Violence Prevention Programme - TC Component
Project details
- Project number:2018.2076.0
- Status:Projekt beendet
- Responsible Organisational unit: 1300 Südliches Afrika
- Contact address: Transparency team transparenz@giz.de
- Partner countries: South Africa
Summary
- Objectives:
Conditions for Conditions for implementing the White Paper on safety and security are improved.
- Client:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Project partner:
Department for Cooperative Governance
- Financing organisation:
not available
Volume of commission
- Financial commitment for the actual implementation phase:8 641 234 Euro
Cofinancing
GAC Global Affairs Canada - Dept. of For. Aff., Trade and Develop.: 3 541 234Euro
Previous project
2014.2082.7
Gewaltpräventionsprogramm
Follow-on project
- not available
Term
- Entire project:
(including all previous, current and following project implementation phases, if existing) 28.09.2011 - 30.12.2024 - Actual project implementation phase:01.07.2019 - 30.12.2024
other participants
- not available
Further information
- Project websitesnot available
Policy markers
- Gender Equality
Significant (secondary) policy objective
- Democratic and inclusive governance
Principal (primary) policy objective
CRS code
15110 Public sector policy and administrative management
Evaluation
not availableProject description (DE)
Ausgangssituation
Die Mobilität und Lebensqualität der Menschen sowie ihre Teilhabe am öffentlichen Leben und an der nachhaltigen Entwicklung des Landes sind eng mit den Themen Sicherheit und Freiheit von Gewalt und Kriminalität verknüpft. In Südafrika ist die hohe Gewaltrate eines der größten Hindernisse für die Entwicklung des Landes. Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren leicht gebessert hat, nimmt das Land in internationalen Gewaltstatistiken noch immer einen Spitzenplatz ein. Eine extreme Ungleichheit, hohe Arbeitslosigkeit, der unzureichende Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen sowie fehlende Zukunftsperspektiven, insbesondere für junge Menschen, begünstigen die Gewalt in der südafrikanischen Gesellschaft. Hinzu kommen die Folgen einer sozial und räumlich segregierten Stadtentwicklung während der Zeit der Apartheid.
Ziel
Die Voraussetzungen für die Schaffung von sicheren Gemeinden mit besonderem Schwerpunkt auf Gewalt- und Kriminalitätsprävention sind mit Unterstützung der nationalen und regionalen Ebene verbessert.
Vorgehensweise
Eine effektive Gewaltprävention erfordert die Mitwirkung von vielen verschiedenen Bereichen, wie z. B. soziale Entwicklung, Jugendsozialarbeit, Stadtentwicklung, Bildungs- und Polizeiarbeit sowie aller staatlichen Ebenen. Daher verfolgt das Projekt „Inklusive Gewaltprävention" (Inclusive Violence and Crime Prevention, VCP) einen integrierten, ganzheitlichen und partnerorientierten Ansatz zur Unterstützung der Gewalt- und Kriminalitätsprävention in Südafrika. Das Vorhaben arbeitet auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene mit der südafrikanischen Regierung sowie mit relevanten Akteuren der Zivilgesellschaft zusammen, um die Umsetzung der südafrikanischen Sicherheitspolitik vor Ort zu verbessern. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Stärkung der Handlungsfähigkeit der Lokalregierungen und der Zivilgesellschaft, insbesondere in den Provinzen Eastern Cape und Gauteng, mit Fokus auf den städtischen Ballungsräumen. Das Projekt ist in drei Handlungsfeldern tätig, die einander ergänzen:
• Schließen der Umsetzungslücke. In Einklang mit den Empfehlungen des Nationalen Entwicklungsplans und des Weißbuchs zu den Themen Sicherheit und Gefahrenabwehr unterstützt das Projekt eine stärkere vertikale und horizontale Zusammenarbeit zwischen den Regierungsebenen und Sektorministerien, um politische Maßnahmen auf lokaler Ebene besser umzusetzen. Dabei ist entscheidend, dass Klarheit im Hinblick auf Zuständigkeiten und Funktionen sowie die Mittelverwendung zwischen den drei staatlichen Ebenen erreicht wird.
