Ländliche Entwicklung und Anpassung an den Klimawandel (ADAPTATE III)
Desarollo Rural y Adaptacion al Cambio Climatico (ADAPTATE III)
Projektdetails
- Projektnummer:2018.2243.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Guatemala
Zusammenfassung
- Ziele:
Staatliche Institutionen und Kommunen in Abstimmung mit privatwirtschaftlich organisierten Gruppen und Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen erfüllen Vorgaben und Zielsetzungen zur Anpassung an den Klimawandel und ländlicher Entwicklung im Rahmen gesetzlicher Vorschriften, Verfahren und internationalen Verpflichtungen Guatemalas in kohärenter Weise
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerio de Ambiente y Recursos Naturales
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:7 923 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2166.8
Anpassung der ländlichen Entwicklung an den Klimawandel (ADAPTATE II)
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 14.12.2012 - 19.06.2024 - Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 19.06.2024
Sonstige Beteiligte
- Arge GOPA Worldwide Consultants GmbH-
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Hauptziel
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31110 Landwirtschaftspolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Guatemala trägt lediglich 0,5 Prozent zu den weltweiten Emissionen von Treibhausgasen (THG) bei. Aufgrund seiner geografischen Lage ist das Land jedoch besonders anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels. Hurrikane und schwere Regenfälle treten vermehrt auf und überdies dauern Dürren länger. Experten erwarten, dass dem Land bis 2050 mit den steigenden Temperaturen 30 Prozent weniger Wasser zur Verfügung steht.
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in ländlichen Gebieten besonders schwerwiegend. Bereits jetzt besteht vielerorts Wassermangel. 95 Prozent der Oberflächengewässer sind zudem verunreinigt. Darüber hinaus fehlen in Guatemala vor allen Dingen in den ländlichen Kommunen Sachverständige für ein Management der Wasserversorgung. Besonders Kleinbäuerinnen und Kleinbauern leiden: Ausbleibender Regen senkt die Ernteerträge. Sie verfügen nicht über die technischen oder finanziellen Mittel, um dieser Entwicklung zum Beispiel durch Sammelbecken von Regenwasser entgegen zu wirken.
Das Land hat es sich bereits zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel durchzuführen. Mit dem Nationalen Klimawandelrat verfügt Guatemala über ein Organ, das die Planung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zum Klimawandel steuert. Dennoch geht die Umsetzung nur schleppend voran. Beteiligte Vertreter*innen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Staat müssen sich besser abstimmen. Viele Institutionen, so beispielsweise das Umweltministerium, sind personell zu schwach aufgestellt.
Ziel
Vorgaben und Ziele zur Anpassung an den Klimawandel und zur ländlichen Entwicklung sind erfüllt. Gesetzliche Rahmenbedingungen und internationalen Verpflichtungen Guatemalas sind dabei beachtet worden und in zusammenhängender Weise umgesetzt.
Vorgehensweise
Das Programm zielt darauf ab, ein Gleichgewicht zwischen der Nutzung und dem Schutz der Naturressourcen herzustellen. Dazu unterstützt das Projekt Maßnahmen, die eine effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen vor Ort fördern, wie zum Beispiel der Schutz vor Bodenerosion in der Landwirtschaft oder die Einrichtung kleiner Regenwassersammelsysteme.
Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben die verschiedenen Akteure dabei, bestehende Mechanismen wie Inhalte des Klimaaktionsplans in Planungen von zuständigen Ministerien zu integrieren und sie institutionell zu verankern. Dabei soll vor allem der Klimawandelrat unterstützt werden, der alle Beteiligten koordiniert. Hierzu fördert das Vorhaben beispielsweise die Planungs- und Priorisierungsfunktion von Kommunalverwaltungen und dezentralen Entwicklungsräten. Diese sollen Maßnahmen in die Budgetplanungen aufnehmen, sodass die Kommunen sie umsetzen. Davon profitiert vor allem die ländliche Bevölkerung, die besser auf veränderte klimatische Bedingungen vorbereitet wird.
Außerdem fördert das Vorhaben die Weiterentwicklung und Umsetzung von Dienstleistungen und Weiterbildungen zur Anpassung an den Klimawandel in den Themenbereichen Landwirtschaft, Umwelt und Risikomanagement. Diese Maßnahmen richten sich vor allem an landwirtschaftliche Betriebe, Bildungseinrichtungen und staatliche Institutionen.
Darüber hinaus ist geplant, ein Monitoring System für die Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln und umzusetzen: Daten über Klimaveränderungen und umgesetzte Maßnahmen können so erhoben werden. Alle Kommunen Guatemalas können ihre Risikoanfälligkeit dadurch besser bewerten und präventiv handeln.
Um erzielte Wirkungen langfristig zu erhalten, entsteht ein Wissensmanagementsystem zur Anpassung an den Klimawandel. Dieses wird im Umweltministerium sowie in der nationalen Planungsbehörde verankert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Guatemala contributes a mere 0.5 per cent to global greenhouse gas emissions. However, due to its geographical location, the country is particularly susceptible to the effects of climate change. Hurricanes and heavy rainfall are now more frequent, and droughts last longer. By 2050, experts predict that the country will lose 30 per cent of its water resources due to rising temperatures.
The effects of climate change are particularly severe in rural regions, with many areas already experiencing water shortages. To make matters worse, 95 per cent of surface water is contaminated, and there are not enough people with the expertise required to manage water supply systems, especially in Guatemala’s rural municipalities. Small farmers are the worst affected. The lack of rainfall reduces their yields, and they do not have the technical or financial resources to mitigate the problem, for instance by creating reservoirs to store rainwater.
