Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Umsetzung von EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
Nachhaltigkeitsaspekte in EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen -NEW-
Projektdetails
- Projektnummer:2017.6250.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G120 Nachhaltige Wirtschentw, Digitalisierung
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Internat. Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhalt, Antigua+Barbuda, Barbados, Bahamas, Botsuana, Belize, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guyana, Haiti, Jamaika, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, Lesotho, Mosambik, Namibia, Suriname, Eswatini, Trinidad und Tobago, St. Vincent und die Grenadinen, Südafrika
Zusammenfassung
- Ziele:
Akteure (Regionalorganisationen und ihre Mitgliedstaaten, Zivilgesellschaft, Privatwirtschaft) setzen die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung um.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 360 338 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.05.2017 - 30.05.2020 - Aktuelles Projekt:24.05.2017 - 30.05.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
33130 Regionale Handelsabkommen
Evaluierung
- Zentrale Projektevaluierung - Zusammenfassung. Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Umsetzung von EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
- Central project evaluation - executive summary. Supporting Sustainability on EU-EPA
- Zentrale Projektevaluierung - Auf einen Blick. Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Umsetzung von EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen
- Central project evaluation - at a glance. Supporting Sustainability on EU-EPA
- Central project evaluation. Supporting sustainability aspects in the implementation of EU Economic Partnership Agreements (EPAs) CARIFORUM/SADC. Evaluation Report
Projektbeschreibung (DE)
IZR-Vorhaben: Förderung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Umsetzung von EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (NEW)
Ausgangssituation
Die Länder Afrikas, der Karibik und des Pazifischen Ozeans (AKP-Staaten) haben mit der Europäischen Union (EU) nach Ende des Lomé-Abkommens über neue Partnerschaften verhandelt, um eine Fortsetzung des präferenziellen Marktzugangs zu erreichen. Die so verabschiedeten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (Economic Partnership Agreements, EPAs) leiten eine neue Ära von Handelsabkommen ein, die über rein wirtschaftliche Ziele hinausgehen: Sie sollen der nachhaltigen Entwicklung und der Armutsbekämpfung dienen, die regionale Integration in den Partnerregionen fördern und Handelspolitik mit Entwicklungsinstrumenten verknüpfen.
2008 wurde ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und dem CARIFORUM (den Staaten der Karibischen Gemeinschaft sowie der Dominikanischen Republik) unterzeichnet. Zusätzlich unterzeichneten im Jahr 2016 sechs Staaten der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) – Südafrika, Botsuana, Lesotho, Mosambik, Namibia und Eswatini – ein Abkommen mit der EU.
Regierungen, Unternehmen und die Zivilgesellschaft müssen über die Kompetenzen, Ressourcen und Fähigkeiten verfügen, um die Bestimmungen eines EPAs angemessen zu interpretieren und anzuwenden und so Handelsströme zu stärken. Die Umsetzung sollte entwicklungspolitisch begleitet werden, um Chancen des Freihandels für nachhaltige Entwicklung sowie Armutsbekämpfung zu nutzen und Risiken zu mindern.
Ziel
Regionale Organisationen, Mitgliedsstaaten, Unternehmen und die Zivilgesellschaft setzen die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung um.
Vorgehensweise
Die GIZ unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei Sensibilisierung sowie Monitoring und Wirkungsmessung und fördert den Austausch zu Wirtschaftspartnerschaftsabkommen. Das Vorhaben ist Teil des BMZ-Schwerpunkts „Internationale Zusammenarbeit mit Regionen für Nachhaltige Entwicklung" (IZR).
Sensibilisierung: Die GIZ und ihre Partner stärken Wissen und Kompetenzen des Privatsektors und der Zivilgesellschaft, damit diese die Potenziale der Wirtschaftspartnerschaftsabkommen nutzen und Risiken minimieren – zum Beispiel durch Exportförderungsmaßnahmen, die jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Regionen zugeschnitten sind.
Monitoring und Wirkungsmessung: Das Projekt organisiert und beauftragt technische Expertise sowie Studien und bietet Dialogplattformen für den Austausch zum Aufbau partizipativer Monitoringsysteme. Außerdem begleitet das Vorhaben den Einsatz der Systeme.