• Vernetztes Denken und Handeln. Das Projekt entwickelt und stärkt Plattformen, die dem Wissensaustausch, der Vernetzung und der Zusammenarbeit innerhalb der Regierung sowie zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren dienen. Die Zusammenarbeit zwischen Akteuren auf nationaler, Provinz- und lokaler Ebene sowie zwischen unterschiedlichen Sektoren wird im Sinne eines integrierten Ansatzes der Gewaltprävention gefördert. Dabei handelt es sich um ein zentrales Element des Weißbuchs zu den Themen Sicherheit und Gefahrenabwehr.
• Aktive Jugend für sichere Gemeinden. Das Projekt stärkt jugendzentrierte Ansätze und fördert die aktive Beteiligung junger Menschen an der Gewaltprävention. Der Fokus liegt dabei auf zwei Handlungsfeldern: schulischen Präventionsprogrammen und Freiwilligenarbeit von Jugendlichen für die Sicherheit in der Gemeinde.
Wirkungen
Das Vorhaben hat im Rahmen der Umsetzung des nationalen Weißbuchs zu den Themen Sicherheit und Gefahrenabwehr drei neue Unterstützungsmaßnahmen für die Lokalregierungen eingeführt: eine Einführungsschulung und einen Leitfaden für neu gewählte Gemeinderäte, die sie über ihre Funktionen und Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Sicherheit in der Gemeinde informiert. Hinzu kommt ein Online-Tutorial für Sicherheitsfachkräfte sowie ein von der Provinzregierung geleitetes Schulungsprogramm für Gemeindebeamte, anhand dessen die Beamten die Entwicklung und Umsetzung von lokalen, partizipativen Sicherheitsplänen für die Gemeinden erlernen können. Durch die Schulungen in mehr als 34 Gemeinden konnten bereits mehr als 350 Beamte erreicht werden. Gleichzeitig werden 10 Gemeinden in den Provinzen Eastern Cape und Gauteng intensiv bei der Entwicklung von wirksamen Sicherheitsplänen unterstützt.
Im Rahmen der Politikberatung wurden die Themen Gewaltprävention und urbane Sicherheit in die nationale Stadtentwicklungspolitik integriert. Ferner wurde in Großstädten gemeinsam mit Partnern die Umsetzung entsprechender Pilotmaßnahmen zur Sicherheit im öffentlichen Raum unterstützt. Darüber hinaus fördert das Projekt eine Plattform für Peer-Learning und gemeinsame Lobbyarbeit von Städten zum Thema urbane Sicherheit, die vom South African Cities Network betreut wird.
Im Weißbuch zu den Themen Sicherheit und Gefahrenabwehr wird ein integrierter Ansatz zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention befürwortet, der auf einer fundierten Wissens- und Faktenbasis sowie auf zivilgesellschaftlichen Partnerschaften beruht. Eine in diesem Zusammenhang zentrale Maßnahme ist das Onlineportal Safer Spaces, das vom Polizeidienstlichen Zivilsekretariat gemeinsam mit einer Beratungsgruppe aus Vertreten von Regierung und Zivilgesellschaft verwaltet wird. Die Website ist die landesweit wichtigste Plattform für den Wissensaustausch und die Verbreitung von bewährten Praktiken im Bereich Gewalt- und Kriminalitätsprävention. Die Website wird zunehmend von staatlichen Institutionen, NGOs und anderen Interessengruppen genutzt. Bis 2019 haben sich 264 Praktiker bei der Website registrieren lassen, die ihre jeweilige Expertise zu relevanten Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt, Drogenkonsum, Bandenkriminalität sowie Kriminalprävention durch Gestaltung der Umgebung einbringen.
In Zusammenarbeit mit der südafrikanischen Polizei werden von den Anlaufstellen für jugendliche Freiwillige an den Polizeiwachen Schulungen zur Qualifizierung und Einbindung von Jugendlichen durchgeführt. Die Schulungen befähigen junge Menschen dazu, aktiv zum Wandel in ihren Wohnvierteln beizutragen. Bislang wurden an den Polizeiwachen 140 junge Freiwillige sowie über 50 Polizisten in ihrer Funktion als Mentoren geschult. Dies hat dazu geführt, dass 27 aktive Anlaufstellen für jugendliche Freiwillige in den Provinzen Gauteng und Eastern Cape Präventions- und Sensibilisierungsinitiativen in den Gemeinden durchgeführt haben. Darüber hinaus wurden durch das zusammen mit der NGO Masifunde Learner Development entwickelte und umgesetzte Programm Youth for Safer Communities über 8.000 Jugendliche an 40 Schulen in der Metropolgemeinde Nelson Mandela Bay in die Lage versetzt, sich aktiv an der Umsetzung von Maßnahmen zur Gewaltprävention in ihrem Viertel zu beteiligen.
