Schutz und nachhaltige Nutzung von Waldökosystemen und Biodiversität

ProFEB

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2093.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Laos

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Behörden und nichtstaatliche Akteure haben in Kooperation miteinander die Voraussetzungen zum nachhaltigen Management der Waldressourcen und der Biodiversität verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Agriculture and Forestry

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 735 309 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2016.2009.5

    Schutz und nachhaltige Nutzung von Waldökosystemen und Biodiversität

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2030.3

    Schutz und nachhaltige Nutzung von Waldökosystemen und Biodiversität

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    03.08.2017 - 30.06.2027
  • Aktuelles Projekt:01.04.2019 - 30.05.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Biodiversitätskonvention

    Hauptziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    31210 Forstpolitik und -verwaltung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Natürliche Ressourcen spielen für den Klimaschutz und die wirtschaftliche Entwicklung von Laos eine entscheidende Rolle. Durch illegalen Holzeinschlag, Wilderei und die Vergabe großflächiger Landkonzessionen für Staudämme, Bergbau und Plantagen gehen bedeutende Waldflächen verloren. Dies stellt eine große Bedrohung für die große Artenvielfalt der Flora und Fauna in der Region dar und beschleunigt insbesondere den Klimawandel. Die damit einhergehende Verringerung der Ökosystemleistungen verursacht eine Reihe sozialer Probleme und ökologischer Schäden, die vor allem die ärmsten Bevölkerungsgruppen treffen, deren Existenz oftmals von intakten Wäldern abhängt.
Obwohl der Staat den Umweltschutz zunehmend in den Mittelpunkt seines Handelns rückt, konnten Behörden und nichtstaatliche Akteure bisher nur teilweise zusammenarbeiten, um die Rahmenbedingungen für die Anpassung an den Klimawandel, das verantwortliche Handelns im Forstsektor sowie das nachhaltige Management der Waldressourcen zu verbessern.

Ziel
Behörden und nichtstaatliche Akteure verbessern in Kooperation miteinander die Voraussetzungen zum nachhaltigen Management der Waldressourcen und Biodiversität. Staatliche Institutionen gewinnen dadurch Zugang zu zusätzlichem Know-how, während die Lokalbevölkerung stärkere Kontrolle über die natürlichen Ressourcen und damit sicherere Lebensbedingungen erlangt.

Vorgehensweise
Das Programm unterstützt die Regierung von Laos bei der Aushandlung eines Partnerschaftsabkommens mit der EU über die Durchsetzung des Forstrechts, Politikgestaltung und Handel im Forstsektor (forest law enforcement, governance and trade - FLEGT). In dem Abkommen werden die Verpflichtungen und Maßnahmen vereinbart, mit denen beide Vertragspartner gegen illegalen Holzeinschlag vorgehen und die Regierungsführung im Forstsektor verbessern wollen. Dieser partizipative Entscheidungsprozess bezieht Regierungsstellen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Holzwirtschaft und lokale Gemeinschaften mit ein.
Das Programm unterstützt die UNESCO-Welterbe-Nominierung des Schutzgebiets Hin Nam No und die Umsetzung eines kooperativen Managements als Modell für andere Schutzgebiete in Laos. Durch kollaboratives Management bringt das Programm Behörden und lokale Gemeinschaften („Wächterdörfer") zusammen, um den Schutz und die effektive Verwaltung des Gebiets zu gewährleisten. Um die Lebensgrundlagen der Bewohner der Wächterdörfer zu verbessern und das Management dieses Gebietes nachhaltig zu finanzieren, werden gemeinsam mit der Privatwirtschaft Rahmenbedingungen für die Tourismusentwicklung geschaffen. Die Nominierung des Gebietes mit dem Phong Nha Ke Bang Nationalpark in Vietnam zum grenzüberschreitenden UNESCO-Weltnaturerbe trägt dazu bei, den Schutz der Ökoregion Nordannam-Regenwald zu festigen.
Um den Schutz von Wald und Biodiversität durch den FLEGT- und UNESCO-Prozess zu unterstützen, konzentriert sich der dritte Handlungsbereich auf die Verbesserung der Kenntnisse und die Förderung einer positiveren Einstellung der lokalen Bevölkerung und von Behördenvertretern zu Umwelt und Biodiversität. Die Unterstützung der Kapazitätsentwicklung im Bereich der Umweltbildung auf nationaler Ebene wird mit Informations- und Lernprozessen in den Provinzen, Bezirken und Dörfern verbunden.

Als gemeinsame Initiative der laotischen Regierung und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich das Programm auf die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zum besseren Management der Waldressourcen und der biologischen Vielfalt und baut auf den Ergebnissen und Erfahrungen früherer deutsch-laotischer Projekte auf. Es bringt Interessenvertreter auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene zusammen, stimmt ihre Strategien und Ansätze aufeinander ab und wirkt sich damit positiv auf die Gesamtqualität des Managements natürlicher Ressourcen aus. Durch die aktive Beteiligung von Nichtregierungsorganisationen integriert diese gemeinsame deutsch-laotische Initiative einen zusätzlichen Partner, um die Ziele des Programms zu erreichen und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.

