Nachhaltiges Klärschlammmanagement
Projektdetails
- Projektnummer:2019.2325.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Jordanien
Zusammenfassung
- Ziele:
Die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit des Klärschlammmanagements in Jordanien ist verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Water and Irrigation-MWI
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 400 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.07.2020 - 06.08.2025 - Aktuelles Projekt:01.08.2020 - 06.08.2025
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Hauptziel
CRS-Schlüssel
14020 Wasser- und Sanitärversorgung und Abwassermanagement, große Systeme
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In Jordanien fielen 2020 in 29 Kläranlagen mehr als 105.000 Tonnen trockener Klärschlamm an. Bis 2035 dürfte diese Menge auf 139.000 Tonnen pro Jahr steigen. Der Klärschlamm wird größtenteils an Ort und Stelle gelagert oder auf dafür ungeeignete Deponien gebracht. Dieser Umgang mit dem Klärschlamm wirkt sich negativ auf die Qualität des Oberflächen- und Grundwassers aus und verursacht hohe Treibhausgasemissionen, weil beim biologischen Abbau Methan freigesetzt wird. Darüber hinaus führt diese Praxis dazu, dass Energie und Ressourcen verschwendet werden, denn die Entsorgungskosten sind hoch und liegen zwischen zwei und acht Euro pro Kubikmeter Klärschlamm.
Ziel
In Jordanien werden Lösungen zur Gewährleistung eines nachhaltigen Klärschlammmanagements angewendet, die zu besseren Betriebsbedingungen und höheren Standards bei der Nutzung von Klärschlammprodukten führen.
Vorgehensweise
Das Projekt zielt darauf ab, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit des Klärschlammmanagements in Jordanien zu verbessern. Dazu sollen technische Upcycling-Lösungen wie Pyrolyse und Pelletierung eingesetzt werden, mit denen der behandelte Klärschlamm zu einem alternativen Brennstoff, Industrierohstoff oder Kompostzusatz verarbeitet werden kann, um eine Wertsteigerung zu erzielen. Dabei will das Projekt auch die Marktfähigkeit der neuen Klärschlammprodukte verbessern. Hierzu ermittelt das Projekt, welche realistischen Marktchancen bestehen und wie sich die Privatwirtschaft in die Vermarktung einbinden lässt. Inwieweit ein günstiges Umfeld für den Einsatz von Klärschlammprodukten entsteht, hängt von den gemeinsamen Entscheidungen und Maßnahmen der Akteure vor Ort ab. Außerdem arbeitet das Projekt an der Schaffung der Rechtsgrundlagen für die Produktion und Nutzung von behandeltem Klärschlamm, mobilisiert internationales Know-how und führt Kampagnen durch, um ein positives Bewusstsein und Verständnis für die Verwertung von behandeltem Klärschlamm zu schaffen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
In Jordan, more than 105,000 tons of dried sewage sludge were produced in 29 wastewater treatment plants in 2020 and are expected to increase to 139,000 tons per year by 2035. Most of these quantities are either stored onsite or transported to unsanitary landfills. These practices negatively affect the quality of surface and ground water and cause high greenhouse gas emissions from methane formed during biodegradation. In addition, this approach wastes both energy and material resources, with high disposal costs ranging between two and eight Euros per cubic metre.
Objective
Sustainable sludge management solutions are being applied in Jordan resulting in better operational conditions and standards for the improved use of sludge products.
Approach
The project aims to improve the economic and ecological sustainability of sludge management in Jordan by deploying technology-based upcycling solutions such as pyrolysis and pelleting leading to an increase in the value of treated sludge as an alternative fuel, industrial raw material or compost additive. This is also achieved by improving the marketability of new sludge products by defining suitable market opportunities and encouraging private sector participation. The fostering of an enabling environment for the reuse of sludge products is based on joint decisions and activities by local actors. The project works to create the legal foundations to produce and reuse treated sludge, mobilise international know-how and runs positive awareness campaigns.
The concept of Sustainable Sludge Management will be applied in the Muta Mazar wastewater treatment plant where the highest economic and ecological feasibility was proven. A demonstration of a real operation for solar greenhouse drying, pelleting and pyrolysis in the plant will provide evidence that feeds into decisions on the future design of the national sludge management strategy.