Unterstützung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit (APSA)

Projektdetails

  • Projektnummer:2018.2016.6
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1740 Afrikanische Union
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrika NA, Angola, Burkina Faso, Burundi, Benin, Botsuana, Kongo Dem. Rep., Zentralafrikanische Republik, Kongo Republik, Côte d'Ivoire, Kamerun, Kap Verde, Dschibuti, Algerien, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Gambia, Guinea, Äquator.-Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Komoren, Liberia, Lesotho, Libyen, Marokko, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mauritius, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sudan, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha (V/K), Sierra Leone, Senegal, Somalia, Sao Tomé und Principe, Eswatini, Tschad, Togo, Tunesien, Tansania, Uganda, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Instrumente der Krisenprävention, der Konfliktbearbeitung und der Friedenskonsolidierung werden von der Afrikanischen Union (AU) in Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen unter Berücksichtigung von Genderaspekten vermehrt eingesetzt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Afrikanische Union

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 500 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2015.2064.2

    Förderung der Afrikanischen Union im Bereich Frieden und Sicherheit (APSA)

Nachfolger-Projekt

  • 2021.2281.0

    Unterstützung der AU in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Governance

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    08.06.2015 - 30.04.2026
  • Aktuelles Projekt:22.05.2018 - 19.05.2022

