Sektorvorhaben Meeresschutz

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2036.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G330 Umweltpolitik, Biodiversität, Wald
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Kap Verde, Ghana, Kenia, Madagaskar, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Senegal, Tunesien, Tansania, Südafrika

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestaltet mit den Beiträgen des Vorhabens Politikprozesse und darüber hinaus auch Umsetzungsprozesse, die dem Meeresschutz dienen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Agenda 2030, der Biodiversitätskonvention.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 800 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2022.2106.7

    Sektorvorhaben Biodiversität-Umwelt-Meere

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    14.03.2019 - 31.03.2026
  • Aktuelles Projekt:01.04.2019 - 13.02.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Weltmeere bedecken rund 71 Prozent unseres Planeten. Für eine nachhaltige Entwicklung ist der Mensch in hohem Maße auf die Meere und marine Ökosystemleistungen angewiesen – etwa für Ernährung, klimaregulierende Funktionen, Energiegewinnung, medizinische Produkte und Tourismus. Je höher die biologische Vielfalt der Meere, desto zuverlässiger stellen sie Ökosystemleistungen bereit.

Der ökologische Zustand der Weltmeere verschlechtert sich jedoch zunehmend. Trotz völkerrechtlicher Abkommen und freiwilliger Verpflichtungen werden Meere über ihre Belastungsgrenzen hinaus ausgebeutet. Die Mehrheit der weltweiten Fischbestände gilt als überfischt (31%) oder bis an ihre ökologische Grenze befischt (58%). Artenreiche Lebensräume wie Mangrovenwälder, Seegraswiesen oder Korallenriffe sind zerstört oder gefährdet.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (VN) greift den Meeresschutz mit dem Nachhaltigkeitsziel (SDG) 14 „Leben unter Wasser" auf. Dieses adressiert unter anderem die Meeresverschmutzung und den Schutz von Meeres- und Küstenökosystemen. Die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet sich seit 1992 mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) und seinen Umsetzungsinstrumenten dazu, die Biodiversität – einschließlich der Meeres- und Küstenbiodiversität – weltweit zu erhalten. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bündelt seit 2016 sein spezifisches Engagement für die Meere mit dem 10-Punkte-Aktionsplan Meeresschutz und nachhaltiger Fischerei.

Ziel
Das BMZ gestaltet mit den Beiträgen des Sektorvorhabens Politik- und Umsetzungsprozesse, die dem Meeresschutz dienen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Agenda 2030, der Biodiversitätskonvention und des 10-Punkte-Aktionsplans des BMZ.

Vorgehensweise
Das Sektorvorhaben arbeitet im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem BMZ. Um internationale Prozesse mitzugestalten und das Portfolio der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) weiterzuentwickeln, ist es notwendig, Wissen zu aktualisieren und innovative Ansätze zu erarbeiten, zu erproben und zu verbreiten. Dies erfordert eine kontinuierliche fachliche Begleitung zahlreicher für den Meeresschutz relevanter Themen und die Aufarbeitung sowie Verbreitung der langjährigen Erfahrungen der EZ.

Das Sektorvorhaben unterstützt das BMZ dabei, entwicklungspolitische Positionen zum Meeresschutz in nationale und internationale Politikprozesse einzubringen, zum Beispiel in die Verhandlungen zur Agenda 2030 oder der Biodiversitätskonvention (CBD). Es berät das BMZ zudem bei der Steuerung und Weiterentwicklung seines Portfolios zu Meeresschutz sowie bei der Umsetzung von Initiativen, um thematische Akzente zu setzen. Das Vorhaben knüpft dazu an die Erfahrungen vorhergehender Maßnahmen an. Es arbeitet konzeptionell eng mit dem Sektorvorhaben Biodiversität an Land zusammen und steht im engen Austausch mit anderen EZ-Maßnahmen und -Akteuren. Die entwicklungspolitische Praxis wird gemonitort, um Handlungswissen zu generieren und die Effektivität vorgeschlagener Konzepte und Initiativen zu gewährleisten.

Wirkungen
Mit Hilfe der professionellen Beratungsleistungen des Vorhabens gestaltet das BMZ internationale und nationale entwicklungsorientierte politische Prozesse mit und steuert sein Meeresportfolio bzw. entwickelt es weiter. Die mit Hilfe des Vorhabens erstellten und verbreiteten Strategien, Konzepte und Instrumente finden Eingang in die Umsetzung internationaler Vereinbarungen oder werden entsprechend der Schwerpunkte und politischen Steuerungsentscheidungen des BMZ in EZ-Vorhaben auf Ebene der Partnerländer genutzt.

