Trinkwasser- und Sanitärversorgung in Boucle du Mouhoun, Hauts-Bassins und Süd-West
Programme Eau Potable et Assainissement dans la Boucle du Mouhoun, les Hauts Bassins et le Sud-Ouest
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2127.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Burkina Faso
Zusammenfassung
- Ziele:
Der breitenwirksame und beschäftigungsfördernde Ausbau der städtischen Trinkwasser- und Sanitärversorgung ist beschleunigt.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministère de l’Agriculture, des Ressources Hydrauliques, de l’Assainissement et de la Sécurité Alimentaire
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:6 850 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2014.0
Trinkwasser und Sanitärprogramm in Boucle du Mouhoun, Hauts-Bassins und Süd-West
Nachfolger-Projekt
2020.2014.7
Stärkung der Effizienz von Trinkwasser- und Sanitärversorgungsdienstleistungen
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 31.10.2005 - 31.05.2027 - Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 30.01.2022
Sonstige Beteiligte
- GFA Consulting Group GmbH
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
14030 Grundlegende Versorgung im Bereich Trinkwasser und Sanitärversorgung und Abwassermanagement
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Stadtbevölkerung Burkina Fasos wird von 4,3 Millionen Menschen (Stand 2017) bis zum Jahr 2030 auf etwa 11 Millionen ansteigen. Dadurch wachsen die Städte und ländliche Regionen werden erschlossen. Das halbstaatliche Wasserversorgungsunternehmen ONEA (Office national de l'eau et de l'assainissement) versorgt 56 städtische Zentren. Über 90 Prozent der Bevölkerung, die dort leben, haben Zugang zu sicherem Trinkwasser. Nur 34 Prozent der städtischen Bevölkerung nutzen sanitäre Einrichtungen, die Mindeststandards entsprechen. Die mangelhafte Sanitärversorgung trägt unter anderem auch zur Verschmutzung von Trinkwasser während des Transports und der Lagerung bei. Davon betroffen sind vor allem die 1,5 Millionen armen Nutzer*innen der öffentlichen Wasserkioske. 60 Prozent der Bevölkerung leiden wegen der schlechten Wasserqualität unter Durchfallerkrankungen und Mangelerscheinungen. Aktivitäten zur Trinkwasserversorgung werden konsolidiert. Mit dem Fokus auf den Ausbau einer breitenwirksamen Sanitärkette sollen sowohl die Trinkwasser- und Sanitärversorgung gesichert werden als auch Arbeitsplätze entstehen.
Die Ursachen für die Probleme in der Trinkwasser- und vor allem Sanitärversorgung liegen in Defiziten der Regierungsbehörden begründet. Quantitative und qualitative Kapazitätsengpässe existieren im Wasserministerium, den Kommunen sowie in den für die Sanitärversorgung zuständigen Einheiten der ONEA.
Ziel
Das halbstaatliche Versorgungunternehmen ONEA, zuständig für die städtische Wasser- und Sanitärversorgung, hat den Ausbau einer breitenwirksamen und beschäftigungsfördernden Trinkwasser- und Sanitärversorgung – vor allem in den Stadtrandgebieten – beschleunigt.
Vorgehensweise
Das Programm baut auf den Ergebnissen des Vorgängermoduls auf, die bei den Rahmenbedingungen und in der Umsetzung in der Trinkwasserversorgung erreicht wurden. Ein neuer Fokus liegt auf der dezentralen, städtischen Sanitärversorgung. Das Vorhaben verfolgt einen Ansatz, der alle Stufen der Sanitärkette berücksichtigt: Fassung – Entleerung – Behandlung. Es fördert öffentliche und private Akteure bezüglich der Strategie, Finanzierung, Regulierung und Dienstleistungserbringung.
Auf der individuellen Ebene stärkt das Vorhaben das mittlere Management und das technische Personal des Ministeriums für Wasser und Sanitär, der ONEA (im Bereich Investitionsplanung, Betrieb und Wartung des Trinkwassernetzes, Energieaudits, Planung und Monitoring der Sanitärversorgung) sowie Kommunen (Kontrolle von Umweltstandards). Darüber hinaus bildet es Wasserkomitees, Klempner, Techniker, Maurer, Grubenentleerer und Spezialisten zur Hygienesensibilisierung fort.
Auf Ebene der Organisation berät das Vorhaben ONEA in Bezug auf funktionale, zentrale und dezentrale Organisationsstrukturen, um Sanitärdienstleistungen zu planen und zu steuern, sowie in Bezug auf das Managementkonzept für die Sanitärkette.
