Förderung der panafrikanischen Freihandelszone (Phase II)

Projektdetails

  • Projektnummer:2020.2208.5
  • Status:laufendes Projekt
  • Zuständige Organisationseinheit: 1740 Afrikanische Union
  • Ansprechpartner: Barbara Rippel 
  • Partnerländer: Afrikanische Union

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der panafrikanischen Freihandelszone sind gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Afrikanische Union

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:78 214 041 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 15 714 041Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2016.2000.4

    Pan-Afrikanischen Freihandelszone (CFTA)- GIZ-Modul

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    19.02.2015 - 31.03.2028
  • Aktuelles Projekt:01.08.2020 - 31.03.2028

Sonstige Beteiligte

  • ARGE GOPA Worldwide Consultants GmbH-
  • GFA Consulting Group GmbH
  • GOPA Worldwide Consultants GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    33130 Regionale Handelsabkommen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Im Jahr 2022 betrug der Anteil des innerafrikanischen Handels am gesamten afrikanischen Handelsvolumen 17 Prozent. Zum Vergleich: In Nordamerika beträgt der Anteil 51, in Asien 49 und in Lateinamerika 22, in Westeuropa sogar 69 Prozent. Obwohl sich regionale Wirtschaftsgemeinschaften um Integration bemühen, bleibt der afrikanische Markt zersplittert.

Die Handelsminister*innen der Afrikanischen Union (AU) haben sich darauf geeinigt, die Panafrikanische Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA) zu errichten. Mit diesem Schritt wollen sie mehr Integration in der Region schaffen. Bisher haben 54 der 55 Mitgliedsstaaten das Abkommen zur AfCFTA unterzeichnet und bis August 2023 haben es 47 Staaten ratifiziert. Deutschland unterstützt den Prozess seit Beginn der Verhandlungen im Jahr 2015. Im Jahr 2023 erklärte die AU die Beschleunigung der AfCFTA-Umsetzung (Acceleration of AfCFTA implementation) zu ihrem Thema des Jahres. Damit soll die Bedeutung der Freihandelszone hervorgehoben werden.

Ziel
Das Vorhaben schafft und festigt Rahmenbedingungen, die für das Abkommen über die Panafrikanische Freihandelszone (AfCFTA) notwendig sind.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die folgenden Akteure und Organisationen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent und innerhalb einzelner Regionen und Staaten folgendermaßen:

- Es setzt Fachkräfte ein, die die Umsetzung fördern und Verhandlungen vorbereiten. Sie unterstützen das AfCFTA-Sekretariat und die Kommission der AU fachlich und beraten bei strategischen Fragen und im Bereich der Advocacy-Arbeit.

- Das Vorhaben unterstützt die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) und die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in den Bereichen Dienstleistungs- und Warenverkehr sowie bei Investitionen, Wettbewerb, Onlinehandel, Urheberrechten und der Rolle von Frauen und Jugendlichen.

- In zehn Schwerpunktländern begleitet das Vorhaben staatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure, damit sie erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse vor Ort entwickeln können.

Das Vorhaben verwendet eine multilaterale Herangehensweise, um seine Kernaktivitäten zusammen mit seinen strategischen Partnern umzusetzen. Hierzu gehören unter anderem die SheTrades Initiative des International Trade Center (ITC), die Verhandlungsprozesse gendersensibel gestalten will. Außerdem verfolgt das Vorhaben gemeinsame Maßnahmen mit der Wirtschaftskommission für Afrika der Vereinten Nationen und dem Trade Law Centre zur Sensibilisierung und Wissensvermittlung. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Intra-African trade accounted for about 17 per cent of the total African trade volume in 2022. In contrast, intracontinental trade accounts for 51 per cent of exports in North America, 49 per cent in Asia and 22 per cent in Latin America. It is even as high as 69 per cent in Western Europe. The African market remains fragmented despite integration improvements by some Regional Economic Communities (RECs).

The African Union (AU) Trade Ministers agreed to establish an African Continental Free Trade Area (AfCFTA) to boost regional integration. The agreement on the AfCFTA had been signed by 54 of the 55 Member States and had been ratified by 47 countries by August 2023. Germany has supported the process since the commencement of negotiations in 2015. To emphasise its importance, the AU decided the "Acceleration of AfCFTA implementation" as its theme of the year for 2023.

Objective
The project is creating and consolidating the framework conditions for implementing the Agreement Establishing the African Continental Free Trade Area (AfCFTA).

Approach
The project supports the following actors and organisations continentally, regionally, and nationally by:

- deploying experts to promote implementation and prepare negotiations, offer technical support and give advice on strategic policy and advocacy issues to the AfCFTA Secretariat and the AU Commission.

- providing assistance to the Economic Community of West African States (ECOWAS), East African Community (EAC) and Southern African Development Community (SADC) in the areas of trade in services, trade in goods, investment, competition, digital trade, intellectual property rights (IPR) and women and youth.

- supporting government, private sector and civil society actors in ten focus countries so that they can develop the required capabilities on the ground.

Key activities are implemented with strategic partners using a multilateral approach. These include, among others, the SheTrades Initiative of the International Trade Center (ITC), which seeks to embed a gender-sensitive approach in the negotiation process, as well as joint efforts with the United Nations Economic Commission (UNECA) and the Trade Law Centre (TRALAC) to raise awareness and disseminate information.