Förderung regionaler wirtschaftlicher Kooperation in Asien
Projektdetails
- Projektnummer:2019.2208.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Asien NA, China VR, Kambodscha, Laos, Mongolei, Vietnam
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für den regionalen und globalen Agrarhandel sind in den Fokusländern Kambodscha, Laos, Vietnam und der Mongolei verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Kein politischer Träger
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:4 099 062 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2101.5
Förderung wirtschaftlicher Kooperation in subregionalen Initiativen Asiens
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 21.12.2010 - 06.04.2023 - Aktuelles Projekt:01.04.2019 - 06.04.2023
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
33130 Regionale Handelsabkommen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der Beseitigung von zolltarifären und nichttarifären Handelshemmnissen kommt eine entscheidende Bedeutung bei der Förderung des freien Handels sowie von grenzüberschreitenden Investitionen zwischen den Ländern zu. Die Durchführung von handelserleichternden Maßnahmen und der Ausbau von handelsbezogenen Dienstleistungen sind unerlässlich für die Überwindung von begrenzten Inlandsmärkten. Dies gilt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
In Asien haben regionale wirtschaftliche Integrationsprozesse zu einem erheblichen Abbau von Handelshemmnissen geführt. Die rasante Entwicklung und die nach wie vor wachsende Zahl bilateraler und multilateraler Freihandelsabkommen in der Region unterstreichen die wachsende Bedeutung Asiens für die Liberalisierung des Welthandels. Dennoch weisen die intraregionalen Handelsströme in Asien bislang noch einen relativ geringen Umfang auf.
Angesichts der Entwicklungsunterschiede in der Region stoßen Länder wie Laos, Vietnam, Kambodscha und die Mongolei auf Hindernisse, wenn es darum geht, die Nutzenpotenziale der regionalen Wirtschaftsintegration voll auszuschöpfen. Die in diesen Ländern tätigen Unternehmen sind oft nicht in der Lage, Handelshemmnisse zu überwinden, und die Behörden der Einzelstaaten sind mit der Umsetzung von Bestimmungen und Richtlinien für den grenzüberschreitenden Handel überfordert.
Wenn die wirtschaftliche Dynamik in Asien genutzt werden soll, ist ein intensiverer Dialog zwischen den weltweiten Entwicklungspartnern der Region, zu dem auch kleinere Volkswirtschaften gehören, unentbehrlich. Damit diese Länder in vollem Umfang von ihrer Integration in die Region profitieren können, müssen die Hindernisse für die Schaffung große Märkte abgebaut werden.
Ziel
Die Bedingungen für den regionalen und globalen Handel, insbesondere für den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, sind in den ausgewählten asiatischen Schwerpunktländern verbessert, und im Bereich der wirtschaftlichen Kooperation werden innovative trilaterale Kooperationsprojekte erprobt.
Vorgehensweise
Das Projekt arbeitet mit vier ausgewählten Schwerpunktländern zusammen: Kambodscha, Laos, Vietnam und der Mongolei. China ist sowohl Wirtschafts- als auch Entwicklungspartner dieser Länder und wird einbezogen, um zu gewährleisten, dass die Interessen der Länder bei regionalen und globalen Integrationsprozessen gleichberechtigt berücksichtigt werden. Die Mongolei wird insbesondere im Rahmen der Greater Tumen Initiative (GTI) unterstützt.
Als Teil der deutschen Strategie für Aid for Trade und als Beitrag zur Erreichung der handelsbezogenen Ziele für nachhaltige Entwicklung werden öffentliche Stakeholder der regionalen, der nationalen und der Provinzebene sowie exportorientierte Wirtschaftsverbände und KMU unterstützt.
Zu den Haupttätigkeiten gehören Maßnahmen zur Steigerung der Handlungsfähigkeit und die Ausrichtung von Schulungs- und Dialogveranstaltungen zu den Themen Erleichterung des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, grenzüberschreitende Kooperation und Förderung der Privatwirtschaft.
Das Vorhaben ist vor allem in den drei folgenden Handlungsfeldern tätig:
Verbesserung des Zugangs von KMU in Kambodscha, Laos, Vietnam und der Mongolei zu handelsbezogenen Dienstleistungen für Agrarexporte
Stärkung der Strukturen für die grenzüberschreitende, (sub-)regionale Kooperation zwischen den Schwerpunktländern und China
Förderung regionaler und trilateraler Maßnahmen im Bereich der regionalen wirtschaftlichen Kooperation zwischen den Schwerpunktländern und mit China.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Einbeziehung von Unternehmerinnen in regionale Wirtschaftsintegrationsprozesse und die Nutzung von digitalen Anwendungen und Tools.
Das Projekt ist mit dem Deutsch-Chinesischen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung verbunden.
