SV Stadt
Projektdetails
- Projektnummer:2020.2146.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G430 Cities
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Sektorvorhaben, Bangladesch, Indien, Mauretanien, Mexiko, Ruanda, Südafrika
Zusammenfassung
- Ziele:
BMZ, DOs und strategische Partner sind darin gestärkt, nachhaltige Stadtentwicklung umzusetzen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:12 719 617 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2017.2015.0
Politikberatung in der Kommunal- und Stadtentwicklung
Nachfolger-Projekt
2024.2004.0
SV Stadt
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 20.12.1999 - 30.09.2027 - Aktuelles Projekt:01.10.2020 - 11.12.2024
Sonstige Beteiligte
- FLMH Labor für Politik und
- adelphi consult GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
43030 Stadtentwicklung und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Urbanisierung ist ein globaler Megatrend. Schon heute leben 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Bis 2050 werden es mehr als drei Viertel sein – also rund sieben Milliarden Menschen. Vor allem die Klein- und Mittelstädte in Afrika und Asien wachsen rasant. Dabei sind besonders die Schnelligkeit und das Ausmaß der Urbanisierung herausfordernd.
Es wird angenommen, dass 60 Prozent der Infrastruktur erst noch gebaut werden muss, um bis 2050 alle Stadtbewohner*innen zu beherbergen und zu versorgen. Allein der damit verbundene Verbrauch an Energie und Ressourcen würde etwa drei Viertel der globalen Treibhausgasemissionen erzeugen, die laut dem Pariser Abkommen maximal zulässig sind, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
Doch Städte bieten auch ein einzigartiges Potenzial, diese Herausforderungen ganzheitlich zu bewältigen. Sei es Klimaschutz, Armutsbekämpfung oder Sicherheit: Schon kleine Veränderungen können hier große Wirkungen erzielen und viele Menschen gleichzeitig erreichen. Deshalb ist es entscheidend, Urbanisierung vorausschauend zu gestalten und nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern. Nur mit, durch und in Städten sind die globalen Entwicklungsziele zu erreichen.
Ziel
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert eine sozialgerechte, klimaschonende und widerstandsfähige Stadtentwicklung – vor allem in den rasant wachsenden Klein- und Mittelstädten.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) dabei, nachhaltige Urbanisierung und integrierte Stadtentwicklung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu verankern. Es unterstützt Reformen im BMZ-Aktionsfeld „Nachhaltige Stadtentwicklung" und bereitet Fokusthemen auf, wie integrierte Stadtplanung, nachhaltiges Bauen, Kommunalfinanzierung und Städte im Klimawandel.
Das Vorhaben unterstützt das BMZ bei der Kommunikation und verbreitet zentrale Themen des Ministeriums. Dazu betreibt es den Weblog URBANET und berichtet dort über gute Ansätze, Herausforderungen und Chancen nachhaltiger städtischer Entwicklung, lokaler Regierungsführung und Dezentralisierung. Darüber hinaus richtet es den Ideenwettbewerb CitiesCHALLENGE 2.0 aus, der innovative Ansätze für klimafreundliche und sozial inklusive Stadtentwicklung identifiziert und erprobt. Auch die Entwicklung und Bereitstellung von Beratungsinstrumenten wie City WORKS ist Teil des Aufgabenspektrums. So leistet das Vorhaben einen Beitrag zur integrierten Umsetzung internationaler Agenden auf lokaler Ebene.
Um ein zeitgemäßes Verständnis von Stadtentwicklung in internationalen Prozessen zu etablieren, berät das Vorhaben das BMZ bei Klimaverhandlungen und der Umsetzung der Entwicklungsziele. Die drei übergeordneten Ziele des Ministeriums stehen dabei im Zentrum:
1. Städte sind handlungsfähig und gestalten nachhaltige Entwicklung aktiv.
2. Städte sind für alle Bewohner*innen lebenswert.
3. Städtische Entwicklung vollzieht sich innerhalb der ökologischen Grenzen unseres Planeten.
Die Ziele sollen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und international verankert werden. Dazu kooperiert das Vorhaben seit vielen Jahren eng mit Partnern wie der Cities Alliance, dem Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat), der Cities Climate Finance Leadership Alliance und Städteverbänden wie dem International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI). Auch das Netzwerk zu Nachhaltigem Bauen ist hier zu nennen, das Kooperationsmöglichkeiten mit Beteiligten der deutschen Privatwirtschaft und Forschung erschließt. Zudem unterstützt das Vorhaben die Positionierung Deutschlands auf internationalen Konferenzen, wie dem World Urban Forum, der weltweit bedeutendsten Konferenz zu Urbanisierung und Stadtentwicklung.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Urbanisation is a global megatrend. Today, 55 per cent of the world’s population already live in cities. By 2050, this figure will have risen to more than three quarters – around seven billion people. Small and medium-sized cities in Africa and Asia, in particular, are growing rapidly. The speed and scale of urbanisation are especially challenging.
It is assumed that 60 per cent of the infrastructure still needs to be built in order to shelter and provide for all urban dwellers by 2050. The related energy and resource consumption alone would produce about three quarters of the maximum global greenhouse gas emissions allowed under the Paris Agreement if we are to limit global warming to 1.5 degrees Celsius.
But towns and cities also offer a unique opportunity to overcome these challenges in an integrated manner. Even small changes in cities, be it climate change mitigation, fighting poverty or improving safety, can have a great impact and reach large numbers of people simultaneously. It is therefore essential to shape urbanisation with foresight and to promote sustainable urban development. Global development goals are only achievable with, through and in cities.
Objective
German development cooperation promotes socially equitable, climate-friendly and resilient urban development – especially in rapidly growing small and medium-sized cities.
Approach
The project provides advice to the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) on mainstreaming sustainable urbanisation and integrated urban development in German development cooperation. It supports reforms within BMZ’s sustainable urban development field of action and develops core topics such as integrated urban development, sustainable building, municipal funding and climate change in cities.
The project supports BMZ in the communication and dissemination of key ministry topics. To this end, it runs the URBANET blog where it reports on promising approaches, challenges and opportunities in sustainable urban development, local governance and decentralisation. It also stages the CitiesCHALLENGE 2.0 ideas competition, which identifies and tests innovative approaches to climate-friendly and socially inclusive urban development. The range of services also includes developing and providing advisory tools such as City WORKS. The project thus contributes to the integrated implementation of international agendas at the local level.
In order to implant a modern understanding of urban development in international processes, the project advises BMZ on climate negotiations and achievement of the development goals.
In doing so, it bases its work on the Ministry’s three major objectives:
1. Cities have the capacity to take action and actively shape sustainable development.
2. Cities are liveable for everyone.
3. Urban development takes place within our planet’s ecological limits.
The objectives should be mainstreamed in German development cooperation as well as internationally. To this end, the project has for many years been collaborating closely with partners like the Cities Alliance, UN-Habitat, the Cities Climate Finance Leadership Alliance and with the cities associations such as the International Council for Local Environmental Initiatives (ICLEI). The Netzwerk zu Nachhaltigem Bauen network, which develops cooperation opportunities with members of the German private sector and research, bears mentioning as well. The project also helps position Germany at international conferences like the World Urban Forum, the world’s most important conference on urbanisation and urban development.