Sektorprogramm Governance

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2112.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G420 Governance, Menschenrechte
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Voraussetzungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Governance entsprechend der Agenda 2030 sind verbessert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 872 852 Euro

Kombifinanzierung

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC): 874 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2014.2249.2

    Förderung von Good Governance

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2152.5

    Sektorvorhaben Governance

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    15.11.2001 - 30.06.2027
  • Aktuelles Projekt:01.10.2017 - 30.10.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

„Governance" bezeichnet die Art und Weise, wie in einem Staat Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden, wie Politiken formuliert und anschließend umgesetzt werden. Das betrifft politische Prozesse auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
Im September 2015 verabschiedete die internationale Staatengemeinschaft die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie betont die zentrale Bedeutung von Governance und schreibt dem Thema eine Schlüsselrolle zu. Governance ist dort als eigenes Ziel festgeschrieben: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (Ziel 16). Darüber hinaus ist Governance Kernelement zahlreicher Unterziele und Indikatoren der Agenda 2030.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das vordringliche Ziel, deutsche Förderansätze für Governance weiterzuentwickeln, sichtbarer zu machen und in der Entwicklungszusammenarbeit zu verankern. Zum Verständnis von Governance der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gehören rechenschaftspflichtige, funktionierende Institutionen und Verfahren auf allen Ebenen, die das Handeln staatlicher und nichtstaatlicher Akteure regeln. Transparente Verwaltungssysteme sowie inklusive Politik- und Aushandlungsprozessen sind ebenfalls von großer Bedeutung. Politische Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit sind grundlegend für konstruktive Beziehungen zwischen Staat und Bürgern, ebenso wie der verantwortungsvolle Umgang mit staatlicher Macht.
Das Ministerium hat die wachsende Bedeutung der lokalen Ebene erkannt – vor allem für die Umsetzung der Agenda 2030. Es engagiert sich deshalb nachdrücklich für Reformen zur Dezentralisierung und Local Governance. Dabei handelt es sich um tiefgreifende und hochpolitische Prozesse auf allen staatlichen Ebenen, für die es wichtig ist, dass sich alle internationalen Reformpartner vernetzen und ihre Unterstützung koordinieren.

Ziel

Die Voraussetzungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Förderung von Governance entsprechend der Agenda 2030 sind verbessert.

Vorgehensweise

Das Projektteam berät das BMZ und die Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu übergreifenden, aktuellen Governance-Themen. Fachthemen des Vorhabens sind unter anderem Dezentralisierung und Local Governance, Rechtsstaatlichkeit, Verwaltungsreform, demokratische Kultur und Prozesse, Sektor- und E-Governance. Das Team unterstützt das BMZ dabei, neue Konzepte und Strategien vorzubereiten, zu formulieren und umzusetzen. Durch die Mitwirkung in fachlichen, politischen Netzwerken oder internationalen Organisationen bringt das Sektorprogramm Governance-Ansätze in die deutsche und internationale Diskussion ein. Auch die Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene gehört zu den Schwerpunkten des Vorhabens. Das Projektteam erstellt außerdem Fachbeiträge und unterstützt Wissensmanagement.
Zentraler Teil des Vorhabens ist das 2008 gegründete Sekretariat des Netzwerks Development Partners Network on Decentralisation and Local Governance (DeLoG). Zu DeLoG gehören mittlerweile 29 bi- und multilaterale Entwicklungspartner. Das Sekretariat stärkt die Mitglieder bei Vernetzung, Zusammenarbeit und gemeinsamem Lernen. Es schafft damit die Voraussetzungen für eine verbesserte, koordinierte Umsetzung von Dezentralisierungs- und Local-Governance-Ansätzen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und bei den Netzwerkmitgliedern. Die Arbeit des Sekretariats wird seit 2012 von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) kofinanziert.
Gemeinsam mit der Deutschen Welle Akademie fördert das Vorhaben den Aufbau von Beratungs- und Fortbildungsangebot zu digitalen Rechten und digitaler Sicherheit für die Durchführungsorganisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Partner. Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Medienhäusern zu verbessern, wird zudem der Aufbau eines Media-Viability-Netzwerks zur Entwicklung alternativer Finanzierungsmodelle unterstützt. Darüber hinaus werden Medienschaffende in ausgewählten Partnerländern durch die Einrichtung eines Expertennetzwerks zum Umgang mit großen Datenmengen qualifiziert.

