Schutz von Wasserspeichern in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen
Protection of Water Dams in Jordan through Labour-intensive Activities
Projektdetails
- Projektnummer:2017.4051.3
- Status:laufendes Projekt
- Zuständige Organisationseinheit: 3300 Naher und Mittlerer Osten 1
- Ansprechpartner: Nayef Hammad nayef.hammad@giz.de
- Partnerländer: Jordanien
Zusammenfassung
- Ziele:
Das knappe Wasser Jordaniens wird effizienter und nachhaltiger bewirtschaftet für die zukunftsfähige Versorgung des Landes.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Jordan Valley Authority
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:80 470 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 16.03.2017 - 31.03.2027 - Aktuelles Projekt:16.03.2017 - 31.03.2027
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
16020 Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt. Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum sowie eine hohe Zahl an Flüchtlingen erhöhen den Druck auf die Wasserressourcen. In Gemeinden, die viele Flüchtlinge aufgenommen haben, herrscht außerdem hohe Arbeitslosigkeit.
Gleichzeitig erodieren Uferflächen und versanden die Staudämme King Talal-Damm, Mujib-Damm, Wala-Damm, Zeglab-Damm, Kofranja-Damm, Wadi Arab-Damm, Karak-Damm, Zarqa Ma’een-Damm und Alwehedi Damm. In den Stauseen lagern sich Sand und andere Sedimente ab, wodurch sie weniger Wasser speichern können. Die Versandung bedroht langfristig die Wasserversorgung der Landwirtschaft.
Ziel
Beschäftigungsintensive Maßnahmen erhalten das Speichervermögen der Stauseen und verringern die Erosion im Einzugsgebiet der Dämme. Die kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten verbessern die Lebensbedingungen in den aufnehmenden Gemeinden.
Vorgehensweise
Das Projekt ist Teil der Sonderinitiative „Fluchtursachen mindern, Aufnahmeregionen stabilisieren, Flüchtlinge unterstützen" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es schafft befristete Beschäftigungsmöglichkeiten („Cash for Work") für bedürftige jordanische Familien und syrische Flüchtlinge. Dabei arbeitet es in drei Handlungsfeldern:
1. Das Projekt führt Schutzmaßnahmen gegen Bodenerosion durch. Dazu zählen Aufforstung und die Errichtung von Rückhaltedämmen sowie Terrassen, Gabionenmauern, Steinschüttungen und Trockensteinmauern im Einzugsgebiet der Dämme.
2. Die Beschäftigten bewahren kulturhistorische Stätten und sanieren relevante antike Wasserinfrastruktur.
3. Das Projekt schafft eine Projektunterstützungseinheit im jordanischen Ministerium für Arbeit, um eine effizientere Durchführung von BMZ-geförderten Cash for Work-Projekten in Jordanien zu gewährleisten.
Insgesamt wurden über 13.000 Personen für mindestens 40 Tage beschäftigt, 21 Prozent davon waren Frauen. Das Vorhaben bietet zudem Arbeitsmarktdienstleistungen an, um mittel- und längerfristige Beschäftigungsperspektiven zu fördern. Um die negativen Auswirkungen der COVID-19 Krise zu dämpfen, hat das Projekt 1.125 Haushalten sofortige Bargeldhilfen (Cash Transfer Assistance) bereitgestellt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Jordan is one of the world’s most arid countries. Population and economic growth as well as a high number of refugees are increasing the pressure on its water resources. In addition, there are high levels of unemployment in communities that have taken in large numbers of refugees.
At the same time, the King Talal, Mujib, Wala, Zeglab, Kofranja, Wadi Arab, Karak, Zarqa Ma’een and Alwehedi dams are silting up due to soil erosion. As a result of sand and other sediments depositing in the reservoirs, they are not able to store as much water. This silting up endangers the water supply for agriculture in the long term.
Objective
Labour-intensive measures preserve the storage capacities of the dams and reduce erosion in the dam catchment areas. The short-term employment opportunities improve living conditions in host communities.
Approach
The project is part of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) special initiative ‘Tackling the root causes of displacement, stabilising host regions, supporting refugees’. It creates short-term employment opportunities (‘Cash for Work’) for vulnerable Jordanian families and Syrian refugees. It works in three fields of action:
1. The project takes measures to prevent soil erosion. This includes afforestation and constructing check dams as well as terraces, gabion walls, rip rap and dry-stone walls in the catchment area of the dams.
2. The workers preserve cultural heritage sites and rehabilitate relevant antique water infrastructure.
3. A project support unit is established in the Jordanian Ministry of Labour to ensure a more efficient implementation of all BMZ-funded Cash for Work projects in Jordan.
In total, these activities provided short-term jobs for more than 13,000 individuals for at least 40 days, 21 per cent of whom were women. The project also provides labour market services to promote medium-term and long-term employment prospects. To mitigate the negative consequences of the COVID-19 crisis, the project also provided 1,125 households with Cash Transfer Assistance.