ONEA mobilisiert jährlich etwa 1,6 Millionen Euro Eigenmittel für Investitionen in die Sanitärkette. Sein strategischer Plan bis 2020 bietet einen guten Rahmen für den Ausbau der der Sanitärversorgung. Ziel ist, den Prozentsatz der Bevölkerung, die Zugang haben, auf 46 Prozent zu erhöhen. Bis zu 34 neue Schlammbehandlungsanlagen sollen gebaut werden.
Wirkungen
Das Vorhaben befindet sich im ersten Jahr (2019) in seiner Durchführung, dadurch können noch keine Wirkungen genannt werden. Es gibt für diese Durchführungsphase folgende Wirkungshypothesen:
(i) Geberorganisation unterstützen Harmonisierung und Standards. Höhere Transparenz, harmonisierter Verfahren und eine gute Informationsgrundlage tragen zu besseren Entscheidungen sowie Mittelallokationen bei und dadurch zu einer beschleunigten Entwicklung des Trinkwasser- und Sanitärsektors.
(ii) Das Managementkonzept definiert die Verantwortlichkeiten und konkreten Umsetzungsschritte für alle Beteiligten sodass die Standards der Sanitärversorgung praktisch, qualitativ einheitlich und zeiteffizient umgesetzt werden können.
(iii) Ein verbessertes Kostenmanagement erhöht die Eigenfinanzierungskapazität und damit die Investitionen ONEAs, was Ausbau und Unterhaltung der Trinkwassernetze und Sanitärkette fördert.
(iv) Gut ausgebildete und informierte Sektorakteure erfüllen ihre Management- und technischen Funktionen besser und schneller.
Projektbeschreibung (EN)
Starting situation
The urban population of Burkina Faso will rise from 4.3 million people (as of 2017) to around 11 million by 2030. As a result, the cities will grow and rural regions will be developed.
The parastatal water supply company ONEA (Office National de l'Eau et de l'Assainissement) supplies 56 urban centres. Over 90 percent of the population living there have access to safe drinking water. Only 34 percent of the urban population use sanitary facilities that meet minimum standards.
Poor sanitation also contributes to the pollution of drinking water during transport and storage. The 1.5 million poor users of public water kiosks are particularly affected. 60 percent of the population suffer from diarrhoea and deficiency symptoms due to poor water quality. Activities to supply drinking water are being consolidated. With the focus on the expansion of a broad-based sanitation chain, both the drinking water and sanitation supply are to be secured and jobs created.
The reasons for the problems in the drinking water supply and above all in sanitation lie in deficits in the government authorities. Quantitative and qualitative capacity bottlenecks exist in the Ministry of Water, the municipalities and the ONEA units responsible for sanitation.
Goal
The parastatal utility ONEA, responsible for urban water and sanitation, has accelerated the expansion of a broad-based and employment-promoting drinking water and sanitation system, especially in the suburbs.
How we do it
The programme builds on the results of the previous module, which were achieved in terms of framework conditions and implementation in drinking water supply. A new focus is on decentralised urban sanitation. The project pursues an approach that takes into account all stages of the sanitation chain: Version - Emptying - Treatment. It promotes public and private actors with regard to strategy, financing, regulation and service provision.
At the individual level, the project strengthens the middle management and technical staff of the Ministry of Water and Sanitation, ONEA (in the areas of investment planning, operation and maintenance of the drinking water network, energy audits, planning and monitoring of sanitation) and municipalities (monitoring of environmental standards). It also trains water committees, plumbers, technicians, bricklayers, cesspit emptying and hygiene awareness specialists.
At the organizational level, the ONEA project advises ONEA on functional, centralized and decentralized organizational structures to plan and manage sanitation services and on the management concept for the sanitation chain.
ONEA mobilises around €1.6 million annually in own funds for investments in the sanitation chain. Its strategic plan until 2020 provides a good framework for the expansion of sanitation. The aim is to increase the percentage of the population with access to sanitation to 46 percent. Up to 34 new sludge treatment plants are to be built.
Effects / Impacts
The project is in its first year of implementation (2019), which means that no impacts can yet be identified. The following impact hypotheses exist for this implementation phase:
(i) Donor organisations support harmonisation and standards. Greater transparency, harmonised procedures and a good information base contribute to better decisions and the allocation of funds and thus to an accelerated development of the drinking water and sanitation sector.
(ii) The management concept defines the responsibilities and concrete implementation steps for all participants so that the standards of sanitation can be implemented in a practical, qualitatively uniform and time-efficient manner.
(iii) Improved cost management increases ONEA's self-financing capacity and thus its investments, which promotes the expansion and maintenance of drinking water networks and the sanitation chain.
(iv) Well-trained and informed sector actors perform their management and technical functions better and faster.