Programm zur Unterstützung der guten Regierungsführung

Projektdetails

  • Projektnummer:2021.2316.4
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Dr. Marco Haase 
  • Partnerländer: Äthiopien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das äthiopische Governancesystem ist auf die Transformation in einen demokratischen und inklusiven Rechtsstaat ausgerichtet.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Finance and Economic Development

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:9 600 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    15.03.2023 - 30.04.2026
  • Aktuelles Projekt:01.05.2023 - 30.04.2026

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15160 Menschenrechte

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Seit 2018 sollen politische Reformen in Äthiopien dazu beitragen, die autoritäre Vergangenheit des Landes zu überwinden, die staatlichen Institutionen zu demokratisieren und die Politik zu liberalisieren. Der Prozess legte jedoch Differenzen zwischen der neuen Regierung und Teilen der Gesellschaft offen. Unterschiedliche Vorstellungen, wie das Land konzipiert, strukturiert und regiert werden sollte, führen bis heute zu Gewalt, Vertreibung und politischer Instabilität.

Seit dem Waffenstillstand mit der tigrayischen Volksbefreiungsfront (TPLF) im November 2022 besteht die Möglichkeit, dass die Regierung ihre Reformen fortführt und weiterentwickelt. Zentrale staatliche Institutionen könnten damit in ihrer Unabhängigkeit gestärkt und Menschenrechte durchgesetzt werden. Der Staat braucht jedoch Kompetenzen, um die inklusive, demokratische und rechtsstaatliche Regierungsführung zu verbessern.

Ziel

Die äthiopische Regierung setzt zunehmend Schritte zur Transformation in einen demokratischen und inklusiven Rechtsstaat um.

Vorgehensweise

Das Vorhaben fördert die Unabhängigkeit der äthiopischen Wahlkommission (NEBE) und der nationalen Dialogkommission (ENDC) sowie die Rolle freier Medien und des Justizwesens, um die Reformen umzusetzen und zu verankern.

Es berät das Justizministerium und Regionalregierungen dazu, faire Verwaltungsverfahren in die regionale Gesetzgebung zu übernehmen. Zudem berät es das Ministerium dabei, ein Monitoringsystem einzuführen, damit Regierungsbehörden die Menschenrechtsempfehlungen der äthiopischen Menschenrechtskommission umsetzen.

Das Vorhaben arbeitet außerdem mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, um das System der Wahlbeobachtung zu stärken.

Das Vorhaben fördert die ENDC bei der Umsetzung des nationalen Dialogs und unterstützt zivilgesellschaftliche Vertreter*innen darin, den Dialog kritisch zu begleiten und zu beobachten.

Ferner stärkt das Vorhaben den äthiopischen Medienrat (EMC) in seiner Funktion als Beschwerdestelle und trägt zu Fortbildungen für guten Radiojournalismus bei.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Since 2018, political reforms in Ethiopia have aimed to help overcome the country's authoritarian past, democratise state institutions and liberalise the political system. However, the process has revealed divergences between the new government and parts of society. Different ideas about how the country should be set up, structured and governed continue to result in violence, displacement and political instability to this day.

Since the ceasefire with the Tigray People's Liberation Front (TPLF) in November 2022, the government has the possibility to continue and further develop its reforms. The independence of central state institutions could thus be strengthened, and human rights enforced. However, the state requires capacities to improve inclusive and democratic governance that is based on the rule of law.

Objective

The Ethiopian Government is increasingly taking steps towards transformation into a democratic and inclusive state based on the rule of law.

Approach

The project promotes the independence of the National Election Board of Ethiopia (NEBE) and the Ethiopian National Dialogue Commission (ENDC) and supports the role of free media and the judiciary in order to implement and anchor the reforms.

It advises the Ministry of Justice and regional governments on incorporating fair administrative procedures into regional legislation. It also advises the Ministry on introducing a monitoring system to ensure that government authorities implement the human rights recommendations of the Ethiopian Human Rights Commission.

The project also works with civil society organisations to strengthen the election observation system.

The project supports ENDC in implementing the national dialogue and supports civil society representatives in keeping a critical eye on and monitoring the dialogue.

The project also strengthens the Ombudsman’s office of the Ethiopian Media Council (EMC) and contributes to training courses for good radio journalism.