Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Ländercluster Westäthiopien - Ostsudan
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2165.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: IGAD - Intergovernmental Authority on Development, Äthiopien, Sudan
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Lebensbedingungen für die lokale Bevölkerung in den Grenzregionen von Benishangul-Gumuz, Äthiopien, und Blue Nile State, Sudan, in Bezug auf Frieden, Ernährungssicherung und soziale Dienstleistungen sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Intergovernmental Authority on Development (IGAD)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:19 900 000 Euro
Kombifinanzierung
Europäische Union (EU): 15 900 000Euro
Vorgänger-Projekt
nicht verfügbar
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 07.12.2017 - 02.03.2022 - Aktuelles Projekt:01.01.2018 - 02.03.2022
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Desertifikationsbekämpfung
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
43040 Ländliche Entwicklung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation:
Ernährungsunsicherheit und gewalttätige Konflikte sind häufige Heraus-forderungen für die Bevölkerung am Horn von Afrika, insbesondere in Grenzregionen. Diesen Bevölkerungsgruppen fehlt es oft an grundlegen-der sozialer Infrastruktur. Begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten und häufige Nahrungsmittelknappheit verschärfen die Situation. In diesen Regionen bieten grenzüberschreitender Handel sowie starke historische Bindungen zwischen den Bevölkerungsgruppen auf beiden Seiten der Grenze eine wichtige Möglichkeit für die wirtschaftliche Entwicklung. Handel und grenzüberschreitende Zusammenarbeit haben das Potenzial, sowohl nationale als auch regionale Entwicklungsziele zu erreichen.
Im überwiegend ländlichen Grenzgebiet zwischen Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens und dem Blue Nile State im Osten des Sudans leben über 1,6 Millionen Menschen. Der Zustrom von MigrantInnen, Geflüchte-ten und Binnenvertriebenen hat den Druck auf die Nutzung lokaler Res-sourcen wie Land erhöht und zu verstärkten Spannungen und zum Teil gewaltsamen Konflikten innerhalb der Gemeinden geführt. Es ist drin-gend erforderlich, proaktive Lösungen zu entwickeln, um die Stabilität und die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region zu gewähr-leisten.
Ziel:
Um Konflikte zu verringern und die allgemeinen Lebensbedingungen zu verbessern, sollen die wirtschaftlichen Potentiale im Grenzgebiet Benishangul-Gumuz Region/ Blue Nile State in Wert gesetzt werden. Dazu gehört auch, die Gemeinden dabei zu unterstützen, Schocks (z.B. Ernteausfälle) besser zu überstehen und Konflikte friedlich zu lösen. Ziel ist es, die Resilienz der Bevölkerung gegenüber Instabilität und Notlagen zu stärken und dabei vor allem wirtschaftliche Chancen für Jugendliche und Frauen zu verbessern.
Vorgehensweise:
Das Programm wird im Auftrag der Bundesregierung und der Europä-ischen Union durch den Emergency Trust Fund for Africa durchgeführt. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Regierungsinstitutionen in Äthio-pien und Sudan sowie der Intergovernmental Agency on Development (IGAD). In Kooperation mit lokalen und regionalen Partnern soll das Pro-gramm Aktivitäten in den folgenden Bereichen unterstützen:
Einkommenssteigerung durch Wertsteigerung der Produkte: Diversifi-zierung der Einkommen ist ein Weg, um die Resilienz der Bevölkerung zu erhöhen. Neben der Förderung von landwirtschaftlicher Produktion, zielt das Programm darauf ab, die Verarbeitung und Vermarktung von Gartenbau-, Fischerei- und Nichtholzerzeugnissen zu verbessern.
Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen: Um wirtschaftlich aktiver zu sein, benötigen junge Menschen im Grenzgebiet Zugang zu beruflicher Bildung und Beschäftigung. Das Programm sieht daher die Unterstützung der Berufsausbildung von Jugendlichen auf beiden Seiten der Grenze vor.
Bessere Dienstleistungen durch verbesserte Basisinfrastruktur: Die Grenzregion weist eine der höchsten Mütter- und Kindersterblichkeits-raten in ihren jeweiligen Ländern auf. Fehlende Ausstattung und schlechte Infrastruktur erschweren es Gesundheitseinrichtungen, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung anbieten zu können. Das Programm wird die lokalen Akteure bei der Rehabilitierung ausgewählter Gesundheitszentren unterstützen und mittels Solarmodulen und Syste-men zur Regenwassernutzung die Versorgung mit Elektrizität und Was-ser verbessern. Um die Wasserversorgung für Pastoralisten und Agro-Pastoralisten im Blue Nile State zu verbessern, werden bestehende Wasserversorgungssysteme entsprechend optimiert.
