Stärkung d. Gesundheitsstrukturen im Bereich Familienplanung u. SRGR

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2048.9
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Burundi

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Qualität der Versorgung mit Diensten der Sexuellen und Reproduktiven Gesundheit und Rechte ist in den Provinzen Mwaro, Muramvya und Gite gestiegen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Programme Nationale de Santé de la Reproduction

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:11 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2203.6

    Stärkung der Gesundheitsstrukturen insbesondere im Bereich Familienplanung u. SRGR

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    30.08.2012 - 30.07.2023
  • Aktuelles Projekt:01.07.2018 - 30.07.2023

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    13020 Förderung reproduktiver Gesundheit

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Mit einer Bevölkerungsdichte von 437 Menschen pro Quadratkilometer und anhaltend hohem Bevölkerungswachstum nimmt der Druck auf die natürlichen und wirtschaftlichen Ressourcen in Burundi weiter zu. 2018 brachte eine Frau im Durchschnitt 5,5 Kinder zur Welt, dies ist eine der höchsten Geburtenraten weltweit. Nur knapp 23 Prozent der Bevölkerung nutzen moderne Methoden zur Empfängnisverhütung und zur Familienplanung (Kontrazeptiva). Das Bevölkerungswachstum bringt auch das Schul- und Gesundheitswesen an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.

Über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Genderbasierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist verbreitet. Soziokulturelle Gegebenheiten verhindern einen positiven Umgang mit Themen wie Sexualaufklärung und Familienplanung. Die burundische Regierung hat angesichts dieser Situation erklärt, vorrangig das Bevölkerungswachstum eindämmen zu wollen sowie die sexuelle und reproduktive Gesundheit zu verbessern. Beides wurde zur nationalen Priorität erklärt. Ebenfalls sollen die damit verbundenen Rechte (SRGR) geachtet werden.

Ziel

Die Qualität der Versorgung mit Diensten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) ist in den Provinzen Mwaro, Muramvya und Gitega verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben orientiert sich am nationalen Entwicklungsplan und unterstützt das Nationale Programm für reproduktive Gesundheit (PNSR) dabei, seinen Strategieplan umzusetzen. Es ist in den Provinzen Mwaro, Muramvya und Gitega tätig. Das Vorhaben umfasst zwei Handlungsfelder:

—Stärkung der Kompetenzen der Gesundheitsdistrikte und Gesundheitszentren bei der Umsetzung eines angepassten Qualitätsmanagements
Das Vorhaben plant und führt einen Qualitätswettbewerb durch, an dem die Gesundheitszentren teilnehmen können.
Qualitätsassistent*innen der Gesundheitsdistrikte begleiten die Gesundheitszentren dabei, ihre Ressourcen im Sinne einer verbesserten Qualität einzusetzen. Im Mittelpunkt des Veränderungsprozesses steht das Personal des Gesundheitszentrums. Anhand von Fragebögen bewerten sie die Qualität der eigenen Dienstleistungen, vor allem zu Familienplanung, sexuell übertragbaren Krankheiten, sexualisierter Gewalt und Sexualaufklärung auch für Jugendliche und junge Erwachsene. Sie erarbeiten gemeinsam einen Plan zur Verbesserung und überprüfen dessen Umsetzung. Eine Jury legt die Gewinner des Wettbewerbs fest. Der gesamte Prozess wird von Expert*innen des Vorhabens begleitet. Geplant ist, Methoden und Handreichungen aus dem Qualitätswettbewerb an die Gesundheitsdistrikte zu übergeben.

—Sensibilisierung junger Menschen für SRGR durch Netzwerke aus Zivilgesellschaft, verschiedenen Sektoren (Bildungseinrichtungen, Kommunen, Kirchen/Gemeinden, staatliches Familienzentrum) und Konfessionen
Das Vorhaben unterstützt insgesamt 29 Netzwerke, die im Wirkungskreis der Gesundheitszentren gegründet wurden. In diesen Netzwerken sind neben dem Gesundheitszentrum und der Kommune, auch Schulen, Familienzentren sowie Nichtregierungsorganisationen und religiöse Führer vertreten. Durch die Arbeit der Netzwerke werden vor allem junge Menschen und besonders schutzbedürftige Gruppen zu den Themen SRGR, Familienplanung, sexuell übertragbare Krankheiten sowie sexuelle und genderbasierte Gewalt aufgeklärt. Außerdem wurde ein Verein für alleinstehende junge Mütter gegründet, in dem diese sich gegenseitig unterstützen und auf Augenhöhe Aufklärungsarbeit für junge Frauen und Mädchen leisten. Des Weiteren unterstützt das Vorhaben den Dialog zwischen religiösen Führern untereinander und mit den Gesundheitszentren.

Wirkungen

Seit 2013 stieg in den drei Provinzen des Projektgebietes die Anzahl der Nutzer*innen von modernen Verhütungsmitteln von 59.738 im Jahr 2015 auf 64.991 im Jahr 2017 (Quellen: PNSR, 2016; PNSR, 2018).
Bisher haben 68 Gesundheitszentren freiwillig am Qualitätswettbewerb teilgenommen. Die Zentren verbesserten beispielsweise die Warteräume und verkürzten die Wartezeiten. Sie achteten zunehmend auf die Standards zu Vertraulichkeit (vor allem für Jugendliche). Die Hygiene in den Zentren wurde ebenfalls verbessert. Das Thema Familienplanung wurde in die medizinische Behandlung, Ernährungsberatung oder Impfungen aufgenommen. Durch bessere Kompetenzen der Qualitätsassistent*innen konnte die Aneignung des Qualitätsmanagementansatzes durch die Distrikte gesteigert werden.