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Seit Jahrzehnten erschüttern Krisen und Gewaltkonflikte einzelne Länder und Regionen auf dem afrikanischen Kontinent. Im Jahr 2017 gab es 52 Gewaltkonflikte in mehr als 30 afrikanischen Ländern. Konfliktfelder sind oftmals der Kampf um politische Macht; der Zugang zu natürlichen Ressourcen, Auseinandersetzungen im Umfeld von Wahlen und politischem Extremismus.
Die Afrikanische Union (AU) erhielt 2002 ein weitreichendes Mandat zur Wahrung von Frieden und Sicherheit. Mit einer umfassenden Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (African Peace and Security Architecture, APSA) möchten die AU und die afrikanischen Regionalorganisationen afrikanische Lösungen für Frieden und Sicherheit finden. Ihr Ziel ist es, gewaltsamen Konflikten und Krisen besser vorzubeugen und sie besser zu bewältigen.
Die AU konnte bereits in etlichen Fällen erfolgreich Gewaltkonflikte vorbeugen. Doch verhindern finanzielle und personelle Kapazitätsengpässe und politische Widerstände oftmals die Qualität und Wirksamkeit von Interventionen. Darüber hinaus verursacht der bisherige Fokus auf Konfliktmanagement in Form von Friedensmissionen hohe Kosten, welche bislang nicht ausreichend aus eigenen Finanzmitteln beglichen werden konnten. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Frauen und Jugendliche umfassender in die Friedensförderung einzubinden.
Das Vorhaben legt seinen Fokus daher auf strukturelle Krisenprävention, präventive Diplomatie, Mediation sowie die Förderung von Jugendinitiativen und Genderaspekten.
Ziel
Die Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union sind besser in der Lage, entstehende Krisen zu entschärfen, bereits ausgebrochene Gewaltkonflikte zu beenden sowie den Frieden in Post-Konfliktländern zu festigen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die Partner darin, Krisen und Konflikte vorzubeugen oder zur langfristigen Bewältigung bereits bestehender Konflikte beizutragen. Dabei orientiert sich das Vorhaben an der APSA Roadmap bzw. der „Master Roadmap on Silencing the Guns by 2020" der AU, den Leitlinien „Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" der deutschen Bundesregierung und den Eckpunkten aus „Afrika und Europa – Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft für einen Marshallplan mit Afrika" des BMZ. Es trägt ferner zu den nachhaltigen Entwicklungszielen im Rahmen der Agenda 2030 (SDG 16) bei.
Wirkung
• Gemeinsam wurde ein Frühwarnsystem der Afrikanischen Union (Continental Early Warning System, CEWS) aufgebaut, das auch zum Aufbau weiterer regionaler Systeme genutzt wurde. Durch die Informations- und Analyseinstrumente können politische Entscheidungsträger*innen der AU rasch auf entstehende Konflikte reagieren und entsprechende Instrumente zur Konfliktminderung einsetzen.
• Das Vorhaben hat den Aufbau des afrikaweiten Netzwerkes „PanWise" und die Gründung des Mediatorinnen-Netzwerkes „FemWise" unterstützt. Beide Einrichtungen stärken die Arbeit des bestehenden Rats der Weisen (Panel of the Wise, PoW).
• Ein Expert*innenpool für ziviles Personal in Friedenseinsätzen wurde in Zusammenarbeit mit Regionalorganisationen und dem Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) aufgebaut. Bereits 450 zivile Fachkräfte sind gewonnen und ausgebildet worden.
• Das Vorhaben unterstützte die Lake Chad Basin Commission (LCBC) und die AU bei der Entwicklung einer Regionalstrategie in der es um die Stabilisierung, den Wiederaufbau und die Resilienzstärkung im von gewaltsamen Extremismus betroffenen Tschadseebecken geht.
Im Rahmen des Interfaith Dialogue on Violent Extremism (iDove) unterstützte das Vorhaben die Einbindung von Jugendlichen in der Prävention von gewaltsamen Extremismus. Durch den Aufbau eines internationalen Netzwerkes von Multiplikator*innen, der Unterstützung von Kleinstprojekten und der Ausbildung im Bereich Extremismusprävention wurden Jugendliche in ihrer Arbeit gestärkt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
For decades, crises and violent conflicts have erupted in some countries and regions on the African continent. In 2017 there were 52 violent conflicts spread across more than 30 African countries. Areas of conflict are often the struggle for political power, access to natural resources, and disputes surrounding elections and political extremism.
The African Union (AU) was given a comprehensive mandate to maintain peace and security in 2002. With a comprehensive African Peace and Security Architecture (APSA), the AU and the African regional organisations are seeking African solutions for peace and security. Their mission is to better prevent and manage violent conflicts and crises.
The AU has already successfully prevented violent conflicts in a number of cases. However, financial and personnel bottlenecks, as well as political opposition, often impair the quality and prevent the effectiveness of interventions. In addition, the current focus on conflict management in the form of peace missions generates high costs that the organisation so far has been unable to adequately cover using its own financial resources. Another challenge is to involve women and young people more comprehensively in the peacebuilding process.
The project therefore focuses on structural crisis prevention, preventive diplomacy, mediation and the promotion of youth initiatives and gender aspects.
Objective
The Member States of the African Union are better able to mitigate emerging crises, diffuse violent conflicts that have already erupted and consolidate peace in post-conflict countries.
Approach
The project supports its partners in preventing crises and conflicts or contributing to the long-term resolution of existing conflicts. In this context, the project is based on AU’s ‘Roadmap on Silencing the Guns by 2020’, the ‘Guidelines on Preventing Crises, Managing Conflicts, Promoting Peace’ of the German Federal Government and the key aspects of BMZ’s blueprint ‘Africa and Europe –A new partnership for development, peace and a better future – Cornerstones of a Marshall Plan for Africa’. It also contributes to the Sustainable Development Goals under the 2030 Agenda (SDG 16).
Result
• An early warning system of the African Union (Continental Early Warning System, CEWS) was jointly developed and also used to set up other regional systems. The information and analysis tools enable AU policy-makers to respond to emerging conflicts without delay and use appropriate conflict mitigation tools.
• The project has supported the establishment of the Africa-wide ‘PanWise’ network and the establishment of the ‘FemWise’ network of female mediators. Both institutions strengthen the work of the existing Panel of the Wise (PoW).
• A pool of experts for civilian personnel in peace operations was established in cooperation with regional organisations and the Center for International Peace Operations (ZIF). 450 civilian specialists have already been recruited and trained.
• The project provided support to the Lake Chad Basin Commission (LCBC) and the AU in developing a regional strategy aimed at stabilising, rebuilding and strengthening resilience in the Lake Chad Basin, which has been affected by violent extremism.
• As part of the Interfaith Dialogue on Violent Extremism (iDove), the project encouraged the involvement of young people in the prevention of violent extremism. The establishment of an international network of multipliers, the support of micro-projects and training in the field of extremism prevention supports young people in their work.