Unterstützung von Dezentralisierung und lokaler Entwicklung als Beitrag zur Friedensförderung in Libyen

SML II (Namensgebung ggue. EU)

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2181.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Libyen

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Steuerung der Dezentralisierung und der inklusiven lokalen Entwicklung in Libyen zur adäquaten Erbringung von Basisdienstleistungen sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für lokale Regierungsführung

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:23 870 000 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 10 000 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2022.2191.9

    Stärkung von Gemeinden als Beitrag zur Friedensförderung in Libyen

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    17.07.2019 - 30.06.2028
  • Aktuelles Projekt:01.08.2019 - 22.07.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Libyen wurde 2015 eine nationale Einheitsregierung gebildet. Diese wurde von den Vereinten Nationen offiziell anerkannt, jedoch nicht von allen innerlibyschen Gruppierungen und internationalen Akteuren akzeptiert. 2021 gelang es, die „Regierung der Nationalen Einheit" zu etablieren, um in Vorbereitung auf Neuwahlen die politische Spaltung des Landes zu überwinden.
Gewaltkonflikte und wechselnde Machtkonstellationen verschlechterten die Basisdienstleistungen. Der dezentrale Staatsaufbau Libyens ist seit 2012 per Gesetz verankert. Er soll Kommunen mehr Eigenverantwortung ermöglichen, um Dienstleistungen wie die Müllentsorgung und das Management öffentlicher Plätze zu verbessern. Allerdings fehlt eine systematische Strategie sowie notwendiges Fachwissen und Finanzierungsverfahren für Kommunen, um die Dezentralisierung umzusetzen. Erste richtungsweisende Dekrete wurden jedoch bereits verabschiedet, um Funktionen zu dezentralisieren.


Ziel

Der Dezentralisierungsprozess und die inklusive lokale Entwicklung sind in Libyen verbessert, sodass Basisdienstleistungen erbracht werden.


Vorgehensweise

Das Vorhaben schafft günstigere Voraussetzungen für Dezentralisierungsreformen im Land.

Dafür berät es das Ministerium für Lokalverwaltung und das Generalsekretariat des hohen Rates für Lokalverwaltung. Diese werden befähigt den Reformprozess zu koordinieren und politische Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Das Vorhaben pilotiert zudem Foren und Kommunikationsmaßnahmen, um den Dialog zwischen nationalen und kommunalen Handlungsträger*innen und , Vertreterinnen libyscher Frauen zu fördern.

Auf lokaler Ebene stärkt das Vorhaben das Fachwissen lokaler Entscheidungsträger*innen aus Verwaltung und Zivilgesellschaft in 26 Partnerkommunen . Dafür wird ein nationales Trainingsinstitut aufgebaut. Basisdienstleistungen werden pilothaft gefördert wie durch den Aufbau lokaler Entwicklungs- und Trainingszentren für Frauen und Beratung in der Müllversorgung. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen werden lokalgestärkt. Somit werden vulnerable Gruppen wie Frauen und Migrant*innen in lokale Entwicklungsbelange einbezogen. Der Dialog zwischen den Kommunen und der Zivilgesellschaft wird dafür gefördert. Mit den Partnerkommunen werden außerdem Modelle zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen entwickelt, die sich an nationalen rechtlichen Vorgaben orientieren. Die Modelle haben hohe Priorität für einen nachhaltigen Dezentralisierungsprozess.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

A Government of National Accord was formed in Libya in 2015 following the outbreak of the civil war. This was officially recognised by the United Nations, but it was not accepted by all groups within Libya and international stakeholders. In 2021 the Government of National Unity was established to overcome the political division in the country in preparation for new elections.
Violent conflicts and changing power constellations have caused the standard of basic services to decline. The decentralised structure of the Libyan state has been enshrined in law since 2012. This aims to give municipalities greater responsibility in order to improve services such as waste disposal and the management of public places. However, there is no systematic strategy in place, and municipalities are lacking the necessary expertise and financing to put decentralisation into practice. Initial forward-looking decrees have been passed to decentralise functions.


Objective

The decentralisation process and inclusive local development have improved in Libya, and basic services can therefore be delivered.


Approach

The project creates more favourable conditions for decentralisation reforms in the country.

In this context, it advises the Ministry of Local Government and the General Secretariat of the High Council of Local Administration. They are supported in coordinating the reform process and developing political framework conditions. The project also pilots forums and communication measures to promote dialogue between national and municipal players and representatives for Libyan women.

At a local level, the project strengthens the specialist knowledge of local decision-makers from public administration and civil society in 26 partner municipalities. A national training institute is being established to support this. Basic services are being promoted in pilot projects, such as efforts to establish local development and training centres for women and advisory services for waste disposal. Civil society organisations, too, are being strengthened at a local level. Vulnerable groups such as women and migrants are therefore being involved in local development matters. With this in mind, dialogue between municipalities and civil society is being improved. Furthermore, models for financing public services based on national legal regulations are being developed with the partner municipalities. The models are a high priority in order to achieve a sustainable decentralisation process.