Allianz für Integrität III
Projektdetails
- Projektnummer:2021.2206.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Brasilien, Ecuador, Ghana, Indonesien, Indien, Mexiko
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Nutzung von Ansätzen des kollektiven Handelns für Korruptionsprävention in Kooperationsländern der Allianz für Integrität ist nachhaltig
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2018.6253.1
Allianz für Integrität (Afln)
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 25.08.2015 - 30.04.2024 - Aktuelles Projekt:01.07.2021 - 30.04.2024
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15113 Korruptionsbekämpfungs-organisationen und -institutionen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation: Korruption ist ein vielschichtiges Problem, dem ein Akteur als Einzelne*r nur schwer entgegentreten kann. Korruptionsprävention ist dann am erfolgversprechendsten, wenn zentrale Akteursgruppen sich austauschen, gemeinsam Lösungsansätze entwickeln sowie Maßnahmen planen und umsetzen, d. h., wenn die Möglichkeiten von Collective Action (CA) genutzt werden. Die zwei Vorgängervorhaben Allianz für Integrität haben ein Netzwerk zur Korruptionsprävention im Wirtschaftsraum mit Akteuren aus der Privatwirtschaft, dem öffentlichen Sektor, der Zivilgesellschaft, internationalen Organisationen und der Wissenschaft aufgebaut. Dieses Netzwerk setzt innovative, praxisorientierte Angebote um und hat sich als anerkannter Partner auf internationaler Ebene etabliert. Das Potential der Allianz für Integrität Beiträge zur Korruptionsprävention im Wirtschaftsraum zu leisten ist jedoch noch nicht ausgeschöpft, da Akteure in den Kooperationsländern der Allianz für Integrität die Angebote noch nicht ausreichend nutzen.
Ziel: Entsprechend lautet das Modulziel: Innovative Angebote der Allianz für Integrität werden in ausgewählten Kooperationsländern vermehrt genutzt.
Vorgehen: Der Aufbau von Kapazitäten auf der Ebene der Personen, der Organisationen und die Kooperation zwischen den Akteuren zur Umsetzung von Angeboten zur Korruptionsprävention bilden den zentralen Interventionsbereich des Vorhabens. Den Rahmen dafür schafft das über die Vorläufervorhaben aufgebaute Netzwerk Allianz für Integrität. Die Kapazitäten der Allianz werden gestärkt, ihr Unterstützer*innen- und Nutzer*innenkreis ausgebaut und die organisationalen und finanziellen Rahmenbedingungen für ihre Institutionalisierung verbessert. Die Umsetzungspartner des Vorhabens verfolgen mit ihrem Engagement in der Allianz für Integrität das Ziel, die Kapazitäten von KMU zur Einführung und Stärkung von Integritätsmaßnahmen aufzubauen, sowie einen Beitrag zum öffentlich-privaten Dialog und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Integrität im Wirtschaftssystem zu leisten. Das Netzwerk der Allianz für Integrität besteht aus einem internationalen Sekretariat in Bonn, einem globalen Lenkungskreis, Beratungsgruppen (Advisory Groups) in fünf Kooperationsländern Brasilien, Ghana, Indien, Indonesien und Mexiko sowie Arbeitsgruppen in diesen und weiteren Kooperationsländern in den jeweiligen Regionen. Die Verbesserung der organisationalen und finanziellen Rahmenbedingungen mit dem Ziel der künftigen Institutionalisierung der Allianz für Integrität wird durch das Vorhaben unterstützt. Die bestehenden regionalen Büros in Brasilien, Ghana, Indien und Mexiko, mit Verantwortung für die jeweilige Region, werden fortgeführt und das Büro in Indonesien aus dem Vorläufervorhaben wiederaufgenommen. Ziel ist es, über Partnerbeiträge oder Drittmittel, die z. B. von anderen Bundesministerien, anderen öffentlichen Gebern, Stiftungen, Wirtschaftsverbänden, beteiligten internationalen Unternehmen, oder durch den Verkauf von Dienstleistungen eingenommen werden, eine dezentrale Struktur mit einer übergeordneten globalen Einheit aufzubauen.
Die effektive Korruptionsprävention erfordert die Bearbeitung von kontextspezifischen Herausforderungen. Die Themen- bzw. Sektorenauswahl erfolgt nachfrageorientiert, um die Ownership der beteiligten Akteure zu sichern sowie die Nachhaltigkeit der Allianz für Integrität zu stärken. Die Auswahl ergibt sich aus dem jeweiligen Länderkontext bzw. aus den aktuellen Herausforderungen der im jeweiligen Land aktiven Akteuren der Allianz für Integrität. Jedoch werden mit den Mitteln dieses Vorhabens tendenziell bestehende Themen bzw. Sektoren weiterbearbeitet, während neue Themenfelder nur dann angegangen werden, wenn dies mittel- und längerfristig die Aussicht auf zusätzliche Drittmittel und Partnerbeiträge erhöhen würde.
Wirkungen:
Dadurch, dass sich die oben genannten Akteursgruppen in eine Allianz gleichgesinnter Organisationen einbringen, erhöhen sie die Wirkung und Glaubwürdigkeit ihres individuellen Handelns. Sie tragen zur Stärkung von Antikorruptionspraktiken bei und fördern ein faires Geschäftsumfeld. Der praxisorientierte Ansatz des Vorhabens zielt auf Synergieeffekte zwischen den Akteuren ab.
Die beteiligten Akteure kennen die Vorteile kollektiven Handelns für die Korruptionsprävention in der Lieferketten und nutzen sie. Gleichzeitig wird über das gemeinsame Handeln mit Vertreter*innen anderer Akteursgruppen das Wissen der Akteure über gute Praktiken weltweit erweitert und damit die Möglichkeit der Adaption und Replikation dieser Praktiken geschaffen. Auf der organisationalen Ebene ermöglicht es der CA-Ansatz dem öffentlichen Sektor, die Erfahrungen der Privatwirtschaft zur Verbesserung der Compliance im öffentlichen Sektor zu nutzen. Andererseits profitieren Unternehmen der Privatwirtschaft von der Kooperation mit dem öffentlichen Sektor, indem sie ihre Perspektive in Maßnahmen und politische Entscheidungsprozesse einspeisen. Beide Akteursgruppen erhalten durch die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft Zugang zu Fach- und Methodenwissen und erhöhen ihre Glaubwürdigkeit.