Dezentralisierung und Kommunalentwicklung

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2103.4
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1100 Westafrika 1 und Zentralafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Burkina Faso

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die Gebietskörperschaften bieten bedarfsorientierte Dienstleistungen für die Bevölkerung an.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministère de l'Administration Territoriale, de la Décentralisation et de la Sécurité

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:10 728 531 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2011.2046.8

    Programm Dezentralisierung/Kommunalentwicklung

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2012.1

    Dezentralisierung und Soziale Kohäsion (Décentralisation et Cohésion Sociale)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    22.10.2004 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:01.04.2018 - 15.04.2021

Sonstige Beteiligte

  • Arge AMBERO Consulting Gesellschaft

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Bereits seit 1991 hat Burkina Faso in seiner Verfassung festgeschrieben, Teile der zentralstaatlichen Zuständigkeiten an lokale Strukturen zu übertragen. Durch die Dezentralisierung beabsichtigt der burkinische Staat, die Teilhabe der Bevölkerung zu erhöhen, indem mehr politische Mitsprache in lokalen Entwicklungsprozessen möglich ist und Infrastrukturen und Dienstleistungen entsprechend den Bedarfen vor Ort bereitgestellt werden.
Diese neue Kompetenzverteilung zwischen den unterschiedlichen staatlichen Ebenen stellt die Akteure jedoch vor viele Herausforderungen. Zudem mangelt es den Gemeinden und Regionen an personellen und finanziellen Ressourcen, um die ihnen übertragenen Aufgaben wahrzunehmen.

Ziel
Die Regionen und Gemeinden bieten bedarfsorientierte Dienstleistungen für die Bevölkerung an.

Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt die Umsetzung des burkinischen Dezentralisierungsprozesses auf nationaler und lokaler Ebene. Den Rahmen bilden der „Nationale Plan zur ökonomischen und sozialen Entwicklung", die „Zehnjahresstrategie der Dezentralisierung" sowie der „Strategieplan zur Kapazitätsentwicklung von Kommunalbediensteten" der Regierung.
Das Vorhaben berät das für die Dezentralisierung zuständige Ministerium (Ministère de l’Administration Territoriale, de la Décentralisation et de la Cohésion Sociale, MATDC) und das Sekretariat der nationalen Dezentralisierungskonferenz bei der Umsetzung der Dezentralisierungsstrategie und dem Monitoring ihrer Fortschritte. Die staatlichen Verwaltungsschulen begleitet das Vorhaben darin, das nationale Ausbildungssystem für die Kommunalangestellten auszubauen.
In 30 Gemeinden unterstützt das Vorhaben lokale Entscheidungsträger*innen, zivilgesellschaftliche Strukturen und lokale Medien, die Bevölkerung über politische Entscheidungen zu informieren und die lokale Entwicklung partizipativ zu gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Berücksichtigung der spezifischen Bedarfe von Frauen und Mädchen. Darüber hinaus begleitet das Vorhaben ein verbessertes Management der Gesundheitsdienstleistungen durch die Gemeinden. Die Maßnahmen führt das Consultingunternehmen AMBERO durch.
Zwischen den Partnergemeinden und den staatlichen technischen Diensten ermöglicht das Vorhaben einen direkten Lernaustausch zu bestimmten an die Gemeinden übertragenen Kompetenzen. Darüber hinaus werden die kommunalen Ratsmitglieder, insbesondere ihre nicht-alphabetisierten Mitglieder, dabei unterstützt, ihre Verantwortung aktiv auszuüben.
Zur Verbesserung der finanziellen Ressourcen der Gemeinden und Regionen unterstützt das Programm das Dezentralisierungs-, das Finanzministerium und weitere Ministerien dabei, den staatlichen Finanztransfer an die Gemeinden transparent und bedarfsgerecht zu gestalten. Gleichzeitig berät es in 21 Partnergemeinden die lokalen Akteure dabei, die kommunalen Eigeneinnahmen systematisch zu erhöhen.

