Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in Zentralamerika (4E III)

Eficiencia Energetica y Energia Renovable en Centroamerica II

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2181.0
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 2C00 Lateinamerika, Karibik
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Zentralamerikanisches Integrationssystem SG-SICA, Belize, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama, El Salvador

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Energieeffizienz ausgewählter Bereiche und die Netzintegration von fluktuierenden erneuerbaren Energien sind in Zentralamerika verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Sistema de la Integración Centroamericana

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 447 257 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2013.2229.6

    Förderung Erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in Zentralamerika II

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    23.10.2009 - 13.01.2022
  • Aktuelles Projekt:01.01.2018 - 13.01.2022

Sonstige Beteiligte

  • Roland Berger GmbH
  • Siemens AG

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitewww.energias4e.com

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23210 Energieerzeugung, erneuerbare Quellen – verschiedene Technologien

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)


Ausgangssituation

Die zentralamerikanischen Länder Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama haben in den vergangenen Jahren ihre eigene „Energiewende" eingeleitet. Sie möchten damit ihre Abhängigkeit gegenüber fossilen Energieträgern reduzieren, die bisher noch ein Drittel des aktuellen Energiebedarfs decken. Die Sicherstellung einer klimabewussten, unabhängigen, kostengünstigen und zuverlässigen Energieversorgung ist für die Region besonders wichtig. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedsländern des zentralamerikanischen Integrationssystems (Sistema de la Integración Centroamericana, SICA) haben sie sich in der „Nachhaltigen Zentralamerikanischen Energiestrategie" den Ausbau erneuerbarer Energien und der Energieeffizienz zum Ziel gesetzt.

Zentralamerika hat in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Umsetzung von Erneuerbaren- Energie-Projekten gemacht. Der Anteil von Wind- und Solarstrom an der regionalen Stromerzeugung ist zwischen 2009 und 2017 von 1,1 Prozent auf acht Prozent gestiegen. Im Bereich Energieeffizienz wird regional aber nach wie vor keine umfassende Strategie zur erweiterten Anwendung von erfolgreichen Modellprojekten umgesetzt. Bei der Netzintegration stellt die zunehmende Einspeisung von variablen erneuerbaren Energien (zum Beispiel Wind- oder Solarstrom) die Netzbetreiber und Regulierer vor neue Herausforderungen im Hinblick auf die Netzstabilität.

Ziel

Energieeffizienz und die Integration variabler erneuerbarer Energien in das regionale Energienetz in Zentralamerika sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Regionalvorhaben „Förderung Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (4E) in Zentralamerika" befindet sich in der dritten Umsetzungsphase. Seit 2010 unterstützt es bei der Verbreitung von 4E-Maßnahmen in Zentralamerika. Ziel der aktuellen Phase III ist, die Energieeffizienz ausgewählter Technologien sowie die Netzintegration von variablen erneuerbaren Energien in Zentralamerika zu verbessern.

Das Ziel wird über den weiteren Ausbau von Energieeffizienzmaßnahmen und zum anderen durch Netzintegration variabler erneuerbarer Energien erreicht:
—Für die Ausweitung von Energieeffizienzmaßnahmen wird ein regionaler Prozess in Zentralamerika angestoßen. Erfahrungen in Energienutzungsbereichen sollen regional geteilt werden. Zugleich wird der Energieverbrauch in den Bereichen Kühlung, Klimatisierung und Beleuchtung durch spezifische Maßnahmen reduziert.
—Bei der Netzintegration arbeitet das Vorhaben mit der Regulierungsbehörde und den Netzbetreibern des zentralamerikanischen Energiesystems zusammen. Gemeinsam sollen sie Vorschläge für normative Regelungen und regional einsetzbare Instrumente entwickeln, die zur Verbesserung der Einspeisung und somit zur Stabilität des regionalen Stromnetzes beitragen.
—Das Regionalvorhaben arbeitet zudem an der Ausweitung des akademischen und beruflichen Aus- und Weiterbildungsangebots mit besonderem Fokus auf der Digitalisierung in der Energiebranche.

