Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2161.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1300 Südliches Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrika NA, Lesotho, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Kooperation von staatlichen, nichtstaatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Partnerorganisationen der deutschen politischen Stiftungen und kirchlichen Hilfswerke vor Ort

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:10 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2021.2026.9

    Partnerschaften zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika II (PfP II)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    19.12.2017 - 30.11.2025
  • Aktuelles Projekt:01.12.2017 - 25.07.2023

Sonstige Beteiligte

  • Arge GFA Consulting Group GmbH-
  • Syspons GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15180 Überwindung der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Gewalt gegen Frauen und Mädchen stellt im südlichen Afrika eine weitverbreitete und gravierende Menschenrechtsverletzung dar. Die soziale, politische und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen und Mädchen ist stark beeinträchtigt. Im internationalen Vergleich tritt Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Ländern des südlichen Afrikas besonders häufig auf. Sie ist überdies allgemein gesellschaftlich akzeptiert. Vor allem häusliche Partnergewalt wird durch gesellschaftliche Normen gefördert. Bis zu zwei Drittel aller Frauen in den Ländern gibt an, Gewalterfahrungen (physische und/oder emotionale Gewalt) gemacht zu haben. Häusliche Partnergewalt ist dabei die häufigste Form. Gleichzeitig sind die institutionellen Kompetenzen für die Umsetzung und Koordination von Gewaltprävention bislang unzureichend ausgebaut.

Ziel
Die Kooperation von staatlichen, nichtstaatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika ist verbessert.

Vorgehensweise

Das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Ländern des südlichen Afrikas erfordert breit angelegte Ansätze. Das Programm unterstützt Regierungen, Organisationen der Zivilgesellschaft, privatwirtschaftlichen Unternehmen, Medien und Hochschulen beim Aufbau von Multi-Akteurs-Partnerschaften. Gemeinsam setzen sie „Leuchtturmprojekte" in Südafrika, Lesotho und Sambia um. Diese Projekte unterstützen neue Ansätze, die in der jeweiligen Region entwickelt wurden. Sie zielen darauf ab, alle Formen der Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen zu verhindern.
Beispielsweise wurde in Lesotho eine Smartphone-App entwickelt, die Frauen über ihre Rechte informiert und in Notfallsituationen genutzt werden kann. Ein Projekt in Sambia arbeitet mit religiösen und traditionellen Akteuren zusammen, um das Bewusstsein für die Problematik zu vergrößern. In Südafrika zielt die Zusammenarbeit mit der Medienbranche darauf ab, negative Geschlechterstereotype auszuräumen und die Repräsentativität von Frauen in der Berichterstattung zu steigern.
Die Zielgruppe des Vorhabens sind Frauen und Mädchen als Hauptleidtragende der geschlechtsspezifischen Gewalt. Doch setzt das Projekt auch bei Jungen und Männern an, um eine umfassende Veränderung von gesellschaftlichen Gendernormen in den Partnerländern zu bewirken.

Wirkungen

Im Rahmen einer sechsmonatigen Auftaktphase beauftragte das Programm eine Studie über die Ausgangssituation in den drei Ländern. Darauf aufbauend wurden Maßnahmen an die länderspezifischen Gegebenheiten angepasst, Handlungsbedarfe identifiziert und Multi-Akteurs-Partnerschaften angestoßen. Die Studie wurde als innovative Netzwerkanalyse entwickelt, die die Qualität der Netzwerke zur Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den drei Ländern untersuchte. Empfehlungen der Studie flossen in die Beratung der politischen Partner sowie die Planung der Leuchtturmprojekte ein. Zudem wurden erste regionale Austauschformate unterstützt und Themen für Begleitforschung identifiziert.

 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

Violence against women and girls is a widespread and serious violation of human rights in southern Africa. The social, political and economic participation of women and girls is severely impaired. In international comparison, violence against women and girls is particularly prevalent in the countries of southern Africa. It is also generally accepted by society. Above all, domestic partner violence is promoted by social norms. Up to two-thirds of all women in the countries claim to have experienced violence (physical and / or emotional violence). Domestic partner violence is the most common form. At the same time, institutional competences for the implementation and coordination of violence prevention have so far been insufficiently developed.

Objective

Cooperation between state, non-governmental and private sector actors to prevent violence against women and girls in southern Africa has improved.

Approach

The extent of violence against women and girls in southern African countries requires broad-based approaches. The program supports governments, civil society organizations, private companies, media and academia in building multi-stakeholder partnerships. Together, they implement "flagship projects" in South Africa, Lesotho and Zambia. These projects support new approaches developed in each region. They aim to prevent all forms of violence against women and girls.

For example, a smartphone app was developed in Lesotho, which informs women about their rights and can be used in emergency situations. A project in Zambia works with religious and traditional actors to increase awareness of the issue. In South Africa, cooperation with the media industry aims to address negative gender stereotypes and increase women's representativeness in reporting.

The target group of the project are women and girls as the main victims of gender-based violence. Nevertheless, the project also approaches boys and men to make a major change in social gender norms in the partner countries.

Results

As part of a six-month prelude period, the program commissioned a study of the initial situation in the three countries. Based on this, measures were adapted to the country-specific conditions, action needs identified and multi-stakeholder partnerships initiated. The study was developed as an innovative network analysis that examined the quality of networks for the prevention of violence against women and girls in the three countries. Recommendations of the study were used to advise the political partners and to plan the flagship projects. In addition, first regional exchange formats were supported and topics identified for accompanying research.