Promotion of the Management of Sunderbans-Mangrove Forest in Bangladesh

Project details

  • Project number:2018.2071.1
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: 2B00 Asien II
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Bangladesh

Summary

  • Objectives:

    The forest authority as well as parts of the population and local authorities that fall under the co-management scheme of the project region apply co-management methods, SMART and ecological monitoring as tools for the sustainable management of the Sundar

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Ministry of Environment, Forest and Climate Change

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:4 000 000 Euro

Cofinancing

  • not available

 

Previous project

  • 2013.2258.5

    Förderung des Managements der Sunderbans-Mangrovenwälder für Biodiversität und verbesserte Anpassungsmöglichkeiten

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    19.02.2015 - 12.08.2022
  • Actual project implementation phase:01.05.2019 - 12.08.2022

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Biodiversity

    Principal (primary) policy objective

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

  • Democratic and inclusive governance

    Significant (secondary) policy objective

  • Climate Change: Adaptation

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    41030 Biodiversity

 

Project description (DE)

Ausgangssituation
Die weitgehend unbeeinträchtigten Mangrovenwälder in den Sundarbans in Bangladesch gehören zu den letzten Lebensräumen einer gesunden Population des bedrohten Bengalischen Tigers und bieten darüber hinaus 315 verschiedenen Vogelarten sowie den gefährdeten Flussdelfinen ein Zuhause. Das Gebiet umfasst etwa 6.000 Quadratkilometer Primärwald, der zusammen mit dem kleineren indischen Teil der Sundarbans den größten geschlossenen Mangrovenwald der Welt bildet. Ein großer Teil des „Sundarbans Reserved Forest" ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und hat den Status eines RAMSAR-Feuchtgebiets.
Die Sundarbans erbringen wesentliche Ökosystemdienstleistungen. 4,5 Millionen Menschen leben in Dörfern an der Grenze zu den Sundarbans. Die Fischerei, das Sammeln von Honig und der Holzeinschlag bilden die wichtigsten Lebensgrundlagen. Damit ist die Bevölkerung in hohem Maße vom Wald abhängig. Die Sundarbans sind zudem Laich- und Aufzuchtgebiet für verschiedene Fischarten, Garnelen und andere Wassertiere und leisten dadurch einen großen Beitrag zum Fischreichtums des Golfs von Bengalen. Vor diesem Hintergrund ist der Schutz der Sundarbans nicht zuletzt eine Frage der regionalen und internationalen Ernährungssicherheit.
Die direkten Ressourcennutzer sind an der Bewirtschaftung der Wälder bislang kaum beteiligt. Zwar bestehen keine dauerhaften Siedlungen im eigentlichen Waldgebiet, doch werden die Sundarbans durch menschliche Aktivitäten durchaus beeinträchtigt. So wird das Ökosystem durch nicht nachhaltige Formen der Fischerei sowie durch Wilderei bedroht. Außerdem ist das Waldreservat durch umweltschädliche Methoden in der Landwirtschaft und die zunehmende Industrialisierung des nahen Hinterlands weiter unter Druck geraten.
Für Weltnaturerbestätten fordert die UNESCO ein systematisches ökologisches Monitoring, um zu ermitteln, wie sich menschliche Aktivitäten und natürliche Veränderungen auf den Wald auswirken. Zu diesem Zweck muss ein aktuelles Monitoring-System eingeführt werden. Das Projekt hat die Absicht, die örtliche Bevölkerung in die Maßnahmen zum Schutz des riesigen Mangrovenwaldgebiets einzubinden.
Ziel
Das Bangladesh Forest Department (BFD, Waldbehörde von Bangladesch), das dem Ministry for Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC, Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel) angegliedert ist, wird durch die Beteiligung der örtlichen Ressourcennutzer*innen dazu befähigt, die Mangrovenwälder nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu werden effiziente und standardisierte Prozesse für Patrouillenfahrten eingeführt und ein fachgerechtes ökologisches Monitoring realisiert.
Vorgehensweise
Auf der Grundlage der bewährten Praktiken und Lernerfahrungen aus dem Vorgängerprojekt verfolgt das Projekt „Förderung des Managements der Sundarbans-Mangrovenwälder" (SMP II) einen mehrstufigen Ansatz:
Die Hauptzielgruppen sind arme Gemeinden und direkte Ressourcennutzer*innen, darunter auch Landlose. Durch die Stärkung der Strukturen für eine gemeinsame Bewirtschaftung der Sundarbans sollen der Schutz und die nachhaltige Nutzung des Waldes verbessert werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Rolle, die Frauen dabei spielen. Gut organisierte Nutzergruppen werden dazu befähigt, ihre Rechte geltend zu machen, und erkennen die Vorteile des Naturschutzes. Sie werden dazu ermutigt, mit Waldbehörden, Dienstleistern und Fördereinrichtungen zusammenzuarbeiten. Frauen spielen in diesem Prozess eine entscheidende Rolle.
Eine solide Kenntnis der in den Sundarbans geltenden Vorschriften und Regeln ist nicht nur für die Ranger, sondern auch für die Ressourcennutzer unerlässlich. Beide Gruppen beteiligen sich an Veranstaltungen wie den „Fish for Future Fairs". Unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Beiträge aller Beteiligten arbeitet das Projekt an einer aktualisierten Fassung des offiziellen Integrated Resource Management Plan (IRMP 2030, integrierter Ressourcenmanagementplan 2030), der den Schutz und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Sundarbans gewährleisten soll.

