Städtisches Management klimawandelbedingter Binnenmigration
Projektdetails
- Projektnummer:2017.4066.1
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2B00 Asien II
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Bangladesch
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Lebenssituation von Klimamigranten ist in ausgewählten Siedlungen der fünf Partnerstädte Khulna, Rajshahi, Barisal, Satkhira und Sirajga
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Social Welfare
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:16 500 000 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 11 000 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.11.2017 - 30.01.2024 - Aktuelles Projekt:01.01.2018 - 30.01.2024
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Hauptziel
CRS-Schlüssel
15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor
Projektbeschreibung (DE)
Projektkurzbeschreibung
Bezeichnung: Städtisches Management der klimawandelbedingten Migration (UMIMCC) / Städtisches Management von Migration und Lebensgrundlagen (UMML)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Kofinanziert von der Europäischen Union (EU)
Land: Bangladesch
Politischer Träger: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Kofinanziert von der Europäischen Union (EU)
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2022
Ausgangssituation
Bangladesch gehört zu den Ländern, die durch den Klimawandel am stärksten gefährdet sind. Gleichzeitig weist Bangladesch eine der höchsten Verstädterungsraten Asiens auf: So wird damit gerechnet, dass sich die Zahl der in Städten lebenden Menschen bis 2050 auf etwa 90 Millionen verdoppelt. Aufgrund des Klimawandels wird sich die Landflucht voraussichtlich weiter beschleunigen. Dies ist auf die Degradierung der natürlichen Lebensräume zurückzuführen, die für die Lebensgrundlagen der Menschen entscheidend sind. Gleichzeitig nehmen die mit dem Klimawandel verbundenen Umweltrisiken zu und wirken sich ebenfalls negativ auf die Lebensbedingungen der Menschen und die sozialen Unterstützungsnetze im ländlichen Raum aus.
Migrantinnen und Migranten aus dem ländlichen Raum wandern entweder dauerhaft oder zeitweise in die Städte ab, weil ihre Lebensgrundlagen oder ihr Besitz zerstört wurden, und suchen in den Städten Zuflucht. Die Städte, in die die Betroffenen ziehen, darunter Khulna, Rajshahi, Satkhira oder Sirajganj, sehen sich jedoch ebenfalls großen Herausforderungen durch den Klimawandel gegenüber und haben Mühe, den Bedarfen der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden.
Vor diesem Hintergrund kann die Binnenmigration die akute Gefährdung der Menschen noch verstärken und bestehende Konflikte weiter verschärfen, wenn die Klimamigrantinnen und -migranten nur unzureichende öffentliche Unterstützung erhalten und überwiegend in informellen Siedlungen mit schlecht entwickelter Infrastruktur und ohne Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und Einkommensmöglichkeiten leben müssen. Unter Berücksichtigung der oben genannten Aspekte arbeitet UMIMCC/UMML daran, für Klimamigrantinnen und -migranten, andere gefährdete städtische Arme, die in den informellen Siedlungen von Rajshahi, Sirajganj, Khulna, Satkhira und Barishal leben, sowie für EU-Rückkehrende nachhaltige und resiliente Lebensgrundlagen zu schaffen.
Ziel
Die Lebensbedingungen für Klimamigrantinnen und -migranten, die in ausgewählten Siedlungen der Partnerstädte Barisal, Khulna, Rajshahi, Satkhira und Sirajganj leben, haben sich durch bedarfsorientierte Maßnahmen verbessert.
Vorgehensweise
Das UMIMCC/UMML-Projekt verfolgt eine integrierte Strategie, um die Lebensgrundlagen in Städten zu stärken und die extreme städtische Armut zu verringern. Konkret zielt das Projekt darauf ab, die Lebensbedingungen von Klimamigrantinnen und -migranten, die in 47 informellen Siedlungen in den Städten Rajshahi, Sirajganj, Khulna, Satkhira und Barishal leben, durch bedarfsorientierte Maßnahmen zu verbessern. Dazu führt das Projekt Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen durch, um die Menschen in die Lage zu versetzen, ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Gleichzeitig wird der Zugang zu öffentlichen Sozialdiensten und Finanzen verbessert und die Kapazitäten der Städte im Hinblick auf die Aufnahme von Migrantinnen und Migranten zu erhöht.
