Programm Migration & Diaspora

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2146.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G210 Flucht, Migration, Rückkehr
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Afghanistan, Albanien, Kamerun, Kolumbien, Ecuador, Ägypten, Äthiopien, Georgien, Ghana, Gambia, Indonesien, Indien, Irak, Jordanien, Kenia, Marokko, Nigeria, Nepal, Peru, Pakistan, Palästinensische Gebiete, Serbien, Senegal, Tunesien, Ukraine, Vietnam, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Schlüsselakteure in Partnerländern nutzen die reguläre Migration und das Diaspora-Engagement verstärkt für die Erreichung ihrer Entwicklungs

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:89 250 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2023.2163.6

    Programm Migration entwicklungspolitisch gestalten

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    12.05.2019 - 31.05.2026
  • Aktuelles Projekt:12.05.2019 - 30.07.2023

Sonstige Beteiligte

  • Arge GOPA-GOPA-ICMPD-PMCG
  • FAZIT Communication GmbH
  • GFA Consulting Group GmbH
  • Kompass Zentrum für
  • MediaCompany-Agentur für
  • Scio Network GmbH & Co. KG
  • greenstorming GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15190 Erleichterung geordneter, sicherer, regulärer und verantwortungsvoller Migration und Mobilität

 

Projektbeschreibung (DE)

Programm Migration & Diaspora (PMD)

1. Ausgangssituation

Rund 258 Millionen Menschen waren laut Vereinten Nationen im Jahr 2017 Migrant*innen. Das Engagement von Migrant*innen für die Entwicklung ihrer Herkunftsländer ist vielfältig: von Geldtransfers, über Unternehmensgründungen, die Arbeitsplätze schaffen, bis hin zum Wissenstransfer. Migration birgt aber auch Risiken, wie die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte oder die Gefahren irregulärer Migration. In Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen und -ministerien kann eine reguläre und geordnete Migration auf sicheren Wegen gestaltet werden. Davon profitieren die Herkunftsländer und Deutschland.

2. Ziel

Schlüsselakteure in Partnerländern nutzen die reguläre Migration und das Diaspora-Engagement verstärkt, um ihre Entwicklungsziele zu erreichen.

3. Vorgehensweise

Das Programm arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und wird vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung umgesetzt, einer Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit.
Den Rahmen für die Aktivitäten bilden der Globale Pakt für Migration, die Agenda 2030 sowie das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und der Nationale Aktionsplan Integration.
Das Vorhaben besteht aus drei Komponenten, wobei nicht jede Komponente in allen Ländern umgesetzt wird:

Reguläre Arbeitsmigration und Mobilität
Viele Migrant*innen, die in Deutschland gelebt und gearbeitet haben, kehren später in ihr Herkunftsland zurück, wovon lokale Arbeitgeber*innen profitieren. Das PMD unterstützt den Know-how-Transfer, z.B. durch Trainings und Gehaltszuschüsse.
Zudem informiert es potenzielle Migrant*innen über reguläre Migrationswege und die Risiken irregulärer Migration. Bei Rekrutierungen aus dem Ausland überprüft es deren Vertretbarkeit für den Arbeitsmarkt im Herkunftsland und in
Beratungszentren wird über Voraussetzungen für Arbeits- und Bildungsmigration informiert.

Diasporakooperation
Das Programm unterstützt sog. Diaspora-Fachkräfte dabei, ihre Expertise bei lokalen Institutionen einzubringen. Es fördert Diaspora-Organisationen, die mit Partnerorganisationen vor Ort eigene Projekte durchführen. Migrant*innen erhalten zudem Unterstützung bei Unternehmensgründungen in Herkunftsländern.
Zudem leisten Migrant*innen einen finanziellen Beitrag, indem sie Geld an ihre Familien überweisen. Mit dem Preisvergleichsportal geldtransfair.de erhalten sie unkompliziert eine Übersicht über die Transfergebühren verschiedener Anbieter.

Migrationsgovernance
Das PMD berät Regierungen und internationale Partner bei ihrer Politik-, Organisations- und Strategieentwicklung zum Thema Migration. Durch Trainings und den Einsatz von Expert*innen in den Institutionen wird das Personal fachlich fortgebildet und die Entwicklung und Umsetzung zukunftsfähiger Migrationspolitik wird gefördert.

