Verbesserung der Basisgesundheitsversorgung, Libyen
Projektdetails
- Projektnummer:2018.1827.7
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
- Ansprechpartner: Maria Manuela Peters maria.peters@giz.de
- Partnerländer: Libyen
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Basisgesundheitsversorgung in ausgewählten Gemeinden in Libyen ist hinsichtlich Qualität und Zugang für benachteiligte Bevölkerungsgruppen verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Health
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:23 798 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.08.2018 - 31.12.2025 - Aktuelles Projekt:16.08.2018 - 31.12.2025
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12220 Basisgesundheitsdienste
Projektbeschreibung (DE)
Ausgangsituation
Der Gesundheitssektor in Libyen ist aufgrund der anhaltenden politischen Krise fragmentiert und zerbrechlich. Auf Basisgesundheitsversorgungsebene, die die erste Anlaufstelle für die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen ist, können die Gesundheitseinrichtungen kein ausreichendes Versorgungsniveau aufrechterhalten. Für gefährdete Bevölkerungsgruppen gibt es zudem keine spezifischen Maßnahmen zur Verbesserung ihres Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen.
Ziel
Die Qualität der Gesundheitsversorgung in ausgewählten Gemeinden in Libyen ist verbessert. Insbesondere schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen haben besseren Zugang zu medizinischen Leistungen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben fördert über Projekte die Erbringung und den Ausbau von asisgesundheitsdienstleistungen in Libyen. Zielgruppe ist in erster Linie die schutzbedürftige Bevölkerung in acht ausgewählten Gemeinden vorwiegend im Westen und Süden Libyens.
In jeder Gemeinde wird zunächst die Funktionsfähigkeit der bestehenden Basisgesundheitseinrichtungen untersucht. Je nach Bedarf beinhaltet die Unterstützung die Instandsetzung oder Modernisierung von Räumlichkeiten, die Bereitstellung von Ausstattung, die Instandhaltung und Wartung von medizinischen Geräten oder die Beschaffung von Medikamenten und Diagnosetests. Fachberatung zu klinischen Leitlinien und Unterstützung bei der Umsetzung von Qualitätsstandards sind ebenfalls Teil des Projekts.
Das Vorhaben unterstützt die Gesundheitseinrichtungen außerdem, ihr Leistungsspektrum um Angebote für schutzbedürftige Gruppen zu erweitern – zum Beispiel die Behandlung von Menschen mit Behinderungen oder psychosoziale Beratung.
Akteure auf allen Ebenen des Gesundheitssystems sowie Gesundheitspersonal und Patienten und Patientinnen werden einbezogen, erarbeiten gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs für schutzbedürftige Gruppen und setzen diese um. Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben Fortbildungen für Mitarbeiter*innen von PHCCs sowie das Training von Ausbildern (Training of Trainers), die Fortbildungen vor Ort in den Basisgesundheitseinrichtungen anbieten.
Die GIZ und ihre Partner beraten das Gesundheitsministerium, den „Family Practice Approach (FPA)" der World Health Organisation (WHO) in den Basisgesundheitseinrichtungen einzuführen, in dem die Gesundheitsbedürfnisse der Menschen und ihre Erwartungen an die Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt stehen. Auf diese Weise wird auch die Rolle der Gesundheitskomitees auf kommunaler Ebene bei der Verbesserung des Zugangs gefährdeter Gruppen zu Gesundheitsdiensten gestärkt.
Die Nichtregierungsorganisation „International Medical Corps (IMC)" ist Durchführungspartner vor Ort.
Projektbeschreibung (EN)
Context
The health sector in Libya is fragmented and fragile as a result of the ongoing political crisis. The state-run Primary Health Care Centres (PHCCs), which offer general medical care primarily for people with low incomes or who are in need of support, are unable to maintain adequate levels and quality of the services offered. In addition, there are no specific measures to improve health care access for particularly vulnerable groups, such as those with disabilities or psychosocial disorders. Barriers to access also need to be dismantled for girls, women and migrants, and preventive measures to help people stay healthy need to be promoted.
Objective
The quality of health care is improved in selected municipalities in Libya. Vulnerable population groups in particular have better access to medical services.
Approach
The provision and expansion of primary health care services in Libya are promoted by means of projects. The main target group is vulnerable people in eight selected municipalities, predominantly in western and southern Libya.
The project will first investigate the operational capacity of the existing PHCCs in each municipality. Depending on the needs identified, support will include the repair or modernisation of facilities, the provision of equipment, maintenance and repair of medical devices, the procurement of medicines, and diagnostic tests. Expert advice on clinical practice guidelines and support with implementing quality standards also form part of this project.
The project also supports PHCCs in expanding their range of services to include services for vulnerable groups – e.g. treatment for people with disabilities or psychosocial support.
Actors at all levels of the health system, health care staff and patients are involved and are working together to develop and implement measures to improve access for vulnerable groups. In addition, the project is supporting training courses for staff at PHCCs as well as Training of Trainers who offer training on site at these health centres.
GIZ and its partners are advising the Ministry of Health on introducing the Family Practice Approach (FPA), an initiative of the World Health Organization (WHO), at PHCCs. This approach focuses on the health needs of people and their expectations of health care. In this way, the role of the health committees in improving access to health care services for at-risk groups is being strengthened at municipal level.
The non-governmental organisation International Medical Corps (IMC) is our implementation partner on the ground.