Austausch: Das Vorhaben unterstützt bei der Entwicklung überregionaler Austauschplattformen zu den EPAs. Das Vorhaben arbeitet eng mit dem SADC-Sekretariat in Botsuana und dem CARIFORUM-Direktorat des CARICOM-Sekretariats in Guyana zusammen. Ein weiterer wichtiger Partner ist die Caribbean Export Development Agency (CEDA) in Barbados. Das Vorhaben identifiziert dazu relevante Akteure und Netzwerke in den Regionen und bringt diese zusammen. Außerdem unterstützt das Projekt bei der Recherche nach Veranstaltungen oder existierenden Plattformen, über die dieser Austausch intensiviert oder gestartet werden kann.
Wirkungen
Das Projekt förderte die Teilnahme von Exporteuren der Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie aus dem südlichen Afrika an Handelsmessen in der EU.
Für die Caribbean Export Development Agency wurde eine Studienreise durchgeführt, in der die Teilnehmer*innen Kontakte zu Akteuren der Handels- und Investitionsförderung in Deutschland knüpfen konnten. Ein Ergebnis der Studienreise ist die Entscheidung, das vierte europäisch-karibische Wirtschaftsforum im September 2019 in Frankfurt zu veranstalten.
Dialogforen und Schulungen zu Themen wie regionalen Präferenzen und Schutzmaßnahmen informierten, wie man Risiken von EPAs mindern kann.
In partizipativen Dialogprozessen wurden EPA-Monitoring- und Evaluierungssysteme für die jeweiligen Regionen entwickelt, deren Einsatz derzeit diskutiert wird. Die EU-Kommission hat ihr Interesse bekundet, diese als Grundlage für die Überwachung künftiger EPAs zu verwenden.
Projektbeschreibung (EN)
ICR project: Supporting Sustainability Aspects in the Implementation of EU Economic Partnership Agreements (NEW)
Context
When the Lomé Convention expired, the African, Caribbean and Pacific (ACP) states held negotiations with the European Union (EU) on new partnerships that would secure the continuation of preferential market access. The resulting economic partnership agreements (EPAs) usher in a new era of trade agreements that go beyond purely economic goals: their purpose is to support sustainable development and poverty alleviation, promote regional integration in the partner regions, and link trade policy with tools for development.
In 2008, the EU signed an economic partnership agreement with CARIFORUM (Caribbean Community countries and the Dominican Republic). Six South African Development Community (SADC) states – South Africa, Botswana, Lesotho, Mozambique, Namibia and Eswatini – also concluded an agreement with the EU in 2016.
Governments, businesses, and civil society must have the skills, resources and capabilities needed to appropriately interpret and implement the provisions of an EPA – and thus boost trade flows. Implementation must be supported by appropriate development policy in order to exploit the opportunities that free trade holds for sustainable development and poverty alleviation, and to reduce risks.
Objective
Regional organisations, member states, businesses and civil society implement economic partnership agreements with the European Union in the interest of sustainable development.
Approach
On behalf of the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ provides support in raising awareness and monitoring and measuring results, and promotes dialogue on economic partnership agreements. The project is part of BMZ’s priority area that focuses on international cooperation with regions for sustainable development (ICR).
Awareness raising: GIZ and its partners strengthen the knowledge and skills of the private sector and civil society so that they exploit the potential of the economic partnership agreements and minimise risks – for example, through export promotion measures tailored to the specific needs of the individual regions.
Monitoring and measuring results: The project organises and commissions technical expertise and studies, and offers dialogue forums to discuss the establishment of participatory monitoring systems. In addition, the project supports the roll out of the systems.
Exchange: The project provides support with the development of supraregional platforms to exchange of experience with and knowledge about EPAs. It works closely with the SADC Secretariat in Botswana and the CARIFORUM Directorate of the CARICOM Secretariat in Guyana. Another key partner is the Caribbean Export Development Agency (CEDA) in Barbados. The project identifies relevant players and networks in the regions, and brings them together. Furthermore, it assists in the search for events or existing forums that can serve to intensify or initiate dialogue.
Results
The project provided assistance that enabled southern African food and cosmetics exporters to take part in trade fairs in the EU.
A fact-finding mission arranged for the Caribbean Export Development Agency enabled participants to establish contacts with German organisations involved in promoting trade and investment. One outcome of the mission was the decision to hold the fourth European-Caribbean Economic Forum in Frankfurt in September 2019.
Discussion forums and training on topics such as regional preferences and safeguards provided information on ways of reducing EPA-related risks.
EPA monitoring and evaluation systems for the individual regions were developed within the scope of participatory dialogue processes. The use of these systems is currently under discussion. The European Commission has expressed an interest in using them to monitor future EPAs.