprechpartner: Laura Overmeyer laura.overmeyer@giz.de
- Partnerländer: Ägypten
Zusammenfassung
- Ziele:
Die institutionellen Voraussetzungen für verbesserte Arbeitsbedingungen für Care-Arbeiterinnen, einschließlich Zugang zu Sozialversicherung, sind in Ägypten gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Social Solidarity
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:5 000 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 29.04.2025 - 30.04.2028 - Aktuelles Projekt:01.05.2025 - 30.04.2028
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Hauptziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
- Inklusion und Empowerment von Menschen mit Behinderungen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
16010 Soziale Sicherung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen liegt in Ägypten bei lediglich 16 Prozent. Dies ist durch traditionelle Geschlechterrollen begründet, durch die Männer bezahlter Lohnarbeit nachgehen und Frauen für meist unbezahlte Sorgearbeit im Haushalt (Care-Arbeit) zuständig sind.
Das Angebot bezahlter Care-Dienstleistungen kann den aktuellen Bedarf von schutzbedürftigen Menschen, wie Kindern, Menschen mit Behinderungen oder alten Menschen, nicht decken. Zudem ist die Branche kaum reguliert und erfasst. Care-Arbeiter*innen haben daher oft keinen Zugang zur staatlichen Sozialversicherung.
Ziel
Die Arbeitsbedingungen für Care-Arbeiter*innen sind verbessert, die staatliche Sozialversicherung ist für sie zugänglich und die Branche ist für Kund*innen und Arbeitnehmer*innen attraktiver.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die ägyptische Regierung dabei, die sozialen Schutzsysteme geschlechtergerecht zu gestalten, indem es die Arbeitsbedingungen im Care-Sektor und letztlich die Verfügbarkeit und Qualität der Care-Dienstleistungen verbessert. Es baut die Kompetenzen staatlicher Verantwortlicher aus, um eine evidenzbasierte, partizipative und inklusive Politik zu gestalten.
Das Vorhaben fördert Forschung im Bereich Gleichstellung der Geschlechter, soziale Sicherung sowie Care-Arbeit. Es generiert fundierte Belege für politische Reformen. Zudem führt es Konsultationen mit Care-Arbeiter*innen und Kund*innen sowie Mittler-Organisationen aus Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft durch. Konkret prüft das Vorhaben hierbei, wie die Sozialversicherung für Care-Arbeiter*innen zugänglicher werden kann.
Schließlich informiert das Vorhaben Care-Arbeiter*innen zu ihren Arbeitsrechten und die Bevölkerung insgesamt zu geschlechtergerechter Umverteilung von Care-Arbeit.
Projektbeschreibung (EN)
Context
In Egypt, the labour market participation rate among women currently stands at just 16 per cent. This reflects traditional gender roles, in which men pursue paid work while women are responsible for (usually unpaid) care work at home.
The paid care services available cannot meet the current demand among vulnerable individuals such as children, persons with disabilities or the elderly. On top of this, the sector is largely unregulated and unorganised. Care workers therefore often have no access to state social security.
Objective
Working conditions for care workers have improved, they have access to social insurance and the sector is more attractive to both clients and employees.
Approach
The project is assisting the Egyptian Government in making its social protection systems gender equitable by improving working conditions in the care sector and ultimately enhancing the availability and quality of care services. It is developing the capacity of public authorities to shape evidence-based, participatory and inclusive policy.
The project supports research in the field of gender equality, social protection and care work. It is generating a sound evidential basis for policy reform. It also conducts consultations with care workers, clients and intermediary organisations from the private sector and civil society. The project is specifically examining how to make social insurance more accessible to care workers.
Finally, the project raises awareness of labour rights among care workers and of gender-equitable redistribution of care work among the general public.