4. Wirkungen

- Das Programm schließt an die Erfahrungen des Vorgängervorhabens „Migration für Entwicklung (I und II)" an. Seit dem Start des Programms „Rückkehrende Fachkräfte" in den 1980ern haben zahlreiche Arbeitgeber*innen vom Fachwissen von über 15.000 Rückkehrenden Fachkräften profitiert.
- Diaspora-Fachkräfte haben seit 2016 in 266 ehrenamtlichen Kurzzeiteinsätzen ihr Know-how in Partnerorganisationen eingebracht
- Seit 2011 haben bis zu 150 Diaspora-Organisationen eine Förderung für Projekte erhalten, die die Lebenssituation der Menschen in den Partnerländern nachhaltig verbessern
- Das privatwirtschaftliche Engagement von Migrant*innen wurde in ausgewählten Herkunftsländer gestärkt: Seit 2009 wurden über 90 Unternehmen gegründet, die zahlreiche Arbeitsplätze und Perspektiven vor Ort geschaffen haben
- Aktuell wird in sieben ausgewählten Ländern mit individuellen Beratungsangeboten und Trainings die Migrationspolitik nachfrageorientiert mitgestaltet
- Seit 2017 wurden in den Beratungszentren mehr als 46.000 Beratungsgespräche geführt
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Programme Migration & Diaspora (PMD)

1. Initial situation
According to the United Nations, around 258 million people were migrants in 2017. The commitment of migrants to the development of their countries of origin is diverse, including e.g. money transfers, business start-ups that create jobs or knowledge transfer. However, migration also involves risks, such as the emigration of qualified specialists or the dangers of irregular migration. In cooperation with employment agencies and ministries, regular and orderly migration can be organised in a secure manner. This benefits the countries of origin and Germany.

2. Objective
Key actors in partner countries are increasingly using regular migration and diaspora engagement to achieve their development goals.

3. Approach
The programme works on behalf of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development and is implemented by the Centre for International Migration and Development, a working group of the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH and the the Central Agency of Foreign and Professional Affairs (ZAV) of the Federal Employment Agency.
The Global Compact for Migration, the Agenda 2030, the Immigration of Experts Act and the National Action Plan for Integration provide the framework for the project’s activities.
The project consists of three components, although not every component is implemented in all countries:

Regular labour migration and mobility
Many migrants who have lived and worked in Germany later return to their countries of origin, which benefits local employers. PMD supports the transfer of knowledge, e.g. through training and salary subsidies.
It also informs potential migrants about regular migration routes and the risks of irregular migration. When recruiting from abroad, the programme examines if the offers are feasible for the labour market in the country of origin. Counselling centres inform about requirements for labour and educational migration.

Diaspora cooperation
The programme supports diaspora experts in contributing their expertise to local institutions. It assists diaspora organisations that carry out their own projects with local partner organisations. Migrants also receive support in setting up businesses in their countries of origin.
In addition, migrants make financial contributions by transferring money to their families. The website geldtransfair.de provides them with an uncomplicated overview of the transfer fees of various providers.

Migration Governance
PMD advises governments and international partners on policy, organisational and strategy development on migration. Within institutions, staff is educated through trainings as well as through the use of experts while the development and implementation of sustainable migration policies is promoted.

4. Impacts
- The programme follows on from the experience of the previous project "Migration for Development (I and II)". Since the beginning of the Programme "Returning Experts" in the 1980s, numerous employers have benefited from the expertise of over 15,000 Returning Experts
- Since 2016, diaspora specialists have contributed their know-how to partner organisations in 266 short-term voluntary assignments
- Since 2011, up to 150 diaspora organisations have received funding for projects that sustainably improve the living conditions of people in partner countries
- The private sector involvement of migrants has been strengthened in selected countries of origin: since 2009, more than 90 companies have been founded to create numerous jobs and prospects in the countries of origin
- Currently, migration policy in seven selected countries is being shaped in a demand-oriented manner with individual counselling services and training courses
- Since 2017, more than 46,000 consultations have been held in the counselling centres