Soziale und wirtschaftliche Teilhabe von Rückkehrenden, Binnenvertriebenen und aufnehmender Bevölkerung in Nordostnigeri

Projektdetails

  • Projektnummer:2021.4076.2
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1600 Westafrika 2 und Madagaskar
  • Ansprechpartner: Ana Garcia Vinambres 
  • Partnerländer: Nigeria

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die wirtschaftliche und soziale Teilhabe von Rückkehrenden, Binnenvertriebenen und vulnerablen Mitgliedern aufnehmender Gemeinden ist unter Berücksichtigung genderbezogener Rollen verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Federal Ministry for Budget and National Planning

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:36 330 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 19 500 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    09.12.2021 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:01.08.2022 - 31.12.2027

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15150 Demokratische Teilhabe und Zivilgesellschaft

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas, hat anhaltende sozioökonomische Herausforderungen erlebt, besonders im Nordosten. Seit 2009 haben gewaltsame Aufstände durch Boko Haram und die Islamic State West Africa Province mehr als 36.000 Todesopfer gefordert und 2,1 Millionen Menschen vertrieben. Diese Vertreibungen haben lokale Ressourcen überlastet, die Ernährungssicherheit verschlechtert und die Armut vertieft.

Am stärksten sind Frauen und marginalisierte Gruppen betroffen, da ihr Zugang zu finanziellen Mitteln und Beschäftigungsmöglichkeiten eingeschränkt bleiben. Soziokulturelle Normen haben die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen begrenzt und sie geschlechtsspezifischer Gewalt, Ausbeutung und früher Heirat ausgesetzt. Schwacher gesellschaftlicher Zusammenhalt und Misstrauen gegenüber der Regierung verschärfen die Krise weiter.

Ziel
Schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen im Nordosten Nigerias habengerechten Zugang zu sozialen Sicherungssystemen, nehmen stärker am gesellschaftlichen Leben teil und sind wirtschaftlich besser eingebunden.

Vorgehensweise
Das Projekt führt gezielte Maßnahmen durch, um die soziale und wirtschaftliche Teilhabe im Nordosten Nigerias zu verbessern:

Es hat den Dialog unter Frauen über Geschlechterrollen gefördert und sensibilisiert Männer, einschließlich traditioneller und religiöser Autoritäten, – für Gleichberechtigung.
Das Projekt arbeitet mit Ministerien, lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um Entwicklungsplanung in kommunale, regionale und staatliche Haushalte zu integrieren.
Es unterstützt Frauen in der Landwirtschaft dabei, geschlechtsspezifische Stereotype zu überwinden und ihre wirtschaftliche Teilhabe zu verbessern.
Das Projekt hilft staatlichen Einrichtungen, transparente Systeme der sozialen Sicherung aufzubauen. Pilotmaßnahmen umfassen Programme zum Ausstieg aus der Armut sowie flexible Notfallmechanismen, um auf Dürren oder Naturkatastrophen zu reagieren. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Nigeria, Africa’s most populous country, faces persistent socio-economic challenges, particularly in the North-East. Since 2009, violent insurgencies by Boko Haram and Islamic State West Africa Province have caused over 36,000 deaths and displaced 2.1 million people. This displacement has strained local resources, worsened food insecurity, and deepened poverty.

Women and marginalised groups are most affected, with limited access to financial resources and employment opportunities. Socio-cultural norms restrict women’s participation in the economy and expose them to gender-based violence, exploitation, and early marriage. Weak social cohesion and distrust in government further worsen the crisis.

Objective
Vulnerable populations in North-East Nigeria have equitable access to social protection systems, enhanced social participation, and improved economic inclusion.

Approach
The project implements targeted measures to improve social and economic participation in North-East Nigeria:

It facilitates dialogue among women about gender roles and raises awareness of gender equality among men, including traditional and religious authorities.
The project works with state ministries, local authorities, and civil society organisations to integrate development planning into municipal, regional and state budgets.
It provides support to women in agriculture to challenge gender-based stereotypes and improve their economic participation.
The project assists state institutions in creating transparent social protection systems. Pilot initiatives, include poverty graduation programmes and shock-responsive mechanisms to address droughts or natural disasters.