Wirkungen
Die Verhandlungen über ein freiwilliges Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und der laotischen Regierung sind weit fortgeschritten. Zwischen den beteiligten Ministerien wurden Kooperationsstrukturen aufgebaut, die für eine partizipative Steuerung der Prozesse genutzt werden. Die aktive Beteiligung der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft wird von den laotischen Behörden erleichtert. Bei der Festlegung von Definitionen für den legalen Holzeinschlag wurden große Fortschritte erzielt.
Die laotischen Behörden für Schutzgebiete erproben erfolgreich ein kollaboratives Managementsystem für das Schutzgebiet Hin Nam No. Seit 2014 werden regelmäßig Informationen über den Stand der Erhaltung in dem Gebiet gesammelt und verbreitet. Auf der Grundlage auf der laufenden Entwicklung eines Rahmens für die Tourismusentwicklung durch öffentlich-private Gemeinschaftspartnerschaften werden Vereinbarungen zwischen den Interessengruppen des Managements und privaten Investoren erleichtert. Aufbauend auf der technischen Beratung durch das Programm hat die laotische Regierung den Prozess der UNESCO-Naturerbe-Nominierung im Jahr 2016 konzipiert und eingeleitet.
Durch Umweltbildung und die zusammen mit den Kooperationspartnern eingeführten Umweltkommunikationsstrukturen und -prozesse hat ProFEB die Medienberichterstattung über Umweltfragen sowie die Nationale Strategie für Umwelt- und Klimawandelbildung und -bewusstsein (NSECEA) verbessert. In einer für das Land beispiellosen Zusammenarbeit setzen die lokale Zivilgesellschaft und Regierungsstellen die Umweltbildungsmaßnahmen gemeinsam um.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Natural resources play a crucial role in environmental protection and economic development in Laos. Illegal logging, poaching and large-scale land concessions for dams, mining and plantations are resulting in significant loss of forest areas. This poses a major threat to the great diversity of flora and fauna in the area and especially accelerates climate change. The associated reduction in ecosystem services causes a number of social and ecological issues, which particularly affect the poorest of the population, whose existence often depends on intact forests.
Although the state has increasingly put emphasis on environmental protection, until now public authorities and non-state actors have only partly been able to work together to improve the basic conditions for the adaptation to climate change, good stewardship in the forestry sector and the sustainable management of forest resources.

Objective
Working together, authorities and non-state actors have improved conditions for the sustainable management of forest resources and biodiversity. State institutions have thereby gained access to additional know-how, while the local population has gained greater control over the natural resources and achieved more secure living conditions.

Approach
The programme supports the Government of Laos in negotiating a partnership agreement with the EU on forest law enforcement, governance and trade (FLEGT). The agreement sets out the legal obligations and the measures to be taken by both parties to combat illegal logging and improve governance in the forestry sector. This participatory decision-making process involves government agencies, civil society organisations, the timber industry and local communities.
The programme supports the UNESCO World Heritage nomination of the protected area Hin Nam No and the implementation of collaborative management as a model for other protected areas in Laos. Through collaborative management, the programme brings together authorities and local communities ("guardian villages"), to ensure the protection and effective management of the area. To improve the livelihoods of the guardian villages’ residents and sustainably finance the management of this area, a framework for tourism development is being established with the private sector. The nomination of the area as a transboundary UNESCO natural World Heritage Site with Phong Nha Ke Bang National Park in Viet Nam works towards consolidating conservation of the Northern Annamite Rainforest Ecoregion.
To support forest and biodiversity protection through the FLEGT and UNESCO process, the third field of action focuses on increasing knowledge of and fostering more positive attitudes towards the environment and biodiversity among the local population and representatives of authorities. It links capacity development support in the field of environmental education at national level with informative and learning processes in the provinces, districts and villages.
As a joint initiative of the Lao Government and German Development Cooperation, the programme focuses on strengthening cooperation between state and non-state actors to achieve better management of forest resources and biodiversity and builds on the results and experiences of previous Lao-German projects. It brings together stakeholders from national, provincial and local level, aligns their strategies and approaches, and thereby positively impacts the overall quality of natural resource management. By actively involving non-governmental organisations, this joint Lao-German initiative integrates an additional partner for the achievement of the programme’s objectives as well as long-lasting results.

Impact
The Voluntary Partnership Agreement negotiations between the EU and the Lao Government are well advanced. Cooperation structures have been established between the ministries involved, which are used for a participatory steering of the processes. The active involvement of the private sector and civil society is facilitated by the Lao authorities. Great progress has been made with respect to the development of timber legality definitions.
The Lao protected area authorities are successfully piloting a collaborative management system for Hin Nam No National Protected Area. Information about the status of conservation in the area has been collected and disseminated on a regular basis since 2014. Based on the ongoing development of a framework for tourism development through public-private-community-partnerships, agreements between the management stakeholders and private investors are facilitated. Based on technical advice from the programme, the government of Laos framed and initiated the UNESCO natural World Heritage nomination process in 2016.
Through environmental education and the introduction of environmental communication structures and processes with the cooperation partners, ProFEB has improved media coverage on environmental issues as well as the National Strategy on Environmental and Climate Change Education and Awareness (NSECEA). In a cooperation arrangement, which is unprecedented for the country, local civil society and government agencies are jointly implementing the environmental education measures.