SV Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung
Projektdetails
- Projektnummer:2020.2148.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sektorvorhaben
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bringt Ansätze und Positionen zur nachhaltigen Entwicklung durch Handel in relevante nationale und internationale Prozesse der Handels- und Entwicklungspolitik ein.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 891 285 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2017.2038.2
Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung
Nachfolger-Projekt
2023.2175.0
Handel und Investitionen für nachhaltige Entwicklung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.12.2001 - 31.07.2026 - Aktuelles Projekt:01.08.2020 - 30.08.2023
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
33110 Handelspolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Handel gilt als ein Schlüssel für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand: Richtig ausgestaltet trägt er zu Nachhaltigkeit, Beschäftigung und Armutsbekämpfung bei. Das birgt Chancen, denn der Anteil von Entwicklungs- und Schwellenländern am Welthandel ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und betrug 2018 rund 45 Prozent.
Handel ist aber auch mit Risiken verbunden Eine Öffnung der Märkte kann zu mehr ausländischer Konkurrenz für heimische Produzent*innen führen sowie zu geringeren Zolleinnahmen, teilweise ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, negativen ökologischen Auswirkungen sowie einer Verschärfung der Geschlechterungleichheit. Gelingt es, Handel nachhaltig auszugestalten, die Risiken zu minimieren und die Potenziale zu nutzen, ist Handel ein zentraler Hebel, um die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung umzusetzen.
Ziel
Ein regelbasiertes, offenes und faires Handels- und Investitionssystem integriert Entwicklungsländer in globale Wertschöpfungsketten. Dadurch können diese die Chancen besser nutzen, die der Handel für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Beschäftigung, Armutsreduzierung und Geschlechtergleichheit bietet.
Vorgehensweise
Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragte Vorhaben besteht seit 2002. Der Fokus liegt darauf, die Umsetzung der deutschen Strategie für handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit „Freier und fairer Handel als Motor für Entwicklung" (Aid for Trade) sowie den Marshallplan mit Afrika zu begleiten.
Das Vorhaben unterstützt das BMZ dabei in zwei eng verknüpften Schwerpunkten:
Handelsbezogene Entwicklungszusammenarbeit gestalten: Hierzu gehören neben den internationalen Verpflichtungen unter der Initiative „Aid for Trade" unter anderem die Themen Digitaler Handel (E-Commerce), Qualitätsinfrastruktur und Fairer Handel ebenso wie Handel und Umwelt.
Entwicklungspolitische Aspekte in der internationalen Handelspolitik verankern: Der Schwerpunkt bezieht sich insbesondere auf die EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten). Das umfasst die Priorisierung von Nachhaltigkeitsfragen, die Relevanz von Investitionen und Dienstleistungshandel für Entwicklungsländern sowie Fragen regionaler wirtschaftlicher Integration, insbesondere in Afrika.
Wirkung
Das BMZ hat sich erfolgreich in mehrere nationale und internationale Prozesse und Diskussionen eingebracht. Zu den Erfolgen zählen Beiträge zur Ausgestaltung zukünftiger Investitionsabkommen mit afrikanischen Staaten, die Verankerung von Menschenrechten in Freihandelsabkommen der Europäischen Union (EU), und Gespräche über eine Reform des internationalen Investor-Staat-Streitbeilegungssystems (ISDS).
Mit weiteren Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wurden innovative Ansätze zu verschiedenen Handelsthemen pilotiert und verbreitet. Dazu zählt die „Panafrikanische E-Commerce Initiative", welche die Voraussetzungen zur Teilnahme am digitalen Handel für Unternehmen in ausgewählten afrikanischen Ländern verbessert sowie die „Allianz für Produktqualität in Afrika", die in afrikanischen Partnerländern die Produktqualität verbessern soll.
Die vielfältige Arbeit des Vorhabens trägt dazu bei, dass Partnerländer Handelspotenziale besser für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung nutzen können und sich in den relevanten Prozessen und Gremien angemessen einbringen und positionieren können.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Trade is considered key to sustainable economic growth and prosperity. If designed properly, it contributes towards sustainability, employment and poverty reduction. This creates opportunities, as the proportion of developing countries and emerging economies participating in world trade has increased greatly in recent decades, amounting to around 45 per cent in 2018.
However, trade also poses risks. Opening up markets can lead to increased foreign competition for local producers, as well as lower customs revenues, exploitative working conditions in places, environmental degradation, and greater gender inequality. If trade is implemented sustainably, it is possible to minimise the risks and harness the potential, trade is a lever of implementing the 2030 Agenda for Sustainable Development.
Objective
A rule-based, open and fair trade and investment system integrates developing countries into global value chains. It enables these countries to make better use of the opportunities that trade offers for sustainable economic growth, employment, poverty reduction and gender equality.
Approach
Commissioned by the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the project has been in existence since 2002. The focus is on accompanying the implementation of the German strategy for trade-related development cooperation ‘Free and fair trade as a driver for development’ (Aid for Trade) and the Marshall Plan with Africa.
The project supports BMZ here in two closely related priority areas:
1. Shaping trade-related development cooperation: In addition to the international obligations under the Aid for Trade initiative, this also includes the issues of digital trade (e-commerce), quality infrastructure and fair trade, not to mention trade and the environment.
2. Mainstreaming development policy aspects in international trade policy: This priority area relates in particular to the EU’s Economic Partnership Agreements with African, Caribbean and Pacific countries (ACP states). This comprises the prioritisation of sustainability issues, the relevance of investments and services trade for developing countries and questions of regional economic integration, especially in Africa.
Results
BMZ has successfully contributed to several national and international processes and discussions. Successes include fleshing out future investment agreements with African states, mainstreaming human rights in European Union (EU) free trade agreements and discussing a reform of the international investor-state dispute settlement (ISDS) system.
Together with other German development cooperation projects, the project has piloted and disseminated innovative approaches towards various trade issues. This includes the Pan-African E-Commerce Initiative, which improves the prerequisites for participation in digital trade for companies in selected African countries as well as the Alliance for Product Quality in Africa, which aims to improve product quality in African partner countries.
The diverse work performed by the project is helping to put partner countries in a position to make better use of trade potential for their economic and social development, while also enabling them to get appropriately involved and position themselves in the relevant processes and committees.