Grund- und Berufsbildung
Educação básica e técnico-profissional
Projektdetails
- Projektnummer:2018.2031.5
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Mosambik
Zusammenfassung
- Ziele:
Kinder, Jugendliche und besonders Mädchen und junge Frauen erhalten lebensweltorientierte Grund- und beschäftigungsorientierte Berufsbildung in guter Qualität.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministerium für Bildung und Menschliche Entwicklung(MINEDH)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:24 815 059 Euro
Kombifinanzierung
Norwegian Agency for Developement Cooperation (NORAD): 3 815 059Euro
Vorgänger-Projekt
2012.2186.0
Grund- und Berufsbildung
Nachfolger-Projekt
2020.2078.2
Grund- und Berufsbildung
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.10.1998 - 31.10.2026 - Aktuelles Projekt:01.05.2019 - 30.01.2023
Sonstige Beteiligte
- Integration International
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
11220 Grundschulbildung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Der Zugang zu Grundbildung hat sich in Mosambik in den letzten Jahren erheblich verbessert. Die Einschulungsrate unter den Sechsjährigen ist von 55 Prozent im Jahr 2000 auf über 93 Prozent im Jahr 2019 gestiegen. Dieser schnelle Zuwachs ging jedoch auf Kosten der Bildungsqualität. Außerdem brechen viele Schüler*innen die Schule vor der 7. Klasse ab. Nur rund ein Viertel aller Kinder haben 2018 die siebenjährige Grundbildung abgeschlossen.
Jedes Jahr werden 1,4 Millionen Kinder eingeschult, der Druck auf das mosambikanische Bildungssystem ist daher sehr hoch. Es fehlen qualifizierte Lehrkräfte, Verwaltungspersonal und Direktor*innen. Ein grundlegendes Problem stellt darüber hinaus die hohe Abwesenheitsrate des Schulpersonals dar. Das Fernbleiben vom Unterricht liegt insbesondere an Krankheiten, darunter HIV. Weiterhin werden die Rechte von Mädchen noch immer nicht eingehalten und auch ihr Zugang zu Bildung ist beeinträchtigt. Minderjährige werden verheiratetet, immer wieder gibt es ungewollte Schwangerschaften oder sexuellen Missbrauch durch Lehrkräfte.
Die qualitativen Mängel der Grundbildung setzen sich in der Berufsbildung fort. Die Aus- und Fortbildung von Berufsschullehrer*innen ist weder praxis- noch arbeitsmarktorientiert. Auch die Berufsbildungsangebote sind zu wenig an den Bedarfen des Arbeitsmarkts ausgerichtet und die Inhalte oft praxisfern. Angebote zu Berufsorientierung während des Übergangs von der Grund- in die Berufsbildung oder während der Arbeitssuche gibt es nur vereinzelt. Die Privatwirtschaft wird dabei nicht ausreichend eingebunden. Wegen der schlechten Qualifizierung finden viele Jugendliche nur schwer eine Beschäftigung.
Ziel
Die Qualität von Grund- und Berufsbildung ist verbessert.
Vorgehensweise
Im Vorgehen orientiert sich das Vorhaben an den Zielen und Ansätzen der nationalen Bildungsstrategie und Berufsbildungsreform. Es arbeitet sowohl mit staatlichen Akteuren als auch in den Regionen, hauptsächlich in den Provinzen Sofala und Inhambane.
Wesentliche Aktivitäten:
—Kompetenzen im Bereich Bildungsmanagement werden in ausgewählten Bildungs- und Berufsbildungsinstitutionen aufgebaut.
—Distriktverwaltungen erhalten Fortbildungen im dezentralen Bildungsmanagement.
—Die Arbeit von Inspektion und Schulsupervision wird verbessert. Das Vorhaben unterstützt durch Prozessberatung.
—Die Abwesenheit von Lehrer*innen und Direktor*innen soll sich verringern. Dazu gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Schulräten.
—Um IT-basierte Anwendungen zum Management von Schuldaten zu nutzen, bietet das Vorhaben Fachberatung.
—Es unterstützt bei der Entwicklung von kompetenzbasierten Lehrplänen sowie Lehr- und Lernmaterialien.
—Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien wird in der Lehrerbildung sowie bestehenden Ausbildungsgängen gefördert.
—Ausbilder*innen erhalten Fortbildungen in der Nutzung dieser Technologien im Unterricht.
—Das Vorhaben bietet Beratung für eine bessere Begleitung der Praxisphasen und nach Abschluss der Lehrer*innenausbildung.
—In Zusammenarbeit mit Unternehmen werden alternative Ausbildungsgänge versuchsweise umgesetzt.
—Weiterhin sensibilisiert das Vorhaben das Bildungspersonal für die Themen HIV und Gesundheit sowie Gender. Dazu sind Gesundheits- und Gendermessen vorgesehen. Der Aufbau von Schüler*innen-Clubs an Schulen wird unterstützt.
Die Beratungsfirma Integration GmbH unterstützt das Vorhaben vor allem bei der Umsetzung der Maßnahmen im Bereich Berufsbildung.
