Allianzen für Handelserleichterungen
Projektdetails
- Projektnummer:2021.2006.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Côte d'Ivoire, Ecuador, Ägypten, Ghana, Indonesien, Jordanien, Kenia, Kambodscha, Sri Lanka, Marokko, Montenegro, Nigeria, Serbien, Senegal, Togo, Thailand, Tunesien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Umsetzung von Maßnahmen zur Handelserleichterung ist in Kooperation zwischen öffentlichen und privaten Akteuren unter Einsatz digitaler Lösungen verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Kein politischer Träger
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:15 850 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
2024.2002.4
Globalvorhaben Partnerschaften für Nachhaltigen Handel
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 26.01.2021 - 31.12.2027 - Aktuelles Projekt:01.02.2021 - 30.07.2024
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
33120 Handelserleichterung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Grenzüberschreitender Handel ist ein Motor für wirtschaftliche Entwicklung. Der Abbau von Handelshemmnissen liegt daher im gemeinsamen Interesse von Wirtschaft und Regierungen. Barrieren wie komplizierte Zollvorschriften und intransparente Verfahren treffen viele Entwicklungs- und Schwellenländer besonders hart. Hinzu kommen hohe Transaktionskosten in der Abwicklung und Kontrolle im Warenhandel. Diese Kosten erschweren der einheimischen Wirtschaft den Zugang zu globalen Märkten zusätzlich. Für internationale Unternehmen bestehen daher nur geringe Anreize, in ein Land mit nachteiligem Handels- und Investitionsklima zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen.
Um den internationalen Warenverkehr transparenter und einfacher zu gestalten, schlossen die Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) 2013 ein Abkommen über Handelserleichterungen ab. Das Abkommen hat enormes Potenzial: Die weltweiten Handelskosten können dadurch um bis zu 17 Prozent gesenkt werden, mit entsprechend positiven Effekten auf Beschäftigung und die Bekämpfung von Armut. Damit dies gelingt, kommt es auf eine enge Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft an.
Ziel
Der grenzüberschreitende Warenverkehr in Entwicklungs- und Schwellenländern ist einfacher, schneller und kosteneffizienter.
Vorgehensweise
Die Deutsche und die Globale Allianz für Handelserleichterungen bringen Unternehmen, Verbände und Regierungsinstitutionen zusammen, um gemeinsam an der Umsetzung des WTO-Abkommens zu arbeiten. Dabei verbinden die Allianzen Ziele der Entwicklungszusammenarbeit mit den Interessen der Wirtschaft.
In den Allianzen arbeiten die Partner*innen an der konkreten Umsetzung von Handelserleichterungen. In Projekten der Allianzen wird der zeitliche Aufwand für Zollverfahren und Warenverkehr messbar reduziert. Von der resultierenden Senkung der Transaktionskosten profitieren internationale Unternehmen und vor allem auch die Partnerländer selbst. Lokale Zulieferer werden gestärkt und in globale Lieferketten eingebunden. So entstehen Impulse für die Entwicklung neuer Märkte. Die Allianzen leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung des WTO-Abkommens über Handelserleichterungen und der Agenda 2030. Gemeinsam setzen beide Allianzen weltweit in über 20 Ländern Projekte um.
Wirkung
In den abgeschlossenen Projekten der Allianzen zeigen sich die messbaren Ergebnisse. Beispielsweise erreichen in Montenegro nun doppelt so viele Expressgüter den Endkunden noch am selben Tag ihrer Ankunft im Land. Dies inspirierte weitere Länder des westlichen Balkans zu Zollreformen nach diesem Vorbild.
In Kolumbien verkürzte sich die Zeit der Grenzabfertigung für risikoarme Lebensmittel- und Getränkelieferungen stark: von bis zu zwei Tagen auf drei Stunden. Auf diese Weise sparten Einfuhrhändler 8,8 Millionen US-Dollar in 18 Monaten ein. Das Projekt schafft Vertrauen und Verständnis zwischen Regierung und Wirtschaft und ebnet so den Weg für die Zusammenarbeit bei anderen Reformen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Cross-border trade stimulates economic growth. It is therefore in the joint interest of business and governments to reduce trade barriers. Many developing countries and emerging economies are greatly encumbered by trade constraints resulting from complicated customs documents and border procedures that lack transparency. On top of this, the high cost of managing and monitoring the transaction of goods makes it even more difficult for the local economy to access global markets. International companies thus have little incentive to invest and create jobs in countries with an unfavorable trade and investment climate.
In 2013, aiming to make the international movement of goods more transparent and straightforward, members of the World Trade Organization (WTO) concluded a Trade Facilitation Agreement (TFA). The TFA has huge potential. It could reduce global trade costs by up to 17 per cent, with a corresponding positive impact on employment and poverty reduction. In order for this to succeed, close cooperation between policymakers and business is required.
Objective
The cross-border movement of goods in developing countries and emerging economies is simpler, faster and more cost-effective.
Approach
The German Alliance for Trade Facilitation and the Global Alliance for Trade Facilitation bring together companies, associations and governmental institutions to work on implementing the TFA, combining development cooperation goals with the interests of business.
In both alliances, partners are working to implement trade facilitation measures that lead to a measurable reduction in the time required for customs procedures and the movement of goods. The resulting reduction in transaction costs benefits international companies and, above all, the partner countries themselves. Local suppliers are strengthened and integrated into global supply chains, thus boosting the development of new markets. The alliances therefore make a significant contribution towards the implementation of the TFA and the 2030 Agenda. Together, the two alliances are implementing projects in more than 20 countries worldwide.
Results
The projects that have been completed show measurable results. In Montenegro, for example, the volume of express goods reaching the end customer on the day they arrive in the country has now doubled. This has inspired other Western Balkan countries to introduce similar customs reforms.
In Colombia, the time taken for low-risk shipments of food and beverages to clear the border has been reduced strongly from up to two days to three hours, enabling importers to save USD 8.8 million in 18 months. The project is fostering trust and understanding between the government and businesses and is this paving the way for collaboration on other reforms.