Stärkung von Gemeinden als Beitrag zur Friedensförderung in Libyen

Arabisch

Projektdetails

  • Projektnummer:2022.2191.9
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
  • Ansprechpartner: Rani Daoud 
  • Partnerländer: Libyen

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Ausgewählte Gemeinden Libyens setzen die Dezentralisierung bürgerinnennah, effizient und wirtschaftsfördernd um.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für lokale Regierungsführung

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:25 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 14 500 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2018.2181.8

    Unterstützung von Dezentralisierung und lokaler Entwicklung als Beitrag zur Friedensförderung in Libyen

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.07.2019 - 30.06.2028
  • Aktuelles Projekt:17.11.2023 - 30.06.2028

Sonstige Beteiligte

  • Dorsch Impact GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Gewaltkonflikte, Parallelverwaltungen und wechselnde Machtkonstellationen haben die öffentlichen Basisdienstleistungen in Libyen verschlechtert. Der dezentrale Staatsaufbau ist seit 2012 per Gesetz verankert. Er soll Kommunen mehr Eigenverantwortung ermöglichen, um Dienstleistungen wie die Müllentsorgung und die Verwaltung öffentlicher Plätze zu verbessern. Allerdings fehlen ausreichend rechtliche Bedingungen, Fachwissen und Finanzierungen für Kommunen, damit Libyen die Dezentralisierung inklusiv und bedarfsorientiert umsetzen kann. Erste richtungsweisende Anordnungen hat die Regierung jedoch bereits verabschiedet.

Ziel
Ausgewählte Gemeinden in Libyen setzen die Dezentralisierung bürgernah, effizient und wirtschaftsfördernd um.

Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das libysche Ministerium für Lokalverwaltung dazu, technische, finanzielle und regulatorische Bedingungen zu schaffen, die den dezentralen Staatsaufbau und die Gemeinden unterstützen. Somit befähigt das Vorhaben 30 Partnergemeinden in ganz Libyen, ihre Verantwortlichkeiten effektiv und wirtschaftlich umzusetzen. Dafür fördert es besonders das nationale Trainingsinstitut, welches das Fachwissen der Entscheidungsträger*innen aus den Lokalverwaltungen ausbaut. Mit den Partnerkommunen entwickelt das Vorhaben außerdem Modelle, um öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren.

Es trägt zudem dazu bei, Basisdienstleistungen pilothaft umzusetzen, indem es beispielsweise zur Müllentsorgung und Kreislaufwirtschaft berät sowie lokale Entwicklungs- und Trainingszentren für Frauen aufbaut. Lokale Wirtschaftsentwicklung, Kooperationen mit der Privatwirtschaft und die Unterstützung von Kleinstunternehmen gehören außerdem dazu, dass Gemeinden Dienstleistungen besser erbringen. Auch baut das Vorhaben die Transparenz und Rechenschaftspflicht der Verwaltungen aus.

Wichtige Bestandteile des Vorhabens sind ferner, den regionalen und internationalen Austausch der Gemeinden auszuweiten und die digitale Transformation voranzutreiben. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Violent conflicts, parallel administrations and changing power constellations have worsened basic public services in Libya. The decentralised structure of the state has been enshrined in law since 2012. This aims to give municipalities greater responsibility in order to improve services such as waste disposal and the administration of public areas. However, Libya lacks sufficient legal conditions, expertise and funding for municipalities to implement decentralisation in an inclusive and needs-oriented manner. However, the Government has already passed initial ground-breaking regulations.

Objective
Selected municipalities in Libya are implementing decentralisation in a way with its citizens in mind that is efficient and promotes economic development.

Approach
The project advises the Libyan Ministry of Local Government on creating technical, financial and regulatory conditions that support decentralised state building and municipalities. The project thus enables 30 partner communities throughout Libya to fulfil their responsibilities effectively and economically. In particular, it supports the national training institute, which expands the expertise of decision-makers from local administrations. Together with the partner municipalities, the project is also developing models for financing public services.

It also helps implement basic services on a pilot basis, for example by advising on waste disposal and recycling management, and by setting up local development and training centres for women. Local economic development, cooperation with the private sector and support for micro-enterprises are also part of improving the way municipalities provide services. The project also increases the transparency and accountability of administrations.

Other important elements of the project include improving regional and international dialogue between the municipalities and driving forward digital transformation.