Wirkung
—Der Anteil der Schüler*innen, die in den Schwerpunktprovinzen des Vorhabens die 7. Klasse (Grundschule) erfolgreich abgeschlossen haben, hat sich erhöht. Mit 52 Prozent in Inhambane und 38 Prozent in Sofala lag er 2018 deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 28 Prozent.
—Das mosambikanische Bildungsministerium hat mit dem Vorhaben entwickelte Instrumente und Prozesse des Bildungsmanagements übernommen und landesweit eingeführt. In den Schwerpunktprovinzen wenden mehr als 60 Prozent der Distriktdirektionen diese Instrumente und Prozesse erfolgreich an. Andere Geber (zum Beispiel UNICEF) tragen den Ansatz weiter in die Breite.
—Alle 39 Bildungsinstitute zur Ausbildung von Lehrer*innen und alle Schulnetzwerke nutzen einen Lehrfilm über partizipative Unterrichtsmethoden. Seine Anwendung wurde in der nationalen Fortbildungsstrategie für Lehrer*innen verankert.
—Die Hälfte der vom Programm beratenen Ausbilder*innen für Grundschullehrkräfte führen einen aktiven und die Auszubildenden/Lernenden beteiligenden Unterricht durch.
—Das mosambikanische Bildungsministerium hat gemeinsam mit dem Programm ein Handbuch im Bereich HIV-Prävention entwickelt und eingeführt.
—Die Rolle der Privatwirtschaft in der beruflichen Bildung wurde gestärkt. Das Vorhaben hat dazu den Gesetzgebungsprozess maßgeblich mitgestaltet.
—Ausgewählte Lehrpläne wurden gemeinsam mit Unternehmen entwickelt. Diese sind nun wesentlich arbeitsmarktorientierter gestaltet.
—Die Zufriedenheit der Schüler*innen und der Unternehmen hinsichtlich der Qualität der Berufsbildungsangebote hat sich verbessert.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Access to basic education has improved greatly in recent years in Mozambique. The primary school enrolment rate for six-year-olds has risen from 55 per cent in 2000 to over 93 per cent in 2019. However, this rapid growth has come at the expense of education quality. In addition, many pupils drop out of school before reaching the seventh grade. In 2018, only around a quarter of all pupils completed the seven years of basic education.
Every year, 1.4 million children are enrolled in school, so the pressure on the Mozambican education system is extremely high. There is a lack of qualified teachers, administrative staff and head teachers, and the high rate of absenteeism among school staff is a fundamental problem. Illnesses, including HIV, are the main reason for them missing classes. At the same time, the rights of girls are still not always upheld and their access to education is impeded. Under-age girls are married off, and cases of unplanned pregnancy and sexual abuse by teachers are constantly occurring.
The shortcomings in the quality of basic education system likewise affect vocational training. The training for vocational school teachers does not take into account actual practice or the needs of the labour market. The vocational training they provide is likewise insufficiently geared to the labour market, and the content often lacks practical relevance. There are only isolated offers of careers guidance during the transition from basic education to vocational education and training or while job seeking. The private sector is insufficiently integrated into this. Poor qualifications make it difficult for many young people to find employment.
Objective
The quality of basic education and vocational training is improved.
Approach
The project’s approach is aligned with the goals and approaches of the national education strategy and vocational training reform. It works both with government actors and in the regions, particularly in the provinces of Sofala and Inhambane.
Key activities:
—Skills for education management are enhanced in selected educational and vocational training institutions.
—District administrations receive training in decentralised education management.
—Inspection and school supervision work is improved. The project provides support in the form of process advice.
—Absences of teachers and head teachers should be reduced. The project is working closely with the school councils to achieve this.
—The project provides technical advice on using IT-based applications to manage school data.
—It provides support for the development of skills-based curricula, and of teaching and learning materials.
—The use of information and communication technologies is promoted in teacher training as well as existing training courses.
—Educators are trained to use these technologies in lessons.
—The project offers advisory services for better support during the practical phases and after completion of teacher training.
—In cooperation with companies, alternative training courses are implemented on a trial basis.
—The project also raises awareness among education staff regarding the topics of HIV and health, and gender equality. Health and gender fairs are planned for this. The project also supports the establishment of pupils’ clubs in schools.
The consulting firm Integration GmbH supports the project, above all for the vocational education and training measures.
Results
—The percentage of pupils who have successfully completed the seventh grade (primary school) in the priority provinces of the project has increased. At 52 per cent in Inhambane and 38 per cent in Sofala in 2018, this figure was well above the national average of 28 per cent.
—The Mozambique Ministry of Education has adopted education management instruments and processes developed with the project, and has introduced them nationwide. In the priority provinces, more than 60 per cent of district administrations now use these instruments and processes successfully. Other donors (such as UNICEF) are implementing this approach on a broader scale.
—All 39 teacher training institutions and all school networks use a training film about participatory teaching methods. Its use has been incorporated into the national professional development strategy for teachers.
—Half of the primary school teacher trainers advised by the programme make use of active teaching that involves participation by the trainees/learners.
—The Mozambique Ministry of Education has developed and introduced a manual on HIV prevention together with the programme.
—The role of the private sector in vocational training has been strengthened. The project played a substantial role in shaping the legislative process for this.
—Selected curricula have been jointly developed with companies. These are now much more labour market-oriented.
—Pupil and company satisfaction with the quality of vocational training courses has improved.