Wirkungen
Zur Unterstützung der privatwirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der ASEAN-China-Freihandelszone wurden kambodschanische und vietnamesische Unternehmen bei der Ausfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen für den chinesischen Markt unterstützt. Sieben produktspezifische Exportleitlinien wurden der Wirtschaft vorgestellt und für Schulungen genutzt.
Ferner wurden Maßnahmen zur Förderung des Handels eingeführt und umgesetzt, beispielsweise der Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (Authorized Economic Operator, AEO) der Mongolei. In Kooperation mit der Asiatischen Entwicklungsbank und dem südkoreanischen Zoll wurden regionale Erfahrungen aus Südkorea in eine Novelle zum mongolischen Zollgesetz eingebracht.
Die Arbeitsgruppe AEO des Handels- und Investitionsausschusses der GTI wurde bei der Ausarbeitung eines regionalen GTI-AEO-Abkommens über die gegenseitige Anerkennung zwischen den Zollbehörden aller Mitgliedstaaten unterstützt.
Der regionale Austausch zwischen Akteuren aus Kambodscha, Laos und Vietnam über gesundheitspolitische und pflanzenschutzrechtliche Normen hat das Verständnis für diese Normen und deren Einhaltung in China verbessert. Der Austausch wurde von einer Studie über den Stand der Normenvereinbarung und -umsetzung in der Region begleitet.
Die Schulung und Beratung des GTI-Sekretariats hat zu einer weiteren Professionalisierung der regionalen Projektdurchführung geführt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Reducing tariff and non-tariff barriers is key in encouraging the free flow of trade and stimulating cross-border investment between countries. The implementation of trade facilitation measures and increasing trade-related services is crucial to overcome limited domestic markets, especially for small and medium enterprises (SMEs).
Regional economic integration processes in Asia have led to a significant reduction of trade barriers. The rapid development and still increasing number of bilateral and multilateral free trade agreements in the region shows Asia’s growing importance for global trade liberalisation. Still, so far intra-regional trade flows in Asia remain relatively low.
Given the development gaps in the region, countries such as Lao People’s Democratic Republic, Viet Nam, Cambodia and Mongolia encounter obstacles in fully reaping the potential benefits of regional economic integration, with businesses lacking the capacity to overcome trade obstacles and national administrations facing difficulties in implementing rules and regulations for cross-border exchange.
To utilise Asia’s dynamism, an intensified dialogue between global development partners in the region, which includes economically smaller countries, is essential. To ensure those countries can fully benefit from regional integration, barriers to big markets need to be reduced.
Objective
The conditions for regional and global trade, especially in agricultural products, in the selected focus countries in Asia is improved and innovative trilateral cooperation projects in the area of economic cooperation are piloted.
Approach
The project works with four selected focus countries: Cambodia, Lao People’s Democratic Republic (PDR), Viet Nam, Mongolia, and with China. China is both an economic and development partner of the countries and included to ensure the equal inclusion of the focus countries’ interests in regional and global integration processes. Mongolia is supported especially in the framework of the Greater Tumen Initiative (GTI).
Within the frame of German Aid for Trade and to contribute to the achievement of trade-related Sustainable Development Goals, public stakeholders at the regional, national, and provincial levels, export-oriented business associations, and SMEs are supported.
Main activities include providing capacity building, organising training and dialogue events on agricultural trade facilitation, cross-border cooperation and private sector promotion.
The three key areas of engagement are:
enhancing the access to trade-related services for agricultural export for small and medium enterprises in Cambodia, Lao PDR, Mongolia and Viet Nam,
strengthening the structures for cross-border (sub-) regional cooperation between the focus countries and China,
fostering regional and trilateral measures among the focus countries and with China in the field of regional economic cooperation.
A special focus is put on the inclusion of female entrepreneurs in regional economic integration processes and the utilisation of digital applications and tools.
The project is affiliated with the Sino-German Center for Sustainable Development.
Results
To support private sector development within ASEAN-China Free Trade Area, Cambodian and Vietnamese businesses were strengthened in exporting agricultural goods to the Chinese market. Seven product specific export guidelines were introduced to the business community and utilised for training.
The introduction and implementation of trade promotion measures, such as the Authorized Economic Operator (AEO) in Mongolia. In cooperation with the Asian Development Bank (ADB) and Korean Customs Service (KCS), regional experiences from the Republic of Korea were incorporated into a bill to renew the Mongolian Customs Act.
The GTI Trade and Investment Committee AEO Working Group was supported in drafting a regional GTI AEO mutual recognition agreement (MRA) among all member customs.
Regional exchange on sanitary and phytosanitary standards improved understanding of these standards and compliance with them in China among actors from Cambodia, Lao PDR and Viet Nam. The exchange was accompanied by a study on the status-quo of standard setting and implementation in the region.
Training and advice to the GTI Secretariat led to further professionalisation in regional project implementation.