Deutscher TZ-Beitrag zur Umsetzung der InsuResilience Globalen Partnerschaft (Klimarisikoversicherung)

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2014.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G320 Klima und Klimapolitik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Verbreitung marktorientierter, armuts- und gendersensibler Klimarisikoversicherungs (KRV)-Lösungen in Entwicklungsländern durch die Akte der InsuResilience-Initiative ist katalysiert und international sichtbar.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Es handelt sich um ein überregionales Sektorvorhaben

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:8 589 889 Euro

Kombifinanzierung

  • GAC Global Affairs Canada - Dept. of For. Aff., Trade and Develop.: 245 870Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2016.2021.0

    Deutscher TZ-Beitrag zur Umsetzung der InsuResilience Globalen Partnerschaft (Klimarisikoversicherung)

Nachfolger-Projekt

  • 2022.2007.7

    Sekretariat zur Unterstützung des Globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    09.03.2016 - 31.03.2027
  • Aktuelles Projekt:01.10.2019 - 30.10.2022

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    41010 Umweltpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

InsuResilience Global Partnership: Versicherungen zum Schutz gegen die Folgen des Klimawandels

Klima, Umwelt, Management natürlicher Ressourcen

Beschreibung
Das Vorhaben unterstützt den Aufbau von Klimarisikoversicherungen und deren Finanzierung in Ländern, die vom Klimawandel bedroht sind.

Keywords
Klimarisikoversicherung, Klimaanpassung, Katastrophenrisikomanagement, Klimarisikomanagement, InsuResilience

Bezeichnung
Sekretariat zur Umsetzung der InsuResilience Globalen Partnerschaft für Risikofinanzierung und Klimarisikoversicherungen (InsuResilience Global Partnership for Climate and Disaster Risk Finance and Insurance Solutions)

Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Global

2019 bis 2022

Ausgangssituation
Extremwetterereignisse und andere Klimarisiken bedrohen die Lebensgrundlage vieler Menschen. Allein 2017 verursachten Katastrophen Schäden in Höhe von 350 Milliarden US-Dollar weltweit, für das Jahr 2018 werden sie auf 155 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Besonders betroffen sind arme Länder: Sie verfügen über einen niedrigen Staatshaushalt und sind stark abhängig von Wirtschaftsbereichen, die durch extreme Klimaereignisse und Naturkatastrophen besonders gefährdet sind, etwa die Landwirtschaft. Hinzu kommt, dass sich die Länder auf Katastrophen nur bedingt vorbereiten können, weshalb das Ausmaß humanitärer Not in diesen Ländern höher ist als in Industrieländern. Besonders betroffen sind arme und einkommensschwache Haushalte , denn ihre Möglichkeit, die Folgen abzufedern, sind gering oder nicht vorhanden.
Klimarisikoversicherungen bieten finanziellen Schutz gegen die negativen Folgen von Extremwetterereignissen, die durch den Klimawandel immer häufiger und intensiver werden. Die InsuResilience Initiative wurde dafür 2015 im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft ins Leben gerufen. Bei der Weltklimakonferenz im November 2017 in Bonn wurde die G7-Initiative zu einer Globalen Partnerschaft ausgebaut (InsuResilience Global Partnership). Diese bringt Vertreter der G20 und der V20 (The Vulnerable Twenty Group: die 20 Länder, die am stärksten von der Erderwärmung betroffen sind) mit Vertretern internationaler Organisationen, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft an einen Tisch. Beim UN-Klimagipfel 2019 haben sich die Teilnehmer*innen unter anderem auf die Vision 2025 geeinigt. Es handelt sich um einen sechsjährigen Arbeitsplan mit ambitionierten Zielen, der den weiteren Ausbau von Instrumenten der Klimarisikoversicherung und -finanzierung national und international durch diese globale Partnerschaft vorsieht. Ein Sekretariat zur Unterstützung der Partnerschaft soll dabei zentrale Akteure zusammenbringen, politische Sichtbarkeit fördern und entscheidende Impulse für den Wissensaufbau und –transfer liefern.

