Sektorvorhaben Erhalt der Biodiversität an Land

Projektdetails

  • Projektnummer:2019.2003.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G330 Umweltpolitik, Biodiversität, Wald
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Sektorvorhaben, China VR, Namibia, Sambia

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestaltet mit den Beiträgen des Vorhabens Politikprozesse und darüber hinaus auch Umsetzungsprozesse, die dem Erhalt der Biodiversität an Land dienen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung der Ziele der Agenda 2030 und der Biodiversitätskonvention.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:12 946 326 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2022.0

    Umsetzung der Biodiversitätskonvention

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.12.1993 - 30.04.2023
  • Aktuelles Projekt:01.04.2019 - 30.04.2023

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    41030 Biodiversität

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Die biologische Vielfalt (Biodiversität) umfasst die genetische Vielfalt, Artenvielfalt und Vielfalt von Ökosystemen und ist die Grundlage unseres Lebens. Viele entwicklungspolitische Ziele wie Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung, Klimaschutz und -anpassung hängen von Ökosystemleistungen ab. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist daher eine der wichtigsten Voraussetzungen für nachhaltige Entwicklung. Das gilt vor allem in den Ländern der (Sub-)Tropen, die etwa 80 Prozent der weltweiten Biodiversität beherbergen und deren Wirtschafts- und Lebensgrundlage wesentlich von der biologischen Vielfalt abhängen. Der zunehmende Verlust an Biodiversität gefährdet allerdings unsere wirtschaftliche, soziale und kulturelle Basis und bedroht die Entwicklung aller zukünftigen Generationen.

Der Erhalt der Biodiversität ist deshalb eine globale Aufgabe und hat eine vergleichbare Dimension wie der Klimaschutz. Er spiegelt sich als zentrale entwicklungspolitische Herausforderung in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen wider. Das Nachhaltigkeitsziel 15 – „Leben an Land" – adressiert spezifisch den Schutz der terrestrischen Biodiversität und die nachhaltige Nutzung von Landökosystemen. Die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet sich seit 1992 mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) und seinen Umsetzungsinstrumenten dazu, die Biodiversität weltweit zu erhalten.

Ziel

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestaltet mit den Beiträgen des übergreifenden Vorhabens Politik- und Umsetzungsprozesse, die dem Erhalt der Biodiversität an Land dienen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erreichen der Ziele der Agenda 2030 und der CBD.

Vorgehensweise

Um internationale und nationale Prozesse mitzugestalten und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Bereich Erhalt der Biodiversität an Land weiterzuentwickeln, ist es notwendig, Wissen zu aktualisieren und innovative Ansätze zu erarbeiten, zu erproben und zu verbreiten. Dies erfordert eine kontinuierliche fachliche Begleitung zahlreicher biodiversitätsrelevanter Themen und die Aufarbeitung sowie Verbreitung der langjährigen Erfahrungen der EZ.

Das Vorhaben unterstützt das BMZ dabei, entwicklungspolitische Positionen zum Erhalt der Biodiversität an Land in nationale und internationale Politikprozesse einzubringen, zum Beispiel in die Verhandlungen zur Agenda 2030 oder der CBD. Es berät das BMZ bei der Steuerung und Weiterentwicklung der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Biodiversitätserhalt sowie bei der Umsetzung von Initiativen, so setzt es thematische Akzente. Das Vorhaben knüpft dazu an die Erfahrungen vorhergehender Maßnahmen an. Es arbeitet konzeptionell eng mit dem übergreifenden Vorhaben „Meeresschutz" zusammen und steht im engen Austausch mit anderen EZ-Maßnahmen und -Akteuren. Die entwicklungspolitische Praxis wird erfasst und überprüft, um Handlungswissen zu generieren und die Effektivität vorgeschlagener Konzepte und Initiativen zu gewährleisten.