Central America. This photovoltaic system on the roof of Alejandro Cotto Theatre in Suchitoto, El Salvador, generates 17,682 kWh. Some is consumed by the theatre, the rest is fed into the grid © GIZ


Wirkungen
—Energieeffizienzmaßnahmen für Zentralamerika: Der Energieverbrauch konnte bereits reduziert werden. Dafür hat das Projekt in der Region energieeffiziente und ökologische Klimaanlagen mit natürlichen Kältemitteln sowie effiziente Beleuchtungs- und Kühlungsanlagen eingeführt.
—Netzstabilität für den regionalen Strommarkt: Die regionale Betriebsbehörde hat mit den nationalen Netzbetreibern und einer internationalen Fachberatung Netzstudien und Instrumente für das regionale Stromsystem entwickelt, um Planungs- und Betriebsprozesse des Netzes mit steigendem Anteil von variablen erneuerbaren Energien anzupassen.
—Digitalisierung der Energiebranche in Zentralamerika: 2018 hat das Vorhaben einen Prozess zur Förderung von Digitalisierung in der Energiebranche angestoßen. Nach einem Einführungsworkshop und einer Fortbildung zu digitalen Lösungen in Deutschland, wurde ein digitaler Fahrplan für Energieunternehmen Zentralamerikas mit relevanten Akteuren des regionalen Energiemarkts entwickelt.
—Frauen im Berufsfeld Energie: Das Vorhaben unterstützt die Förderung von Gender-Aktivitäten in Berufen der Energiebranche. So wurde im Mai 2018 ein Frauennetzwerk für die Energiewirtschaft Zentralamerikas gegründet. Mehrere Workshops, Mentoring- und Trainingsprogramme, u.a. mit dem globalen Netzwerk Global Women's Network for the Energy Transition (GWNET) wurden umgesetzt.
 

 

Projektbeschreibung (EN)




Context

The Central American countries of Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua and Panama have embarked on their own journey towards 'energy transition' in recent years. Their aim is to reduce their dependence on fossil energy sources, which so far still cover one third of their current energy needs. Ensuring a climate-smart, independent, cost-effective and reliable energy supply is particularly important for the region. Together with the other member states of the Central American Integration System (Sistema de la Integración Centroamericana, SICA), their goal is to expand renewable energies and improve energy efficiency in the context of the 'Central American Sustainable Energy Strategy'.

Central America has made progress in implementing renewable energy projects in recent years. The share of wind and solar power in regional power generation rose from 1.1 to 8 per cent between 2009 and 2017. However, there is still no active comprehensive regional strategy for increasing energy efficiency through the implementation of successful pilot projects on a larger scale. The increasing feed-in of variable renewable energy (e.g. wind or solar power) presents grid operators and regulators with new challenges in terms of grid integration and stability.

Objective

Energy efficiency and the integration of variable renewable energy into the regional electricity system in Central America have improved.

Approach

The regional project on Renewable Energies and Energy Efficiency (4E) in Central America is now in its third implementation phase. The project has supported the implementation of 4E measures in Central America since 2010. The current Phase III aims to improve the energy efficiency of selected technologies and the grid integration of variable renewable energy in Central America.

The objective will be achieved by further expanding energy efficiency measures and integrating variable renewable energies into the electricity system.
—A regional process is initiated in Central America in order to further expand energy efficiency initiatives. Experience gained in energy usage areas are to be shared at regional level. At the same time, energy consumption for cooling, air conditioning and lighting is being reduced through dedicated measures.
—The project is cooperating both with the regulator and the network operators of Central America’s energy system to promote grid integration. Joint proposals for standards and instruments that can be used at regional level are to be developed to improve feed-in and thus contribute to the stability of the regional electricity system.
—The regional project is also working on the further development of academic and vocational education and training with a special focus on digitisation in the energy sector.

Central America. This photovoltaic system on the roof of Alejandro Cotto Theatre in Suchitoto, El Salvador, generates 17,682 kWh. Some is consumed by the theatre, the rest is fed into the grid © GIZ


Results
—Energy efficiency measures for Central America: Energy consumption has already been reduced. As part of this work, the project has introduced energy-saving, eco-friendly air-conditioning systems with natural refrigerants as well as efficient lighting and cooling systems in the region.
—Grid stability for the regional electricity market: The regional operating authority has developed grid studies and instruments for the regional electricity system together with national grid operators and international experts to adapt the design and operating processes of the grid to the increasing share of variable renewable energies.
—Digitisation of the energy sector in Central America: The project initiated a process to promote digitisation in the energy sector in 2018. Following an introductory workshop and further training on digital solutions in Germany, a digital road map was developed for energy companies in Central America together with the relevant stakeholders from the regional energy market.
—Women working in the energy sector: The project supports the promotion of gender activities for careers in the energy sector. In May 2018, a women’s network for Central America's energy sector was established. Several workshops, as well as mentoring and training programmes, including with the Global Women's Network for the Energy Transition (GWNET), were implemented.
 