Frieden schaffen, Konflikte reduzieren: Zunehmende Spannungen in der Region unterstreichen die Bedeutung lokal existierender formeller und informeller, friedensfördernder Strukturen. Das Programm unterstützt die Gemeinden dabei, besser auf Konflikte zu reagieren und diese zu lösen. Gleichzeitig soll das grenzüberschreitende Konfliktfrühwarnsystem (CEWARN) der IGAD gestärkt werden.
Effektiver Handel über die Grenze hinweg: Der bestehende grenzüber-schreitende Handel ist weitgehend informell, und illegaler Handel ist weit verbreitet. Die Initiativen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit des Programms bringen Gemeinden und EntscheidungsträgerInnen auf beiden Seiten der Grenze zusammen, um grenzüberschreitenden Handel zu formalisieren, auszuweiten und damit eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Grenzregion zu befördern. Ziel ist es, die Koordination und Handels- und Arbeitsmöglichkeiten zu verbessern und den Aus-tausch zu erleichtern.
Ergebnisse:
Das Programm hat im September 2018 die Einführungsphase abge-schlossen; nun beginnt die Implementierung von Aktivitäten. Erste Resultate werden in den kommenden Monaten erwartet.
Projektbeschreibung (EN)
Context:
Food insecurity and violent conflicts are major challenges for the population in the Horn of Africa, especially in border regions. Basic social infrastructure is often lacking. Limited em-ployment opportunities and food shortages exacerbate the situation. Trade, which has ex-panded as a result of strong historical links between populations on both sides of the border, provides a key opportunity for economic development. Trade and cross-border collaboration have the potential to achieve both national as well as regional development goals.
Over 1.6 million people live in the predominantly rural border area between Benishangul-Gumuz in western Ethiopia and Blue Nile State in eastern Sudan. The influx of migrants, refu-gees and internally displaced persons has increased the pressure on local resources such as land and water. It has also fuelled tensions and sometimes violent conflicts within the commu-nities. There is an urgent requirement to develop forward-looking solutions to ensure stability and continued economic development in the region.
Objective:
In order to reduce conflicts and improve living conditions, the programme promotes the eco-nomic potential of the border region of Benishangul-Gumuz Region and Blue Nile State. This includes supporting communities in order to better survive crop failures and resolve conflicts peacefully. The resistance of the population to instability and emergency situations has been strengthened and economic opportunities, especially for young people and women, have been improved.
Approach:
On behalf of the Federal Government and the European Union, the programme is implement-ed by the Emergency Trust Fund for Africa in cooperation with government institutions in Ethiopia and Sudan as well as the Intergovernmental Authority on Development (IGAD). The programme supports activities in five areas in cooperation with local partners.
More income by increasing the value of the products
Income diversification is one way of improving the ability of people to cope with challenging situations. In addition to promoting agricultural production, the programme also aims to im-prove the processing and marketing of fruit, fishery and non-timber products.
Employment opportunities for young people
In order to be more economically active, young people in the border area require access to vocational training and employment. The programme therefore supports vocational training for young people on both sides of the border.
Better services through improved basic infrastructure
Both border regions have one of the highest maternal and infant mortality rates in their respec-tive countries. A lack of equipment and poor infrastructure, such as the unavailability of run-ning water and electricity, make it difficult for the health facilities to provide health care that fulfils, or complies with, the minimum requirements. The programme supports the local gov-ernment in renovating selected health centres. It also promotes the use of solar modules and systems and the utilisation of rainwater to stabilise electricity and water supply. Existing water supply systems will be optimised in order to improve the supply for farmers who are engaged in natural pasture farming and/or agriculture in Blue Nile State.
Creating peace, reducing conflicts
Increasing tensions in the region underscore the importance of formal and informal peace-building structures. The programme hereby supports communities to better respond to and to resolve these conflicts. IGAD's cross-border conflict early warning system (CEWARN) is to be simultaneously strengthened.
Effective trade across the border
Cross-border trade is mostly informal and illegal trade is widespread. The collaboration initia-tives bring together communities and responsible people on both sides of the border to formal-ise and expand cross-border trade and therefore promote sustainable economic development in the border region. The objective here is to better coordinate trade and employment opportu-nities and facilitate exchanges.
Results:
The programme completed its introductory phase in September 2018 and is now starting to implement activities. Initial results are expected in the coming months.