Wirkungen

Das Vorhaben knüpft an die Leistungen der beiden Vorgängervorhaben „Sektordialog und Geberharmonisierung Dezentralisierung und Local Governance" sowie „Förderung von Good Governance" an. Konzeptionelle Beiträge der Vorhaben ermöglichten es dem BMZ, die deutsche Position zur Rechtsstaatsförderung und Dezentralisierung weiterzuentwickeln und international darzustellen.
Eine Handreichung für das Arbeiten mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in weltweit zunehmend eingeschränkten Handlungsspielräumen − sogenannten Shrinking Spaces − machte die Aktivitäten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur Demokratieförderung sichtbarer. In acht Ländern wurden gemeinsam mit der Deutschen Welle lokale Initiativen dabei unterstützt, die Pressefreiheit und den Zugang zu Informationen zu verbessern.
Dienstleistungen des DeLoG-Sekretariats intensivierten Austausch, Vernetzung und gemeinsames Lernen verschiedener internationaler und multilateraler Geber. Das internationale Verständnis für die Bedeutung von Mehrebenenansätzen und der lokalen Ebene für die Umsetzung von Governance-Reformen wurde dadurch weiter gestärkt.




 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

'Governance' is the way in which decisions are taken and policies are formulated and implemented within a state. This affects political processes at local, national and international level.
Governance is at the heart of the 2030 Agenda for Sustainable Development, which was adopted by the international community in September 2015. The agenda stresses the paramount importance of governance and ascribes a key role to the topic. Indeed, governance is a Sustainable Development Goal (SDG) in its own right: Goal 16 on peace, justice and strong institutions. Furthermore, governance is a core element of many other targets and indicators of the 2030 Agenda.
A prime objective of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) is to refine German approaches to supporting governance, to make them more visible and mainstream them within development cooperation. For German development cooperation, governance means efficient and accountable institutions and procedures at all levels that regulate the activities of governmental and non-governmental actors. Transparent administrative systems and inclusive policy and negotiation processes are also of major importance. Exercising state power in a responsible manner is a key element of governance, as is fostering constructive relations between the state and its citizens. This includes rule of law and political participation.
Acknowledging the growing importance of the local level – especially with regard to the implementation of the 2030 Agenda – BMZ is strongly committed to promoting decentralisation and local governance reforms. These reforms involve far-reaching and highly political processes at all levels of government, which rely on all international reform partners to network and coordinate their support.

Objective

German development cooperation is better placed to promote governance in accordance with the 2030 Agenda.

Approach

The programme team advises BMZ and the implementing German development cooperation organisations on current overarching governance issues. These include decentralisation, local governance, rule of law, administrative reform, democratic culture and processes, sectoral and e-governance. The team assists BMZ in preparing, formulating and implementing new concepts and strategies. Through participation in sectoral and political networks and work with international organisations, the sector programme feeds governance approaches into the German and international debate. Implementing the 2030 Agenda at local level is another main tasks of the programme. Furthermore, the project team prepares specialist contributions in many forms and supports knowledge management.
A central component of the programme is the Secretariat of the Development Partners Network on Decentralisation and Local Governance (DeLoG). Founded in 2008, DeLoG is an informal network of 29 bilateral and multilateral development partners. The DeLoG Secretariat strengthens the members’ capacity to network, cooperate and engage in joint learning processes. It thus facilitates improved and coordinated implementation of decentralisation and local governance approaches within German development cooperation and among the network members. The Secretariat’s work has been co-financed by the Swiss Agency for Development and Cooperation (DEZA) since 2012.
Along with Deutsche Welle Academy, the programme offers advisory and training services focusing on digital rights and digital security to the organisations of German development cooperation and their partners. To strengthen the economic independence of media institutions, the project also supports building up a media viability network to develop alternative financing models. In addition, an expert network is set up to qualify media professionals in selected partner countries for handling big amounts of data.

Results

The programme builds on the work of the two preceding projects, Sector Dialogue and Donor Harmonisation on Decentralisation and Local Governance, and Promotion of Good Governance. Conceptual inputs by these projects enabled BMZ to develop Germany’s position on promoting the rule of law and decentralisation and to represent it on the international stage.
Guidelines for working with civil society actors in contexts of reduced freedom of action worldwide, known as shrinking spaces, were developed and have increased the visibility of Germany’s active support for democracy. Together with Deutsche Welle, the programme has supported local initiatives in eight countries in improving the freedom of the press and access to information.
The DeLoG Secretariat has worked to intensify exchange, networking and joint learning by various international and multilateral donors. This has helped to further strengthen international awareness of the significance of the multi-level approach and the local level for the rollout of governance reforms.