Ziel und Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert die internationale Verbreitung von marktorientierten und armuts- sowie gendersensiblen Lösungen für Klimarisikoversicherung in Entwicklungsländern durch die Akteure der InsuResilience Global Partnership. Es arbeitet national und international mit öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Akteuren, um entsprechende Kompetenzen aufzubauen. In früheren Projektphasen hat das Vorhaben am Aufbau und der Koordination eines Sekretariates gearbeitet. Seit 2016 leites es das Sekretariat. Es ist vor allem für die strategische und organisatorischen Unterstützung der Partnerschaft und ihrer Mitglieder sowie die Vernetzung von relevanten Akteuren eingerichtet worden. Weiterhin unterstützt das Vorhaben Entscheidungsträger*innen in Entwicklungsländern, indem es sie zu geeigneten Finanzierungslösungen berät
Das Vorhaben begleitet in seiner Funktion als Sekretariat das höchste Steuerungsgremium der Partnerschaft, die High-Level Consultative Group (HLCG), bei der Steuerung und dem jährlichen Rückblick sowie der Wirkungsbetrachtung der Aktivitäten. Dabei organisiert, begleitet und dokumentiert es vor allem die regelmäßigen Treffen der HLCG.
Wegen seiner Vernetzung fördert das Sekretariat eine enge Zusammenarbeit unter den Mitgliedern der globalen Partnerschaft. Es unterstützt verschiedene Arbeitsgruppen beim Austausch von Wissen zu Instrumenten, die finanziellen Schutz gegen Naturkatastrophen bieten. Es stellt verlässliche Daten zur Überprüfung der Wirkungen der Partnerschaftsaktivitäten zur Verfügung und greift erfolgsversprechende Trends und Innovationen auf, die zur Weiterentwicklung des Themas Klimarisikofinanzierung und -versicherung beitragen können. Weiterhin arbeitet das Projekt im Bereich von direkten Versicherungslösungen. Dabei sichern sich Privatpersonen oder Unternehmen gegen Risiken ab und erhalten im Schadensfall direkt Hilfe, also zum Beispiel gegen Ernteausfälle. Das Vorhaben analysiert, entwickelt und verbreitet Ansätze und Fachwissen zu derartigen Instrumenten.
Um die Wirkung der Partnerschaft zu messen, entwickelt das Sekretariat zusammen mit akademischen Partnern und seinen Mitgliedern ein Monitoring- und Evaluierungssystem weiter, mit dem die Fortschritte und Ergebnisse der Partnerschaft hinsichtlich ihrer Zielerreichung erfasst und berichtet werden können.

Wirkungen
Wirkungen aus vorherigen Projektphasen werden durch das Vorhaben weiter gefestigt und ausgebaut. Seit 2016 hat sich die Initiative zu einer größeren Partnerschaft entwickelt. Sie ist stark gewachsen und hat mittlerweile über 70 Mitglieder:
- In der InsuResilience Global Partnership arbeiten Vertreter*innen der G20, der 20 einflussreichsten Industrie- und Schwellenländer, zusammen mit Vertreter*innen der V20 sowie Vertreter*innen internationaler Organisationen, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft und der Forschung an einem Tisch.
- Die Globale Partnerschaft wird mittlerweile als Forum zum Austausch und zur Verknüpfung sowie der Entwicklung von Lösungen wahrgenommen. Das höchste Steuerungsgremium ist mit hochrangingen Persönlichkeiten besetzt, die in ihrer politischen Botschafterfunktion die Mission der Partnerschaft entsprechend weitertragen und in die globale Anpassungsarchitektur einbetten sollen.
- Die Bedarfe von Frauen werden im Vorhaben besonders berücksichtigt, da es genderspezifische Unterschiede der Anfälligkeit gegenüber Klimarisiken gibt. Durch zwei Studien und eine Arbeitsgruppe, die Gender Working Group, kann die Partnerschaft nun konkrete Ansätze entwickeln. Dadurch werden Barrieren beim Zugang zu Versicherungsschutz für Frauen abgebaut.
- Die Tagung InsuResilience Global Partnership Forum versammelt mittweile eine aktive Gemeinschaft zum Erfahrungsaustausch und zur Präsentation von guten Beispielen aus der Praxis. Auf der Tagung entstehen neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sowie neue Allianzen. Seit 2017 findet sie jährlich statt.
- Die Program Alliance wurde neu gegründet. Sie vereint die Aktivitäten des Centre for Disaster Protection, der Global Risk Financing Facility und des InsuResilience Solutions Fund. Das Programm wird vom britischen Department for International Development (DFID), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Weltbank und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Auch ein Sekretariat ist Teil der Program Alliance. Die Partner verfügen über eine breite Palette von Fachlösungen oder entwickeln diese.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Secretariat of the Global Partnership for Climate and Disaster Risk Finance and Insurance Solutions (InsuResilience)

German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ)

