Stärkung der guten Regierungsführung
Projektdetails
- Projektnummer:2020.2068.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kenia
Zusammenfassung
- Ziele:
Die gute Regierungsführung ist in ausgewählten öffentlichen Sektoren verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Office of the Attorney-General and Department of Justice
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2016.2105.1
Stärkung Guter Regierungsführung
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.07.2013 - 13.01.2025 - Aktuelles Projekt:01.01.2021 - 13.01.2025
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15113 Korruptionsbekämpfungs-organisationen und -institutionen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International (Stand 2020) belegt Kenia mit einem Wert von 31 Prozent im Vergleich von 180 Ländern Platz 124. Besonders korruptionsgefährdet sind nach Erkenntnissen der kenianischen Ethik- und Antikorruptionskommission aus dem Jahr 2018 die Strafverfolgung/Polizei, das Gesundheitswesen und die Landwirtschaft. Die hohe Korruption beeinträchtigt die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen für vulnerable Bevölkerungsgruppen.
Ein korruptionsanfälliges öffentliches Auftragswesen und ein schwaches öffentliches Beschwerdemanagement haben zu großen Korruptionsskandalen im öffentlichen Sektor geführt. In den Berichten des kenianischen Rechnungshofs werden Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung öffentlicher Mittel immer wieder mit Verstößen gegen die Regeln des öffentlichen Auftragswesens in Verbindung gebracht. Mit der Verlagerung von Verantwortung auf die dezentrale Ebene haben sich auch korrupte Praktiken verlagert. Entsprechend müssen nun nationale Korruptionsbekämpfungsstellen dezentralisiert und das öffentliche Auftragswesen und Beschwerdemanagement reformiert werden.
Ziel
Die Regierungsführung ist in ausgewählten öffentlichen Sektoren Kenias verbessert.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die Anwendung von Grundsätzen guter Regierungsführung mit Schwerpunkt auf der Verbesserung des öffentlichen Auftragswesens und Beschwerdemanagements in Kenia mithilfe digitaler Systeme.
Das Vorhaben verfolgt einen Ansatz, der mehrere Ebenen und Akteure einbindet, und arbeitet mit staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren entlang der gesamten Antikorruptionskette (Prävention, Aufdeckung, Ermittlung, Strafverfolgung, Gerichtsentscheidung und Vermögensabschöpfung). Das beinhaltet strategiepolitische Beratung, die Entwicklung institutioneller und individueller Kompetenzen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für gute Regierungsführung sowie Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung in ausgewählten Sektoren.
Das Vorhaben fördert die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Reformpartnern und ermutigt zu bürgerschaftlichem Engagement. Es kooperiert auch mit dem Landwirtschaftsprogramm der GIZ (dualer Ansatz), um Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung in diesem Sektor zu verankern.
Projektbeschreibung (EN)
Context
According to Transparency International’s Corruption Perceptions Index (CPI) (2020), Kenya has a score of 31 per cent and ranks 124 out of 180 countries. In 2018, the Ethics and Anti-Corruption Commission (EACC) identified law enforcement/the police, the health sector and agriculture as being most vulnerable to corruption. The high level of corruption affects the delivery of public services to vulnerable groups.
Corruption-prone public procurement systems and weak management of public grievances have resulted in large corruption scandals in the public sector. Auditor General Reports consistently link irregularities in the use of public funds to breaches in public procurement requirements. Devolution has also ‘devolved’ similar corrupt practices creating a need for national anti-corruption bodies to decentralise and to reform the public procurement system and the management of public complaints.
Objective
Good governance is improved in selected public sectors in Kenya.
Approach
The programme supports the application of good governance principles with a focus on improving Kenya’s public procurement systems and the management of public complaints by using digital systems.
It pursues a multi-level and multi-actor approach, working with state and non-state actors across the anti-corruption chain (prevention, detection, investigation, prosecution, adjudication, and asset recovery). This includes providing strategic policy advice, developing institutional and individual capacities to improve the framework conditions for good governance, and anti-corruption measures in selected sectors.
It promotes cooperation between governmental and non-governmental reform partners and encourages civic engagement. The programme also cooperates with the GIZ agriculture program (twin-track) to mainstream anti-corruption measures in the sector.