Agenda 2030 - Beitrag zur Umsetzung des Prinzips Leave no one behind II

Agenda 2030 - Leave no one behind II

Projektdetails

  • Projektnummer:2021.2027.7
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Dr. Friederike Brinkmeier 
  • Partnerländer: Brasilien

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Traditionelle Völker und Gemeinschaften positionieren sich für die Erreichung ihrer Menschenrechte und der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 in Strukturen mit Zuständigkeiten für Menschenrechte

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministério Público Federal

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:4 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2018.2252.7

    Agenda 2030 - Beitrag zur Umsetzung des Prinzips "Leave no one behind"

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    25.11.2019 - 31.07.2027
  • Aktuelles Projekt:01.02.2024 - 31.07.2027

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15160 Menschenrechte

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Brasilien erkennt offiziell 28 Völker mit traditioneller Lebensweise (traditional peoples and communities, PCT) an. Durch ihre Lebensweise und ihr Wissen tragen sie erheblich zum Schutz von Wald, Umwelt und Biodiversität bei. Dennoch erleben sie Probleme mit der Anerkennung von Landrechten. Sie sind Konflikten und Verfolgung ausgesetzt.
Aufgrund fehlender Daten zur Nutzung traditioneller Gebiete ist es für den brasilianischen Staat schwierig, gegen Verletzungen von Rechten vorzugehen. Die Traditional Territories Platform (PTT), ist ein digitales Tool, das Daten zu den traditionellen Gebieten in Brasilen zur Verfügung stellt. Es wird seit 2018 von der brasilianischen Bundesgeneralanwaltschaft (Federal Public Prosecution Office, MPF) und dem nationalen Rat der traditionellen Völker und Gemeinschaften (National Council of Traditional Peoples and Communities, CNPCT) entwickelt wurde.
Menschen- und Umweltrechte von traditionellen Völkern und Gemeinschaften werden in ihren Gebieten durch die PTT und andere digitale Tools besser geschützt.
Das Vorhaben entwickelt innovative digitale und rechtliche Lösungen, damit geographische Daten der Plattform wirksam gegen Rechtsverletzungen eingesetzt werden können. Die Bundesgeneralanwaltschaft und andere öffentliche Stellen sollen durch automatisierte Analysen aktuelle und genaue Informationen für ihrer Arbeit zum Schutz der traditionellen Gebiete und des Rechts auf traditionellen Besitz verwenden können. Das Vorhaben verbessert die Verwaltung und Prozesse für Registrierung in der Plattform durch traditionelle Völker. Es bietet Weiterbildungen zur sicheren Nutzung von PTT-Informationen an. Ferner fördert es Organisationsentwicklung und strategische Vernetzung der Organisationen traditioneller Völker. Die Gestaltung und Umsetzung des Projekts orientieren sich am Prinzip „Niemanden zurücklassen", das in der Agenda 2030 festgeschrieben ist. Alle Maßnahmen des Vorhabens sind gendersensitiv und richten sich direkt an junge Menschen. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Brazilian legislation recognizes 28 traditional peoples and communities (PCT). Thanks to their traditional way of life and their knowledge, PCT are considered the best guardians of the forest, the environment and biodiversity. However, they experience difficulties with land recognition as well as threats and human rights violations.
The lack of reliable data addressing the occupation of traditional territories makes it difficult for the Brazilian state to counteract rights violations. The Traditional Territories Platform (PTT), a digital tool that integrates data regarding the traditional territories in Brasil and was developed since 2018 by the Federal Public Prosecution Office (MPF) and the National Council of Traditional Peoples and Communities (CNPCT), is crucial to protect PCTs in their territories.
The human and environmental rights of traditional peoples and communities in their traditional territories are better protected in Brazil through the use of the Traditional Territories Platform and other digital tools.
The project develops innovative digital and legal solutions for integrating geographical data and enabling automated analysis through the Traditional Territories Platform (PTT), so that the Federal Public Prosecution Office (MPF) and other public bodies can apply the actual and qualified information in their work in the protection of traditional territories. The project also builds up the PTT's governance capabilities for multiplying knowledge and for the effective functioning of registration processes. Additionally, it offers training in the safe use of PTT information. Organisations of PCTs and strategic networks are strengthened. The design and implementation of the project follows the "Leave no one behind" principle enshrined in the 2030 Agenda. All project activities apply a gender-sensitive approach and foresee actions aimed at youth.