Psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (MHPSS) für syrische Flüchtlinge und Bewohnerinnen aufnehmender Ge
Projektdetails
- Projektnummer:2021.4069.7
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Inka Hiltmann inka.hiltmann@giz.de
- Partnerländer: Türkei
Zusammenfassung
- Ziele:
MHPSS-Leistungen für syrische Flüchtlinge und BewohnerInnen aufnehmender Gemeinden in der Türkei sind gestärkt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
President's Office
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:10 800 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 23.09.2021 - 31.08.2027 - Aktuelles Projekt:01.08.2021 - 31.08.2027
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12340 Förderung von psychischer Gesundheit und Wohlergehen
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der gewaltsame Konflikt in Syrien und die damit verbundene Flüchtlingskrise betreffen die gesamte Region. Zurzeit leben noch circa 2,8Millionen syrische Flüchtlinge in der Türkei. Viele von ihnen leiden unter psychischen Belastungen aufgrund von traumatischen Erfahrungen vor und während der Flucht. Hinzu kommen Herausforderungen im Aufnahmeland wie Existenzängste, Integrationsschwierigkeiten, Einsamkeit sowie Konflikte mit der aufnehmenden Bevölkerung.
Im Februar 2023 hat ein schweres Erdbeben in der Türkei zehntausende Menschen das Leben gekostet, Millionen wurden obdachlos und verloren ihre Existenz. Die psychischen Auswirkungen unter Flüchtlingen und Bewohner*innen der aufnehmenden Gemeinden reichen von Trauer, Verzweiflung und Wut bis hin zu post-traumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Selbstmorden.
Der Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 löst bei syrischen Flüchtlingen widersprüchliche Emotionen aus. Sie schwanken zwischen Freude, Unsicherheit sowie der Angst davor, bei einer Rückkehr wieder vor dem Nichts zu stehen.
Die Fähigkeit der Menschen, zu überleben und Krisen zu überwinden, hängt wesentlich davon ab, wie es ihnen gelingt, mit diesen psychischen Belastungen ihren Alltag zu bewältigen
Ziel
Das Projekt "Psychische Gesundheit und Psychosoziale Unterstützung für
Syrische Flüchtlinge und Bewohner*innen aufnehmender Gemeinden" verbessert die Qualität von und den Zugang zu MHPSS-Diensten.
Vorgehensweise
Dazu erarbeitet es mit staatlichen und zivilgesellschaftlichen Partnern bedarfsgerechtete und kontextsensible Strategien und Ansätze. Es vernetzt Handlungsträger*innen aus Staat, Zivilgesellschaft und Wissenschaft, um eine integrierte Versorgung mit MHPSS-Leistungen zu stärken. Zudem baut das Vorhaben durch Schulungen die Kompetenzen von Fachkräften sowie Dolmetscher*innen aus, die in der psychologischen, psychiatrischen und psychosozialen Beratung arbeiten.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The violent conflict in Syria and the associated refugee crisis are affecting the entire region. Around 2.9 million Syrian refugees are currently still living in Türkiye. Many of them are suffering from psychological stress due to traumatic experiences before and during their flight. In addition, there are challenges in the host country such as existential fears, integration difficulties, loneliness and conflicts with the host population.
In February 2023, a severe earthquake in Türkiye claimed the lives of tens of thousands of people, leaving millions homeless and without a livelihood. The psychological effects among refugees and residents of the host communities range from grief, despair and anger to post-traumatic stress disorder, anxiety disorders, depression and suicides.
The fall of the Assad regime in December 2024 triggers contradictory emotions among Syrian refugees. They fluctuate between happiness, uncertainty and the fear of being left with nothing again when they return.
People's ability to survive and overcome crises depends largely on how they manage to cope with these psychological burdens in their everyday lives.
Objective
The project "Mental Health and Psychosocial support for Syrian Refugees and Residents of Host Communities" improves the quality of and access to MHPSS services.
Approach
To this end, it works with government and civil society partners to develop needs-based and context-sensitive strategies and approaches. It networks relevant actors from government, civil society and academia with a view to strengthening the integrated provision of MHPSS services. In addition, the project provides training to develop the capacities of MHPSS and non-MHPSS specialists and interpreters who work in psychological, psychiatric and psychosocial counselling.