Der so genannte Frontline Ranger und verschiedene Ausbilder der Waldbehörde werden in der Anwendung des Spatial Monitoring and Reporting Tool (SMART) geschult, das in der vorangegangenen Projektphase erfolgreich getestet wurde. Mit dem Tool können Daten über rechtswidrige Aktivitäten, Biodiversität, Patrouillenrouten und Fischfanggeräte erhoben, gespeichert und ausgewertet werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen in eine nationale SMART-Strategie einfließen.
Die Einführung eines systematischen ökologischen Monitorings in den Sundarbans ist ein neuer Ansatz, der im Wesentlichen dazu beitragen soll, mögliche Auswirkungen auf das Ökosystem zu bewerten und vorherzusagen und angemessene Abhilfemaßnahmen zu entwickeln. Darüber hinaus bildet das ökologische Monitoring eine Voraussetzung für die Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbestätte. Das Projekt beabsichtigt, ein Modell für ein ökologisches Monitoring zu entwickeln, das sich für eine flächendeckende Einführung in den gesamten Sundarbans eignet (Up-Scaling). Eine kompetente technische Arbeitsgruppe in der Waldbehörde wird die Qualität und Weiterentwicklung des ökologischen Monitorings überwachen.
Künftig können die Waldmanager*innen und andere Entscheider*innen ihre Entscheidungen anhand der erhobenen Daten treffen und begründen. Die Datenbank wird in der Waldbehörde von einer eigens dafür eingerichteten Abteilung (RIMS) verwaltet.
 

 

Project description (EN)

Context and challenges

Bangladesh’s part of the largely undisturbed Sundarbans Mangrove forests remains one of the last habitats of healthy populations of the endangered Bengal Tiger, 315 bird species, the endangered Ganges dolphin and the Irrawaddy dolphin. This area encompasses about 6,000 square kilometers of primary forest, which is, together with the smaller Indian part of the Sundarbans, the largest patch of mangrove forests in the world. This "Sundarbans Reserve Forest" is partly declared an UNESCO world heritage site and the entire Sundarbans are RAMSAR site. It provides tremendous ecological services such as contributing essentially to the high productivity of the Bay of Bengal that accounts for 7% of the entire world’s fish catch. The forest supports the livelihoods of more than 4.5 million people living in small villages within a 5 km range along the outer boundary of the Sundarbans although there are no permanent settlements within the forests. However, the lack of participation of resource users in the management of this unique ecosystem as well as the practical difficulties to patrol and enforce law in these vast forests are challenging the sustainable conservation. In addition, there is a lack of proper ecological monitoring as required for UNESCO world heritage sites in order to assess and forecast the consequences of different kinds of impact on the Sundarbans.

Overall objective and expected impact of the Sundarbans Forests Management Project

The Bangladesh Forest Department (BFD) under the Ministry for Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) is mandated to manage the Sundarbans in a sustainable manner by involving local resource users, by conducting efficient patrolling and by implementing ecological monitoring. The SMP aims for a stronger role of resource users and women in this co-managing approach.

Approach

Built on best practice and lessons learned from the antecedent project (SMP 1, 2015-19), this project focus on three components:
•The strengthening of Co-Management structures and processes in the Sundarbans with special emphasis on the role of poor resource users and women
•The strengthening of conservation law enforcement and monitoring through the efficient use of the "Spatial Monitoring and Reporting Tool (SMART)" which was successfully tested in SMP 1.
•The introduction of systematic Ecological Monitoring (EM) in the Sundarbans.

The approach of participating governance of the Sundarbans is to develop capacity of practitioners at all levels from frontline ranger to trainer to decision maker.

Expected results

The SMART digital tool collects, stores and analyses data on illegal activities, biodiversity, key-species, patrol routes, control of fishing gears and other management actions. A pool of master-trainer will be created to ensure a high quality of performance of ranger patrols. SMP aims for national standards. With the experience and input of all stakeholders we are working on an updated version of the official Integrated Resource Management Plan (IRMP 2030) towards a sustainable use and strong conservation of the Sundarbans. Well-organised resource user groups are enabled to claim their rights, collaborate with the forest department and have better access to service provider and funding agencies. Women will also play a key-role in this co-management process. A showcase of Ecological Monitoring is established and ready to be upscaled to the entire Sundarbans and a technical workgroup at the Forest Department is overseeing the quality and further developments in EM. At the forest department, a specialised unit – the RIMS – will manage a data platform and be enabled to process data from SMART and EM in a way which supports interpretation and decision making.