Seit Projektbeginn entstanden 29 lokale Netzwerke, die sich mit der Aufklärung zu SRGR vor allem von jungen Menschen befassen. In diesen Netzwerken sind über 230 Akteure aktiv, darunter Kommunen, Gesundheitszentren, Jugendgruppen, Kirchen und 114 Schulen. Durch die Arbeit der Netzwerke wurden 82.152 Jugendliche erreicht. Außerdem gelang es, einen Dialog zwischen religiösen Führern und Gesundheitspersonal zu Themen der Demografie zu initiieren. Es konnten erstmalig Informationsveranstaltungen zu reproduktiver Gesundheit in 30 konfessionell gebundenen Schulen durchgeführt werden.
 

 

Projektbeschreibung (FR)

Situation initiale

Avec une densité de population de 437 habitants au kilomètre carré et une croissance démographique qui reste élevée, la pression exercée sur les ressources naturelles et économiques continue de croître au Burundi. En 2018, une femme y donnait naissance à 5,5 enfants en moyenne, ce qui constitue l’un des taux de fécondité les plus élevés au monde. Seuls 23 pour cent de la population utilisent des méthodes de contraception et de planification familiale modernes (contraceptifs). La croissance démographique amène également le système scolaire et de santé aux limites de ses capacités.

Plus de la moitié de la population a moins de 18 ans. La violence basée sur le genre à l’encontre des femmes et des filles est répandue. Le contexte socioculturel empêche d’aborder de manière positive les thèmes tels que l’éducation sexuelle et la planification familiale. Face à cette situation, le gouvernement burundais a déclaré vouloir endiguer la croissance démographique et améliorer la santé sexuelle et reproductive et fait de ces deux objectifs une priorité nationale. De même, les droits associés (SDSR) doivent être respectés.

Objectif

La qualité de la fourniture de services liés à la santé et aux droits sexuels et reproductifs (SDSR) a été améliorée dans les provinces de Mwaro, Muramvya et Gitega.

Approche

Le projet s’oriente sur le plan de développement national et soutient le Programme national de santé de la reproduction (PNSR) dans l’application de son plan stratégique. Il intervient dans les provinces de Mwaro, Muramvya et Gitega et englobe deux champs d’action :

—Renforcement des compétences des districts de santé et des centres de santé pour la mise en œuvre d’une gestion de la qualité adaptée
Le projet prévoit et organise un concours de qualité auquel les centres de santé peuvent participer. Les assistantes de qualité des districts de santé aident les centres de santé à utiliser leurs ressources en vue de l’amélioration de la qualité. Le personnel des centres de santé est placé au centre du processus de changement. À l’aide de questionnaires, les collaborateur·rice·s évaluent leurs prestations de service, surtout concernant la planification familiale, les maladies sexuellement transmissibles, la violence sexualisée et l’éducation sexuelle, également pour les adolescents et les jeunes adultes. Ils élaborent ensemble un plan visant une amélioration et en contrôlent la mise en œuvre. Un jury détermine les lauréats du concours. L’intégralité du processus est accompagnée par des experts du projet. Il est prévu de transmettre les méthodes et guides issus du concours de qualité aux districts de santé.

—Sensibilisation des jeunes aux SDSR via des réseaux de la société civile, de différents secteurs (établissements de formation, communes, Églises/communautés, centre familial public) et de différentes confessions

Le projet soutient en tout 29 réseaux qui ont été créés dans la sphère d’influence des centres de santé. Outre le centre de santé et la commune, les écoles, les centres familiaux ainsi que les organisations non gouvernementales et les chefs religieux sont aussi représentés dans ces réseaux. Le travail des réseaux permet surtout de sensibiliser les jeunes et les groupes particulièrement vulnérables aux sujets relatifs aux SDSR, à la planification familiale, aux maladies sexuellement transmissibles ainsi qu’à la violence sexuelle et basée sur le genre. En outre, une association a vu le jour pour permettre aux jeunes mères célibataires de se soutenir mutuellement et de faire un travail d’information et de sensibilisation d’égale à égale à destination des jeunes femmes et jeunes filles. De plus, le projet soutient le dialogue entre les chefs religieux et avec les centres de santé.

Résultats

Depuis 2013, dans les trois provinces concernées par le projet, le nombre d’utilisateurs de moyens de contraception modernes est passé de 59 738 en 2015 à 64 991 en 2017 (sources : PNSR, 2016 ; PNSR, 2018).

Jusqu’à aujourd’hui, 68 centres de santé ont participé volontairement au concours de qualité. Les centres ont par exemple amélioré les salles d’attente et diminué les temps d’attente. Ils ont prêté une attention croissante aux standards de confidentialité (surtout pour les adolescents). L’hygiène dans les centres a elle aussi été améliorée. Le sujet de la planification familiale a été intégré aux procédures de traitement médical, de conseil nutritionnel ou de vaccination.

L’amélioration des compétences des assistants de qualité a permis d’augmenter l’appropriation de l’approche de gestion de la qualité par les districts.

Depuis le début du projet, 29 réseaux locaux de sensibilisation aux SDSR ont été créés. Ces réseaux, qui s’adressent surtout aux jeunes, réunissent plus de 230 acteurs, dont des communes, des centres de santé, des groupes de jeunes, des Églises et 114 écoles. Le travail des réseaux a permis de sensibiliser 82 152 jeunes. En outre, un dialogue a pu être initié entre les chefs religieux et le personnel de santé sur la thématique de la démographie. Pour la première fois, des événements d’information sur la santé reproductive ont pu être organisés dans 30 écoles sous convention.