Extreme weather events and other climate risks are threatening many people’s livelihoods. In 2017 alone, natural disasters caused damage worth USD 350 billion worldwide; for 2018, the figure is estimated at USD 155 billion.
Poor countries are especially hard-hit: they have small national budgets and are highly dependent on economic sectors that are at especially high risk from extreme weather events and natural disasters, such as agriculture. These countries also have limited capacity to prepare for disasters, so the scale of humanitarian crises is greater there than in industrialised countries. Low-income households are especially vulnerable, as they have little or no means of mitigating the impact of such crises.
Climate risk insurance offers financial protection against the negative consequences of extreme weather events, which are becoming more frequent and more intense as a result of climate change. This is why the InsuResilience initiative was launched in 2015 during the German Presidency of the G7. The global Climate Change Conference in Bonn in November 2017 took this G7 initiative further and launched the InsuResilience Global Partnership. This brings together representatives of the G20 and the V20 (the Vulnerable Twenty Group: the 20 countries most severely affected by global warming) and representatives of international organisations, the private sector, civil society and academia. At the UN Climate Change Summit in 2019, the participants adopted Vision 2025, a six-year work plan with ambitious goals aimed at the further national and international development by this global Partnership of climate risk finance and insurance instruments. The Partnership is supported by a Secretariat, whose role is to enhance the visibility of the InsuResilience Global Partnership, to foster communication and cooperation among all relevant actors of the Partnership and to facilitate knowledge management.

The resilience of developing countries to climate-related events has been improved. There is greater protection for the lives and livelihoods of people particularly susceptible to the impact of climate change and natural disasters.
The Secretariat has advanced the strategic development of the InsuResilience Global Partnership and supported efforts to implement needs-based and poverty- and gender-sensitive climate and disaster risk finance and insurance by the partners as part of a comprehensive climate risk management plan that ensures international visibility.

The project promotes the international dissemination of market-oriented and poverty- and gender-sensitive solutions for climate risk insurance in developing countries by stakeholders within the InsuResilience Global Partnership. It works at national and international levels with public, private and civil society stakeholders to build the requisite capacity. In previous phases, the project worked on developing and coordinating a Secretariat. The Secretariat has managed the project since 2016. It was set up primarily to provide strategic and organisational support for the Partnership and its members and facilitate networking between the stakeholders. The project also supports decision-makers in developing countries by providing advice on suitable financing solutions.
In its role as Secretariat, the project assists the Partnership’s highest steering body, the High-Level Consultative Group (HLCG), providing guidance, helping draw up the annual review and assessing the impact of activities. It also organises, attends and, particularly, documents the HLCG’s regular meetings.
Its networking means that the Secretariat is able to promote close collaboration between Global Partnership members. It supports a number of working groups to share knowledge about instruments offering financial cover for natural disasters, provides reliable data enabling the impact of the Partnership’s activities to be assessed, and tracks promising trends and innovations that could help advance the issue of climate risk finance and insurance.
To measure the impact of the Partnership, the Secretariat is developing a monitoring and evaluation system in collaboration with academic partners and Partnership members for documenting and reporting on the progress and results of the Partnership in relation to its objectives.

The results of previous project phases are being consolidated and developed. Since 2016, the initiative has developed into a broader partnership. It has grown rapidly and now has more than 70 members.
- In the InsuResilience Global Partnership, representatives of the G20 – the 20 most influential industrial countries and emerging economies – and representatives of the V20 and of international organisations, the private sector, civil society and academia come together around the same table.
- The Global Partnership is now perceived as a forum for exchange and networking as well as for developing solutions. Its High-Level Consultative Group is made up of high-ranking individuals who, in their role as political ambassadors, act as multipliers for the Partnership’s mission and embed it in the global strategy for adapting to climate change.
- The project takes particular account of women’s needs, reflecting gender-specific differences in susceptibility to climate risk. On the basis of two studies and one working group (the Gender Working Group), the Partnership is now in a position to develop gender-specific strategies, which is helping to dismantle the obstacles that prevent women from obtaining insurance cover.
- The InsuResilience Global Partnership Forum conference now comprises an active community who share experiences and present examples of good practice. The conference provides new opportunities for working together and building new alliances. It has taken place every year since 2017.
- The Program Alliance has been set up. It brings together the activities of the Centre for Disaster Protection, the Global Risk Financing Facility and the InsuResilience Solutions Fund. The programme is funded by the United Kingdom Department for International Development (DFID), the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), the World Bank and KfW Development Bank. The Program Alliance also has a Secretariat. The partners have a broad range of specific solutions at their disposal or are in the process of developing them.