Derzeit setzt das Vorhaben im Auftrag des BMZ die Initiative „MeerWissen – African-German Partners for Ocean Knowledge" um. Diese fördert afrikanisch-deutsche Wissenschaftskooperationen mit dem Ziel, die Informationsbasis für politische Entscheidungsträger im Sinne einer stärkeren Verankerung von Schutz und nachhaltiger Nutzung mariner Ökosysteme in nationalen Entwicklungsplänen zu verbessern. Durch die Beratungsleistung an das BMZ trägt das Vorhaben indirekt zum Meeresschutz sowie zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemleistungen der Meere und somit zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.
 

 

Projektbeschreibung (EN)


Context

The world’s oceans cover around 71 per cent of the surface area of our planet. They help to regulate our climate, produce oxygen, and also serve as transport and trade routes. Thanks to their biodiversity and productivity, they provide essential resources and ecosystem services for life on earth. Humankind is very dependent on oceans and marine ecosystem services to ensure sustainable development. We make use of marine waters for food, medical products and tourism, for example. Greater biodiversity in oceans and seas will ensure more reliable availability of ecosystem services.

However, the ecological condition of the world’s oceans is constantly deteriorating. Despite agreements under international law and voluntary commitments, marine waters are being exploited beyond the limits of what is sustainable. Most of the world’s fish stocks are either overfished (31 per cent) or have been exploited to their ecological limits (58 per cent). Biodiverse habitats such as mangrove forests, seagrass beds and coral reefs have already been destroyed or are endangered.

The UN’s 2030 Agenda for Sustainable Development tackles the issue of marine conservation in Sustainable Development Goal 14 – ‘Life below water'. This goal addresses issues such as marine pollution and the protection of marine and coastal ecosystems. Since 1992, the international community has also been committed to preserving biodiversity globally by means of the Convention on Biological Diversity and the associated implementation instruments. Marine and coastal biodiversity are also covered by this. The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) has been combining its efforts to protect the world’s oceans in its Ten-point Plan of Action for Marine Conservation and Sustainable Fisheries since 2016.

Objective

Through the contributions from this project, BMZ shapes policy and implementation processes that promote marine conservation. The focus here is primarily on the achievement of the goals of the 2030 Agenda, the Biodiversity Convention and BMZ’s Ten-point Plan of Action.

Approach

The project works on behalf of and in close consultation with BMZ. In order to help shape international processes and to advance development cooperation (DC) in the area of marine conservation, knowledge must be kept up-to-date and innovative approaches have to be developed, tested and popularised. This requires continuous expert support for numerous thematic areas that are relevant to marine conservation, together with the analysis and dissemination of many years of development cooperation experience.

The advisory project supports BMZ in ensuring that development policy positions on marine conservation are taken into account in national and international policy processes, such as negotiations on the 2030 Agenda or the Biodiversity Convention. It also advises BMZ on the steering and advancement of development cooperation in the field of marine conservation and on the implementation of initiatives that focus attention on certain thematic areas. The project builds on the experience of previous measures. It works closely with the ‘Biodiversity on land’ advisory project in terms of conceptual development and also engages in a comprehensive exchange with other DC measures and actors. Development policy work is monitored in order to generate practical knowledge and ensure the effectiveness of the suggested concepts and initiatives.

Reslut

With the aid of professional advisory services provided by the project, BMZ helps to shape international and national development-oriented policy processes, and steers and further develops its marine portfolio. For example, the project develops instruments and draft strategies and concepts as part of its advisory services. In accordance with the priority areas and policy decisions of BMZ, these serve as inputs for the implementation of international agreements or are used in DC projects at the level of partner countries.

The project is currently implementing the MeerWissen – African-German Partners for Ocean Knowledge initiative on behalf of BMZ. This initiative fosters African-German research cooperation with the aim of improving the information basis that is available to policy-makers. With this foundation in place, the protection and sustainable use of marine ecosystems can be more effectively mainstreamed in national development plans. Through the advisory services provided to BMZ, the project contributes indirectly to marine conservation and to the sustainable use of marine ecosystem services, and thus also to sustainable development.