Förderung einer verantwortungsvollen Fischerei und Aquakultur
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2098.6
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G530 Ernährungs- und Landnutzungssysteme
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh.
Zusammenfassung
- Ziele:
Ziel des Vorhaben ist es, im Kontext von Kleinfischern und Fischfarmern nachhaltige Methoden der Fischerei und Aquakultur zu fördern und so für diese Zielgruppen zu Ernährungssicherung, Einkommensbildung und Ressourcenschutz beizutragen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:3 154 643 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2236.9
Förderung einer verantwortungsvollen Fischerei und Aquakultur
Nachfolger-Projekt
2020.2151.7
Förderung einer verantwortungsvollen Fischerei und Aquakultur
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 06.07.2001 - 30.10.2022 - Aktuelles Projekt:27.09.2017 - 01.10.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Biodiversitätskonvention
Signifikantes Nebenziel
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Handelsentwicklung
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
31310 Fischereipolitik und -verwaltung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
AUSGANGSITUATION:
Fischerei und Aquakultur bilden die Existenzgrundlage von etwa zwölf Prozent der Weltbevölkerung, das gilt besonders für Entwicklungsländer. Dabei sind große Teile der Fischbestände weltweit bis an ihre Grenzen oder darüber hinaus befischt. Eine verantwortungsvollere Fischerei und Aquakultur sind deshalb aus ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Sicht unerlässlich.
Ein ökologisch- und sozialverträgliches Fischereimanagement steht in Entwicklungsländern oft noch am Anfang. Rechtliche Grundlagen müssen deshalb gefördert werden, auch zur Schaffung unternehmensfreundlicher Umfelder für Investitionen in die lokale Wertschöpfung. Auch internationale wirtschaftliche und politische Interessen beeinflussen die Wirksamkeit des Fischereimanagements in Entwicklungsländern. So kommen Fischereisubventionen überdurchschnittlich der industriellen Fangfischerei zugute und tragen zur weltweiten Überfischung bei, während es vielen Fischereien an effektiven Überwachungs- und Kontrollsystemen zum Schutz aquatischer Ressourcen fehlt. Handlungsbedarf gibt es auch bei Zertifizierungssystemen für ökologisch nachhaltige Fischprodukte, die weder die Situation von Kleinfischer*innen noch soziale Kriterien wie die Einhaltung von Menschenrechten ausreichend beachten.
ZIEL:
Internationale Fischereipolitiken sind aufeinander abgestimmt und schaffen Anreize für eine sozial und ökologisch verträgliche Nutzung von Fisch. Kleinfischer*innen und Fischfarmer*innen wirtschaften verantwortungsvoll und tragen zu Ernährungssicherung, Einkommensbildung und Ressourcenschutz bei.
VORGEHENSWEISE:
Das Sektorvorhaben ist überregional tätig. Es unterstützt die Politikgestaltung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu internationaler Fischereipolitik und Förderung umweltfreundlicher Aquakultur. Das Vorgehen orientiert sich dabei an dem 10-Punkte-Aktionsplan „Meeresschutz und nachhaltige Fischerei" des BMZ sowie an Richtlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO).
Weiterhin fördert das Projekt die Entwicklung und Erprobung von Innovationen im Bereich Fischerei und Aquakultur. Studien, Ergebnisse und Erfahrungen werden durch das Vorhaben aufgearbeitet und dienen als Grundlage für Politik- und Strategieberatung.
Wirkung
—Das Vorhaben unterstützte die Vorbewertung einer Küstenfischerei in Madagaskar hinsichtlich einer möglichen Zertifizierung im Rahmen des „Marine Stewardship Councils (MSC)". Neben Verbesserungen für die lokale Fischerei im Pilotgebiet dient das Projekt als Vorbild für andere Kleinfischereien, über Zertifizierung den Zugang zu internationalen Märkten, eine höhere lokale Wertschöpfung sowie bessere Einkommen zu sichern. Das Projekt ist Teil des internationalen South-West Indian Ocean Octopus Project (SWIOCeph).
—Das Sektorvorhaben unterstützte eine globale Multi-Akteurs-Partnerschaft zur Stärkung der guten Regierungsführung in der Fischerei, die „Fisheries Transparency Initiative (FiTI)". Neue Standards wurden gemeinsam mit verschiedenen Akteuren entwickelt und schaffen künftig mehr Transparenz und Partizipation im Management von Fischereien.
—2013 hat das Vorhaben gemeinsam mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft die „Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI)" ins Leben gerufen. Diese Multi-Akteurs-Partnerschaft hat ein Bewertungs- und Vergleichsinstrument für die Glaubwürdigkeit von Fischerei- und Aquakultursiegel entwickelt. GSSI hat mittlerweile mehr als 90 Partner aus 21 Ländern, die die komplette Produktionskette repräsentieren. So sind zum Beispiel sogar Einzel- und Großhändler vertreten, die ihre Bezugsquellen nach GSSI Kriterien ausrichten.
Projektbeschreibung (EN)
AUSGANGSSITUATION:
Fisheries and aquaculture provide a livelihood for around twelve per cent of the world’s population, especially in developing countries. However, worldwide fish stocks are being exploited to their limits or beyond. More responsible fishing and aquaculture are therefore essential from an ecological, eco-nomic and social perspective.
Since developing countries are often only just beginning to embrace ecologically sound and socially responsible fishery management, they need help to establish the pertinent legal basis, also with a view to creating environments that will encourage businesses to invest in the local value chain. International economic and political interests also impact the effectiveness of fisheries management in developing countries. For example, fisheries subsidies disproportionately benefit large industrial fisheries, thus driving global overfishing. Moreover, many fisheries lack effective monitoring and control systems to protect aquatic resources. Action is also required with regard to the systems used to certify ecologi-cally sustainable fish products. At present, these systems do not properly acknowledge the situation of small-scale fisheries or take adequate account of social criteria, such as the observance of human rights.
ZIEL:
International fishing policies are coordinated and create incentives for the socially and ecologically sound management of fish. Small-scale fisheries and fish farmers manage their businesses responsi-bly, contributing to food and nutrition security, income generation and resource conservation.
VORGEHENSWEISE:
The sector project operates on a supraregional scale. It supports the policy-making of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) with respect to international fish-ing and the promotion of environmentally friendly aquaculture. In this respect, the project is aligned with BMZ’s 10-point Plan of Action for Marine Conservation and Sustainable Fisheries and follows the guidelines defined by the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO).
Moreover, the project promotes the development and testing of innovations in the fisheries and aqua-culture sector. It also harnesses studies, results and experience and uses the findings as a basis for policy and strategy consultancy.
Results
—The project has supported the preliminary assessment of a coastal fishery in Madagascar with re-gard to possible certification in the context of the ‘Marine Stewardship Council (MSC)’. In addition to improvements for local fishing in the pilot area, the project serves as a model for other small-scale fisheries by encouraging them to use certification to gain access to international markets, increase local value creation and improve income. The project is part of the international South-West Indian Ocean Octopus Project (SWIOCeph).
—The sector project has supported a global multi-stakeholder partnership tasked with strengthening good governance in fishing, namely the ‘Fisheries Transparency Initiative (FiTI)’. New standards have been developed together with various stakeholders and are set to increase transparency and participation in fisheries management.
—In 2013, the project collaborated with representatives from academia, business and civil society to launch the ‘Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI)’. This multi-stakeholder partnership has developed a benchmark tool for assessing and comparing the credibility of fishery and aquacul-ture certification. GSSI now has more than 90 partners from 21 countries across the entire produc-tion chain, including retailers and wholesalers that select their sources of supply in accordance with GSSI criteria.