Prävention von Gewalt gegen Frauen I

Prevención de la violencia contra las mujeres

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2196.8
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ecuador

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Der Beitrag staatlicher Akteure, des Privatsektors und der Zivilgesellschaft zur Prävention von Gewalt gegen Frauen ist gestärkt

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Technisches Sekretariat des nationalen Plans Todo una Vida

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:2 400 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2168.1

    Prävention von Gewalt gegen Frauen II

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    06.07.2018 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:01.08.2018 - 30.06.2021

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15180 Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Gewalt gegen Frauen wird von weiten Teilen der ecuadorianischen Gesellschaft als normal wahrgenommen und toleriert. Trotz fortschrittlicher Gesetze gegen Gewalt an Frauen sind die Zahlen nach wie vor erschreckend hoch: Sechs von zehn Frauen in Ecuador sind von Gewalt betroffen. Doch Gewalt gegen Frauen ist nicht normal, sondern eine der weitverbreitetsten Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Anfang 2018 hat der ecuadorianische Staat das integrale Gewaltschutzgesetz für Frauen erlassen. Zudem ist die Prävention und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ein vorrangiges Handlungsfeld im ecuadorianischen nationalen Entwicklungsplan „Toda una vida" (2017 bis 2021). Darüber hinaus hat Ecuador sowohl das „Übereinkommen gegen alle Formen der Diskriminierung von Frauen" (CEDAW) als auch die „Interamerikanische Konvention zur Prävention und Bestrafung von Gewalt gegen Frauen" (Convención Belém do Pará) ratifiziert. Das Land bekennt sich zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, zu denen auch die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt.

Trotz dieser Fortschritte bleibt es schwierig, wirksame Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen umzusetzen. Um die Gewalt zu beenden, braucht es alle gesellschaftlichen Kräfte – denn nur so kann ein Umdenken und damit eine dauerhafte Verhaltensänderung in der Gesellschaft erreicht werden.

Ziel

Staatliche Akteur*innen, der Privatsektor und die Zivilgesellschaft leisten einen größeren Beitrag zur Prävention von Gewalt gegen Frauen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt staatliche Institutionen, private Unternehmen, Universitäten und Frauenrechtsorganisationen bei ihren Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt an Frauen. So werden zum Beispiel Kampagnen, Studien und Fortbildungen durchgeführt und Informationen verbreitet. Die nationale Studie "Wie kann man Gewalt gegen Frauen in ecuadorianischen Universitäten verhindern?" wurde mit dem Ziel durchgeführt, auf wissenschaftlicher Grundlage ein Organisationsmodell zur Prävention von Gewalt gegen Frauen zu erarbeiten, das spezifisch auf die Funktionsweise ecuadorianischer Universitäten zugeschnitten ist.

Des Weiteren gab es Kampagnen mit Schwerpunkt auf Beteiligung von Sportler*innen, den Medien, dem Privatsektor, dem Parlament, Student*innen und Frauenrechtsorganisationen, die zur Veränderung diskriminierender und gewalttätiger sozio-kultureller Geschlechtsmuster beitragen.

Dies verbessert den Erfahrungsaustausch und die Kooperation zwischen den Institutionen und fördert die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Gleichzeitig wird ein Prozess des gesellschaftlichen Umdenkens unterstützt, der Gewalt gegen Frauen ablehnt. Gemeinsame Präventionsmaßnahmen wirken innerhalb und außerhalb der Organisationen.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Violence against women is regarded as normal and tolerated by large sections of Ecuadorian society. Despite progressive legislation to counter this problem, the statistics continue to be alarming: six out of every ten women in Ecuador are affected by violence. However, violence against women is not normal, but is instead one of the most widespread violations of human rights worldwide.

In early 2018, the Ecuadorian state enacted a new law protecting women against violence. In addition, preventing and combating violence against women is a priority area of action in Ecuador’s ‘Toda una vida’ national development plan (2017 to 2021). Ecuador has also ratified both the Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women (CEDAW) and the Inter-American Convention on the Prevention, Punishment, and Eradication of Violence against Women (Convención Belém do Pará). The country has committed itself to achieving the United Nations’ Sustainable Development Goals, which include tackling violence against women and girls.

Despite this progress, it remains difficult to implement effective measures to prevent violence against women. To put a stop to violence, all sections of society must do their bit – after all, this is the only way to completely change attitudes and, as a result, bring about a permanent change in behaviour in society.

Objective

State actors, the private sector and civil society are making a greater contribution to preventing violence against women.

Approach

The project supports state institutions, private companies, universities and women’s rights organisations with their measures to prevent violence against women. For example, campaigns, studies and training events are carried out and information is disseminated. A national study on the issue of how to prevent violence against women at Ecuadorian universities was conducted with the aim of developing an organisational model for combating violence against women that has a solid scientific basis and is tailored to the specific structures at Ecuadorian universities.

There were also campaigns that focused on the participation of sportspersons, the media, the private sector, the National Assembly, students and women’s rights organisations, and that helped to change discriminatory and violent socio-cultural gender patterns.

This improves the exchange of experience and collaboration between institutions and fosters cooperation with the private sector. At the same time, the project is supporting the process of altering societal attitudes from acceptance to rejection of violence against women. Joint prevention measures have an impact both inside and outside of organisations.