 

Projektbeschreibung (ES)


Situación de partida

En los últimos años, los países centroamericanos Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua y Panamá han emprendido su propia "transición energética". Con ello quieren reducir su dependencia de las fuentes de energía fósiles, que continúan cubriendo un tercio de la demanda de energía actual. Para la región reviste especial importancia garantizar un suministro energético respetuoso con el clima, independiente, económico y fiable. Junto con otros Estados miembros del Sistema de la Integración Centroamericana (SICA), en la Estrategia Energética Sustentable de Centroamérica han fijado como objetivo desarrollar las energías renovables y la eficiencia energética.

En los últimos años, Centroamérica ha logrado avances en la implementación de proyectos de energías renovables. Entre 2009 y 2017, el porcentaje de energía eólica y solar en la generación de energía eléctrica en la región aumentó del 1,1 al 8 %. Sin embargo, en el ámbito de la eficiencia energética, a nivel regional sigue sin existir una estrategia integral para la extensa aplicación de proyectos modelo eficaces. La creciente incorporación de energías renovables variables —por ejemplo, energía eólica y solar— plantea nuevos desafíos a los operadores y entidades reguladoras a la hora de integrarlas en la red de forma que esta se mantenga estable.

Objetivo

Se han mejorado la eficiencia energética y la integración de energías renovables variables en la red eléctrica regional de Centroamérica.

Procedimiento

El programa regional Energías Renovables y Eficiencia Energética en Centroamérica (4E) se encuentra en la tercera fase de implementación. Desde 2010 presta apoyo en la difusión de medidas 4E en Centroamérica. El objetivo de la tercera y actual fase es mejorar la eficiencia energética de determinadas tecnologías, así como la integración de energías renovables variables en la red de Centroamérica.

Para ello, se continuarán desarrollando medidas de eficiencia energética y la integración de energías renovables variables en la red:
—Con el fin de ampliar las medidas de eficiencia energética, se iniciará un proceso regional en Centroamérica. Se compartirán a nivel regional las experiencias adquiridas en los ámbitos de la utilización de energía. Al mismo tiempo, mediante medidas específicas se reducirá el consumo de energía destinada a la refrigeración, climatización e iluminación.
—Para la integración en la red, el programa colabora con los organismos reguladores y operadores de red del sistema energético centroamericano. Está previsto que desarrollen conjuntamente propuestas para la elaboración de disposiciones normativas e instrumentos aplicables a nivel regional que contribuyan a mejorar la incorporación y, por consiguiente, la estabilidad de la red eléctrica regional.
—Asimismo, el programa regional trabaja en la ampliación de la formación académica y profesional, tanto inicial como continua, prestando especial atención a la digitalización en el sector de la energía.


Resultados


—Medidas de eficiencia energética para Centroamérica: Ya se ha logrado reducir el consumo de energía. Para ello, el proyecto regional ha introducido sistemas de aire acondicionado energéticamente eficientes y ecológicos que utilizan refrigerantes naturales, así como instalaciones de iluminación y refrigeración eficientes.
—Estabilidad de la red para el mercado regional de energía eléctrica: En colaboración con los operadores de la red y contando con asesoría técnica internacional, el organismo regional responsable de la operación de la red ha desarrollado estudios específicos e instrumentos para el sistema eléctrico regional, con el fin de adaptar los procesos de planificación y operación de la red a un mayor porcentaje de energías renovables variables.
—Digitalización del sector de la energía en Centroamérica: En 2018, el programa inició un proceso para fomentar la digitalización del sector de la energía. Tras haber organizado en Alemania un taller de introducción y una capacitación sobre soluciones digitales, se desarrolló una hoja de ruta para las empresas energéticas de Centroamérica, en colaboración con actores relevantes del mercado energético regional.
—Las mujeres en profesiones del sector energético: El programa apoya el fomento de actividades en materia de género en profesiones del sector de la energía. En mayo de 2018 se fundó una red de mujeres para el sector energético en Centroamérica. Se han llevado a cabo diversos talleres, mentorías y programas de capacitación, junto con la red global Global Women's Network for the Energy Transition (GWNET), entre otras.