Guatemala is already committed to implementing climate change adaptation measures and has established a National Council on Climate Change to oversee the planning and implementation of the National Climate Change Action Plan. Despite this, the pace of implementation is slow, and there is a clear need for more effective coordination between the private sector, civil society, the academic community and the state. Many institutions, including the Ministry of Environment, are understaffed.
Objective
With regard to climate change adaptation and rural development, the prescribed action has been taken and the corresponding objectives met. This has been achieved in a coherent manner with due regard for the legal framework and Guatemala’s international obligations.
Approach
The programme aims to create a balance between the use and protection of natural resources. To this end, the project supports activities that promote the efficient local use of natural resources, for example protecting against soil erosion in agriculture or setting up small rainwater collection systems.
In addition, the project supports the work of various stakeholders to integrate existing mechanisms, such as those in the Climate Change Action Plan, into the plans of the responsible ministries and to mainstream them at institutional level. This mainly involves supporting the National Council on Climate Change, which coordinates all the stakeholders. One way that the project does this is by strengthening the capacity of municipal administrations and decentralised development councils to plan and prioritise appropriate measures. The intention is for these bodies to incorporate such measures into their budget plans for subsequent implementation by the municipalities. This will primarily benefit those living in rural areas as they will be better prepared for changes in the climate.
The project also promotes the further development and implementation of services and training courses on climate change adaptation in the fields of agriculture, the environment and risk management. These measures are predominantly aimed at agricultural enterprises, training establishments and government institutions.
There are plans to develop and implement a climate change adaptation monitoring system to facilitate the collection of data on climatic changes and the measures taken in response. This will enable all municipalities in Guatemala to better assess their exposure to risk and take preventive action.
To ensure that the project has a lasting impact, a climate change adaptation knowledge management system is being created. This will be mainstreamed in the Ministry of Environment and the national planning authority.
Projektbeschreibung (ES)
Situación de partida
Guatemala aporta solamente el 0,5 % de las emisiones mundiales de gases de efecto invernadero (GEI). Sin embargo, por su ubicación geográfica, Guatemala es un país particularmente vulnerable a los impactos del cambio climático. Los huracanes y las fuertes lluvias ya han aumentado, y los períodos de sequía se han vuelto más prolongados. Los expertos estiman que para el año 2050, el país va a disponer de un 30 % menos de agua, debido al aumento de las temperaturas.
Los efectos del cambio climático son especialmente graves en las zonas rurales. Ya hay escasez de agua en muchos lugares, a lo que se suma que el 95 % de las aguas superficiales están contaminadas. Además, en Guatemala, especialmente en las comunidades rurales, falta personal experto para la gestión de los sistemas de suministro de agua. Los pequeños agricultores y agricultoras son quienes más sufren: la escasez de lluvia reduce los rendimientos de los cultivos. Carecen de los recursos técnicos o financieros necesarios para hacer frente a esta situación, por ejemplo, a través de depósitos para almacenar agua de lluvia.
El país ya se ha fijado la tarea de implementar medidas para adaptarse al cambio climático. El Consejo Nacional de Cambio Climático de Guatemala es la institución encargada de supervisar la planificación y la implementación del Plan de Acción Nacional de Cambio Climático. Sin embargo, la implementación solo avanza lentamente. Es preciso que los y las representantes involucrados del sector privado, la sociedad civil, el sector científico y el Gobierno se concierten mejor. Muchas instituciones, como el MARN, cuentan con una dotación de personal insuficiente.
Objetivo
Se cumplen las pautas y los objetivos de adaptación al cambio climático y de desarrollo rural. En este contexto, las condiciones marco legales y las obligaciones internacionales de Guatemala se han respetado y aplicado de manera coherente.
Procedimiento
El programa está enfocado a lograr un equilibrio entre el uso y la protección de los recursos naturales. Con este fin, el proyecto apoya medidas que promueven el uso eficiente de los recursos naturales a nivel local, como la protección contra la erosión del suelo en la agricultura o la instalación de pequeños sistemas de recolección de agua de lluvia.
Además, el proyecto apoya a los diversos actores para integrar los mecanismos existentes, como los contenidos del Plan de Acción Nacional de Cambio Climático, en la planificación de los ministerios competentes y lograr su consolidación a nivel institucional. En particular, se apoyará al Consejo Nacional de Cambio Climático, que coordina a todas las partes involucradas. Para este propósito, el proyecto promueve, por ejemplo, las funciones de planificación y priorización de los Gobiernos locales y los Consejos de Desarrollo descentralizados. Estos deben incluir medidas en la planificación del presupuesto, a fin de que los municipios las implementen. Ello beneficiará sobre todo a la población rural, que estará mejor preparada para responder a condiciones climáticas cambiantes.
Asimismo, el proyecto fomenta el perfeccionamiento e implementación de servicios y cursos de capacitación para la adaptación al cambio climático en las áreas de agricultura, medio ambiente y gestión de riesgos. Estas medidas están dirigidas principalmente a explotaciones agrícolas, centros educativos e instituciones estatales.
Además, está previsto desarrollar e implementar un sistema de seguimiento para la adaptación al cambio climático. De esta manera, se podrán recopilar los datos sobre el cambio climático y las medidas implementadas. Todos los municipios de Guatemala podrán evaluar mejor su vulnerabilidad y actuar de manera preventiva.
A fin de mantener a largo plazo los efectos logrados, se establecerá un sistema de gestión de conocimientos para la adaptación al cambio climático en el MARN, así como en el ente de planificación del Estado.