Wirkungen
Das MATDC nimmt seine leitende Rolle zunehmend wahr. Seit 2013 hat es gemeinsam mit dem Programm elf Handbücher sowie 23 Handreichungen und Leitfäden erstellt und 2016 an alle neu gewählten Bürgermeister*innen und Regionspräsident*innen verteilt.
Aufgrund der vom Programm organisierten praxisnahen Wissensvermittlung durch Kolleg*innen oder die staatlichen technischen Dienste im Rahmen von On-the-job-Trainings (Lernen am Arbeitsplatz) und Peer-Learning (Gemeinsames Lernen), konnten die Gemeinden die Ausschreibung der Infrastrukturprojekte beschleunigen. 21 beratene Gemeinden haben zudem ihre finanziellen Eigeneinnahmen zwischen 2015 und 2018 um insgesamt 24 Prozent gesteigert.
Bürger*innen sowie die lokale Zivilgesellschaft werden in den Partnergemeinden zunehmend in Planungsprozesse eingebunden. So haben zwischen 2010 und 2018 mehr als 21.000 Bürger*innen in 29 Partnergemeinden an Veranstaltungen zu kommunaler Planung und Informierung über kommunale Angelegenheiten teilgenommen. Insbesondere durch die wachsende Teilnahme von Frauen an diesen Prozessen haben 25 Partnergemeinden ihre Maßnahmen, die die Situation von Frauen und Mädchen verbessern, zwischen 2015 und 2017 um 494 Prozent erhöht. Zum Beispiel gab es Fortbildungen für Frauen zu unterschiedlichen ökonomischen Aktivitäten. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Since 1991, Burkina Faso’s constitution has established the delegation of parts of central government responsibilities to local structures. As a result of decentralisation, the Burkina Faso Government plans to boost public participation by enabling citizens to have increased political voice in local development processes and putting infrastructure and services in place in line with local needs.
However, this new distribution of capabilities between different levels of government poses many challenges for the actors. Furthermore, municipalities and regions lack the human and financial resources to carry out the duties assigned to them.
Objective
Regions and municipalities provide needs-based services for the population.

Approach
The programme supports the implementation of the decentralisation process at national and local level in Burkina Faso. The framework forms the government’s ‘National Economic and Social Development Plan’ (PNDES), ‘Ten-year Decentralisation Strategy’, and ‘Strategic Plan on Capacity Development of Municipal Civil Servants’.
The programme advises the ministry responsible for decentralisation, which is the Ministry of Territorial Administration, Decentralization and Social Cohesion (MATDC), and the secretariat of the National Decentralisation Commission in implementing the decentralisation strategy and monitoring their progress. It also assists state administrative colleges in expanding the national training system for local employees.
The programme supports local decision-makers, civil society structures and local media in 30 municipalities in informing the population about political decisions and by making local development participatory. A particular focus is being placed on incorporating the specific needs of women and girls. In addition, it supports better management of health care services by the municipalities. The consulting firm AMBERO implements these measures.
The programme enables direct learning between the partner municipalities and state technical services on specific skills transferred to the municipalities. Furthermore, local council members, particularly their illiterate members, are supported in actively carrying out their responsibilities.
To improve the financial resources of the municipalities and regions, the programme supports the decentralisation ministry, finance ministry and other ministries in creating transparent and needs-based government financial transfers to municipalities. It advises local actors in 21 partner municipalities in systematically increasing their own local revenue.

Result
The MATDC is increasingly carrying out its leadership role. Since 2013, it has produced 11 manuals and 23 handouts and guidelines in conjunction with the programme, and in 2016 it distributed them to all newly elected mayors and regional presidents.
As a result of the programme-organised practice-based transfer of knowledge by colleagues and state technical services as part of on-the-job training (workplace learning) and peer learning (shared learning), municipalities were able to speed up the tendering of infrastructure projects. In addition, 21 municipalities who received advice have increased their own financial revenues between 2015 and 2018 by a total of 24 per cent.
Citizens and local civil society are increasingly involved in planning processes in the partner municipalities. Therefore, between 2010 and 2018 more than 21,000 citizens in 29 partner municipalities took part in events on local planning and providing information on municipal affairs. Due to the growing participation of women in these processes in particular, 25 partner municipalities increased their measures aimed at improving the situation of women and girls by around 494 per cent between 2015 and 2017. For example, there were training courses for women on a range of economic activities.