Förderung von Multi-Akteurs-Projekten für nachhaltige Textillieferketten
Projektdetails
- Projektnummer:2020.1008.0
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Kooperation zwischen privaten, staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Verbesserung der sozialen, ökologischen und ökono- mischen Arbeits- und Lebensbedinungen entlang der Textil-Lieferkette in Partnerländern ist wirksam.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 592 505 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2017.1000.3
Förderung von Multi-Akteurs-Projekten für nachhaltige Textillieferketten
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.05.2017 - 30.07.2023 - Aktuelles Projekt:01.07.2020 - 30.07.2023
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
25040 Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Weltweit ist die Textilbranche zu einem wichtigen Wirtschaftszweig angewachsen, der mehr als 75 Millionen Menschen Arbeitsplätze und Einkommen bietet. Jedoch hält die Textilbranche vielerorts Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards nicht ein. Beispiele dafür sind zu niedrige Arbeitslöhne, fehlende soziale Sicherungssysteme oder Entlassungen bei Gewerkschaftszugehörigkeiten. Zudem handelt es sich um eine der ressourcenintensivsten Branchen der Welt – sie belastet die Umwelt stark. Vor allem Arbeitnehmer*innen und Menschen, die in der Nähe von Produktionsbetrieben leben, leiden darunter.
Entsprechende Standards einzuführen, umzusetzen und zu überwachen ist jedoch individuell nicht möglich. Das liegt an der großen Zahl involvierter Akteur*innen sowie an mangelnder Transparenz entlang der Lieferkette. Deshalb setzt das Vorhaben darauf, in Multi-Akteurs-Projekten konkrete und dauerhafte Lösungen zu entwickeln.
Ziel
Unternehmen, Zivilgesellschaft und Politik arbeiten zusammen, um Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards entlang der Textillieferkette zu stärken.
Vorgehensweise
Das Vorhaben kooperiert mit dem „Bündnis für nachhaltige Textilien" und dessen Mitgliedern in Bündnisinitiativen und gemeinsamen Projekten. Außerdem entwickelt es zusammen mit verschiedenen Akteur*innen innovative Pilotprojekte. Dabei geht es beispielsweise in der tunesischen Textilindustrie um Maßnahmen für ein effektiveres Chemikalien-, Umwelt- und Energiemanagement. Ein weiteres Beispiel ist, im Kontext der Corona-Pandemie Hygienekonzepte für Textilproduktionsstätten zu entwickeln. Nach der erfolgreichen Pilotphase werden die Projekte für weitere Branchen und Länder angepasst und ausgerollt.
Des Weiteren trägt das Vorhaben zu Verbesserungen durch strategische Kooperationen bei. Das ist sowohl durch die institutionelle Förderung etwa von Stiftungen oder Nichtregierungsorganisationen möglich als auch in Zusammenarbeit mit Partner*innen vor Ort.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The textile industry has become a key sector of the economy worldwide, offering employment and income to over 75 million people. However, in many places the textile industry fails to uphold labour, social and environmental standards. Examples of this include insufficient wages, the lack of social security systems, and dismissals due to trade-union membership. Moreover, the textile sector is one of the world’s most resource-intensive industries – it is a major burden on the environment. The people most severely affected are employees and those who live close to production facilities.
It is not possible for individual actors to introduce, implement and monitor corresponding standards alone due to the high number of stakeholders involved and the lack of transparency along the supply chain. For this reason, the project is focusing on multi-stakeholder projects for the development of concrete, lasting solutions.
Objective
Businesses, civil society and politics work together to strengthen labour, social and environmental standards along the textile supply chain.
Approach
The project cooperates with the Partnership for Sustainable Textiles and its members in Partnership Initiatives and joint projects. Furthermore, it develops innovative pilot projects with various stakeholders. In the Tunisian textile industry, for example, this involves measures promoting more effective chemical, environmental and energy management. Another example is the development of hygiene strategies for textile production facilities in the context of the coronavirus pandemic. Following a successful pilot phase, the projects are adapted and rolled out in additional industries and countries.
The project also contributes to improvements through strategic cooperation arrangements. This is possible both through institutional support, for example from foundations or non-governmental organisations, and in cooperation with local partners.