Project description (EN)
Context
The mobility and quality of life of people as well as their participation in public life and in the sustainable development of the country are closely linked to the topics of security and freedom from violence and crime. In South Africa, the high level of violence is one of the biggest obstacles to the country's development. Although the situation has improved slightly in recent years, the country still occupies a leading position in international violence statistics. Extreme inequality, high unemployment, inadequate access to public services and lack of future prospects, especially for young people, favor the violence in South African society. Added to this are the consequences of socially and spatially segregated urban development during the apartheid era.
Objective
The conditions for creating safe communities, with a particular focus on violence and crime prevention, have improved with the support of the national and regional levels.
Approach
An effective prevention of violence requires the participation of many different areas, such as: social development, youth social work, urban development, educational and police-work and all levels of government. Therefore, the Inclusive Violence and Crime Prevention (VCP) project is pursuing an integrated, holistic, and partner-oriented approach to support violence and crime prevention in South Africa. The project works with the South African Government and relevant civil society actors at national, regional and local levels to improve the implementation of South African security policy on the ground. The project focuses on strengthening the capacity of local governments and civil society to act, especially in the Eastern Cape and Gauteng provinces, with a focus on urban agglomerations. The project operates in three fields of action that complement each other:
-Close the implementation gap. In line with the recommendations of the National Development Plan and the White Paper on Safety and Security, the project supports greater vertical and horizontal cooperation between the levels of government and sector ministries in order to better implement policies at local level. It is crucial to achieve clarity in terms of responsibilities and functions, as well as the use of funds between the three levels of government.
- Connected thinking and acting. The project develops and strengthens platforms for knowledge sharing, networking and cooperation within government, as well as between state and non-state actors. Cooperation between actors at national, provincial and local levels, as well as between different sectors, is promoted in the sense of an integrated approach to violence prevention. This is a key element of the White Paper on Safety and Security.
-Active youth for safe communities. The project strengthens youth-centred approaches and promotes the active participation of young people in the prevention of violence. The focus is on two fields of action: school prevention programs and voluntary work by young people for community safety.
Results
The project has introduced three new support measures for local governments as part of the implementation of the National White Paper on Safety and Security: an introductory training session and a guide for newly elected local councils, informing them about their community security functions and responsibilities. In addition, there is an online tutorial for security professionals, as well as a provincial government-run community officer training program that allows officials to learn how to develop and implement local community participatory security plans. Through training in more than 34 communities, more than 350 civil servants have already been reached. At the same time, 10 communities in the Eastern Cape and Gauteng provinces are being actively supported in developing effective security plans.
Within the framework of policy advice, the topics of violence prevention and urban security were integrated into national urban development policy. In addition, the implementation of corresponding pilot measures for public safety in cities was supported together with partners. In addition, the project promotes a platform for peer-learning and urban lobbying for urban security, managed by the South African Cities Network.
The White Paper on Safety and Security advocates an integrated approach to violence and crime prevention based on well-founded knowledge and evidence and on civil society partnerships. A key action in this context is the online portal Safer Spaces, which is managed by the Civil Police Civil Secretariat, together with an advisory group of government and civil society representatives. The website is the country's premier platform for knowledge sharing and dissemination of best practices in the area of violence and crime prevention. The website is increasingly being used by government institutions, NGOs and other stakeholders. By 2019, 264 practitioners have registered with the site, bringing their respective expertise on relevant issues such as gender-based violence, drug use, gang crime and crime prevention through the design of the environment.
In co-operation with the South African police, youth volunteer contact points at the police stations provide training for young people's qualification and involvement. The training enables young people to actively contribute to change in their neighbourhoods. So far, 140 young volunteers and more than 50 police officers have been trained as mentors at the police stations. As a result, 27 active contact points for youth volunteers in the Gauteng and Eastern Cape provinces have implemented community-based prevention and awareness-raising initiatives. In addition, the Youth for Safer Communities program, developed and implemented in partnership with the Masifunde Learner Development NGO, has enabled more than 8,000 young people at 40 schools in the Nelson Mandela Bay metropolitan community to actively engage in violence prevention activities in their area participate.