Wirkung

Mit Hilfe der professionellen Beratungsleistungen des Vorhabens gestaltet das BMZ internationale und nationale entwicklungsorientierte politische Prozesse mit, steuert sein biodiversitätsrelevantes Portfolio beziehungsweise entwickelt dieses weiter. Beispielsweise erarbeitet und verbreitet es im Rahmen der BMZ-Beratung Strategien, Konzepte und Instrumente. Diese finden Eingang in die Umsetzung internationaler Vereinbarungen oder werden – entsprechend der Schwerpunkte und politischen Steuerungsentscheidungen des BMZ – in EZ-Vorhaben auf Ebene der Partnerländer genutzt.

Derzeit setzt das Vorhaben im Auftrag des BMZ und zusammen mit dem Word Wide Fund For Nature (WWF) eine Initiative um, die die Nachfrage von Elfenbein in China reduzieren soll. Ziel ist es, die Wilderei von Elefanten einzudämmen. Durch die Beratungsleistung an das BMZ trägt das Vorhaben indirekt zum Erhalt der Biodiversität sowie zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemleistungen und somit zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Biological diversity (biodiversity), which comprises genetic diversity, species diversity and diversity of ecosystems, is the foundation on which human life depends. Numerous development-policy goals such as food security, poverty reduction, climate change mitigation and adaptation depend on eco-system services. Conservation of biological diversity is therefore one of the most crucial factors that sustainable development hinges on. This is especially true in (sub)tropical countries, which are home to around 80 per centof biodiversity worldwide and where both the economy and people’s livelihoods substantially rely on it. However, the increasing loss of biodiversity is endangering the very founda-tions of our economic, social and cultural life and threatening the development of all future genera-tions.

Conservation of biodiversity is therefore a global task and has a similar dimension to climate change mitigation. It is reflected as a key challenge to development in the United Nations’ 2030 Agenda for Sustainable Development. Sustainable Development Goal 15 – Life on Land – specifically addresses the protection of terrestrial biodiversity and sustainable use of terrestrial ecosystems. Since 1992, with the Convention on Biological Diversity (CBD) and its implementation instruments, the international community has been committed to preserving biodiversity around the globe.

Objective

Based on the contributions of the cross-border project, the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) is designing political and implementation processes that serve to preserve terrestrial biodiversity. It places particular emphasis on achieving the goals of the 2030 Agenda and the CBD.

Approach

In order to help shape international and national processes and further develop German development cooperation in the area of preserving terrestrial biodiversity, it is necessary to update knowledge and to develop, test and promulgate innovative approaches. This requires ongoing expert support for nu-merous biodiversity-related issues as well as analysis and dissemination of long-term development cooperation experience.

The project is supporting BMZ in incorporating development policy positions on conservation of ter-restrial biodiversity into national and international political processes, for example into negotiations relating to the 2030 Agenda or the CBD. It is advising BMZ with regard to managing and refining de-velopment cooperation in the area of biodiversity conservation and also with regard to implementing initiatives, thus setting thematic priorities. For this purpose, the project draws on the experience gained with previous measures. In terms of concept, it works in close collaboration with the cross-border Marine Conservation project and maintains a close dialogue with other development coopera-tion measures and actors. Development policy practice is recorded and reviewed in order to generate practical knowledge and ensure that proposed concepts and initiatives are effective.

Results

With the aid of the professional advisory services provided by the project, BMZ is helping to shape international and national development-oriented political processes, managing and refining its biodi-versity-related portfolio. For example, as part of these advisory services, it is developing and promul-gating strategies, concepts and instruments. These are being incorporated into the implementation of international agreements or used – in accordance with the priorities and policy steering decisions of BMZ – in development cooperation projects at the level of the partner countries.

At present, on behalf of BMZ, the project is working with the Worldwide Fund For Nature (WWF) to implement an initiative to reduce the demand for ivory in China. The aim is to stem elephant poaching. By providing advisory services to BMZ, the project is indirectly contributing to biodiversity conserva-tion and sustainable use of ecosystem services, and thus also to sustainable development.