Zudem sollen 6.000 Klimamigrantinnen und -migranten, gefährdete Arme und EU-Rückkehrende (darunter 40 Prozent Frauen) an Berufsbildungsmaßnahmen teilnehmen, um auf dem lokalen Arbeitsmarkt nachgefragte Fähigkeiten zu erwerben und damit ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Darüber hinaus werden Lehrgänge und Schulungen zur Vermittlung von betriebswirtschaftlichem Grundwissen für Kleinstunternehmer angeboten.
Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Stärkung der Verwaltungsstrukturen in den Partnerstädten, damit diese die Herausforderungen der klimabedingten Binnenmigration besser bewältigen können. Dabei steht die Förderungeiner effizienten und transparenten Stadtverwaltung im Vordergrund, die einen verbesserten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen bieten kann. Die vorhandenen öffentlichen Sozialdienste werden durch kommunale Informationszentren, deren Einrichtung von dem Projekt gefördert wird, besser zugänglich.
Darüber hinaus bereitet das Projekt die Erfahrungen aus der Umsetzung von partizipativen Armutsbekämpfungsmaßnahmen in Empfehlungen für die Politik auf und speist gesammelte Lernerfahrungen in den nationalen politischen Dialog ein.
Es handelt sich um das erste von der deutschen Bundesregierung finanzierte Projekt, das sich mit den Herausforderungen der Klimamigrantinnen und -migranten in Städten befasst.
Handlungsfelder
• Schaffung von neuen Lebensgrundlagen durch berufliche Qualifizierung
• Verbesserung des Zugangs zu Sozialdiensten
• Schaffung von Lebensgrundlagen durch Befähigung der Menschen und die Vermittlung von Kontakten zu Finanz- und Unternehmensberatungen
• Verbesserung der Lebensgrundlagen durch direkte Fördermaßnahmen
• Analyse von Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und Einspeisung der dabei gewonnenen Erkenntnisse in den nationalen politischen Dialog
Projektbeschreibung (EN)
Context
In Bangladesh, climate change is one of the greatest future risks. Already today, the effects of climate change threat sustainable development. Due to the loss of arable land and properties due to climate change, an increasing number of people is forced to move from rural areas to the major cities seeking for alternative livelihoods. Social, economic, and political factors influence migration decisions, too. However, there is strong agreement that climate and weather-related stressors play a leading role in the increase of rural-urban migration in Bangladesh.
While migration is often considered a valid adaptation strategy, it can at the same time reinforce acute vulnerability and further exacerbate conflicts. This is the case, if migrants are forced to settle in slum areas earmarked by insufficient access to basic services, infrastructure and income opportunities. In cities such as Khulna and Rajshahi, approximately 70% of the slum dwellers are migrants. However, no measures are in place in Bangladesh yet that are geared to improving the living conditions of climate migrants and to addressing their livelihood needs.
Objective
The living conditions of climate migrants, as well as EU returnees, have improved in selected hot spot areas of slums in five partner cities of Barisal, Khulna, Rajshahi, Satkhira and Sirajganj because of needs-based livelihood measures and an improved access to social services.
Approach
The project is part of the special initiative of the German Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) "Tackling the Root Causes of Displacement, Reintegrating Refugees" and operates in five areas of activity:
• Participation of slum dwellers: The project supports a participatory process involving slum dwellers and representatives of local government. Based on needs analyses, tailored measures are developed to improve the access to social services and the living conditions in the slums.
• Improvement of livelihoods through employment qualification: Through demand-oriented vocational training and education courses, slum dwellers and EU returnees develop employable skills and gain access to the urban labour market. In addition, job placement programme and additional courses for those wanting to start their own businesses are offered.
• Improved linkages to finance and local businesses: Even though the instrument of microfinance was devised in Bangladesh, access to financing opportunities is very limited for slum dwellers. The project aims at reducing existing access barriers to micro-finance, while at the same time providing training measures on entrepreneurship and basic financial education.
• Improved access to social services: GIZ supports local government in improving the access of slum dwellers and EU returnees to available public social services. Through the establishment of decentral information hubs by the municipal administration, public social services of the various ministries are bundled and can be accessed by slum dwellers.
• Mainstreaming into the national policy process: Results and lessons learnt on poverty reduction strategies are translated into policy recommendations for national decision-makers and feed into the political dialogue on climate change induced internal migration in Bangladesh.
The project cooperates closely with the other German international cooperation activities in the GIZ priority area "Adaptation to Climate Change in Cities" as well as with other projects financed under the Bangladesh Resilient Livelihood Programme" of the European Union (EU). However, it is the first project supported by the Germany government that addresses the issue of internal climate-induced migration. The German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) is funding the project with 5,000,000 Euro and the EU is contributing 10,000,000 Euro.