Aufbau eines Personenstandswesens
Projektdetails
- Projektnummer:2019.2070.1
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Beate Kube beate.kube@giz.de
- Partnerländer: Kamerun
Zusammenfassung
- Ziele:
Das Innen- und Dezentralisierungsministerium, die nationale Personenstandsbehörde und ausgewählte Kommunen sind in der Lage, die Umsetzung eines inklusiven und rechenschaftspflichtigen Systems für Personenstandswesen und Bevölkerungsstatistik zu gewährleisten.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère de l'Administration Territoriale et de la Décentralisation
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 395 179 Euro
Kombifinanzierung
Korea International Cooperation Agency: 3 234 711Euro
Vorgänger-Projekt
2017.2020.0
Modernisierung des Personenstandswesens
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 25.09.2017 - 30.06.2024 - Aktuelles Projekt:01.07.2021 - 30.06.2024
Sonstige Beteiligte
- ARGE AMBERO Consulting Gesellschaft mbH-
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Hauptziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Das Meldewesen in Kamerun steht vor Herausforderungen dabei, alle Geburten und Todesfälle zu dokumentieren. Nur die Hälfte der Geburten und sehr wenige Todesfälle werden erfasst. Fehlende Geburtsurkunden führen dazu, dass Menschen später im Leben grundlegende Leistungen nicht in Anspruch nehmen können. Dazu gehören die formale schulische und berufliche Bildung, Gesundheitsversorgung sowie das Wahl- und Reiserecht. Viele Menschen können auch kein Bankkonto eröffnen und keinen Besitz erwerben. Die Probleme im Meldewesen innerhalb der Gemeinden und den zuständigen Ministerien resultieren aus verschiedenen Hindernissen für die Bevölkerung. Hierzu gehören finanzielle Gründe, die unzureichende Informationslage und große Entfernungen, die zu den zuständigen Behörden zurückgelegt werden müssen. Außerdem bestehen im Meldewesen Unterschiede bei den Geschlechtern: Die Geburt von Jungen wird häufiger registriert als die von Mädchen. Außerdem müssen unverheiratete Mütter mit Stigmatisierung seitens der Behörden rechnen. Fehlende Geburtsurkunde vereinfachen außerdem Zwangsehen und hebeln die Rechte von Frauen in informellen Beziehungen aus. Hinzukommt, dass es keine Daten über die Bevölkerung gibt, die auf einer funktionierenden Erfassung des Personenstandes beruhen. Eine funktionierende Planung mit sozioökonomischen Schwerpunkten und zur Entwicklung des Landes wird dadurch sowohl vor Ort als auch landesweit unmöglich.
Ziel
Die Gemeinden können alle Geburten und Todesfälle erfassen und stellen den Ministerien regelmäßig aktuelle Daten zur Verfügung.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt ausgewählte Gemeinden dabei, die Leistungen im Meldewesen zu verbessern. Insgesamt sollen mehr Geburten und Todesfälle gemeldet werden. Hierfür ergreift das Vorhaben die folgenden Maßnahmen:
Den Informationsaustausch verbessern und innerhalb der Bevölkerung das notwendige Bewusstsein schaffen.
Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtverwaltungen, Krankenhäusern und Gerichtshöfen verbessern.
Für die Gemeinden Aus- und Weiterbildungen und weitere Unterstützung bei der Erfassung von Personendaten anbieten.
Mit zivilgesellschaftlichen Organisationen für ein Monitoring der erbrachten Leistungen zusammenarbeiten und Beratungsleistungen zur Verfügung stellen.
Zusammen mit den Partnergemeinden und dem zuständigen Ministerium Pilotprojekte zur Digitalisierung der Datenerhebung mit der Open-Source-Software OpenCRVS schaffen.
Das Vorhaben setzt die Digitalisierungsinitiative zusammen mit der Südkoreanischen Behörde für Zusammenarbeit (South-Korean cooperation agency, KOICA) um. Gleichzeitig kofinanziert KOICA die Initiative.