Struktur- und Ordnungspolitischer Beratungsfonds (SOBF II)
Консультаційний фонд підтримки aсоціації Україна-ЄС
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2085.3
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 3900 Deutschland, Europa, Südkaukasus
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Ukraine
Zusammenfassung
- Ziele:
Die Voraussetzungen für die Umsetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der Europäischen Union sind verbessert.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Government Office for the Coordination of European and Euro-Atlantic Integration
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:2 500 000 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2518.0
Struktur- und ordnungspolitischer Beratungsfonds
Nachfolger-Projekt
2020.2188.9
Innovationslab für die EU Annäherung der Ukraine
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 24.02.2015 - 30.04.2024 - Aktuelles Projekt:01.01.2018 - 30.01.2021
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
nicht verfügbar
CRS-Schlüssel
15110 Politik und Verwaltung in Bezug auf den öffentlichen Sektor
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Die Ukraine ist der zweitgrößte Staat in Europa und eines der ärmsten Länder im europäischen Vergleich. Um die Lebensbedingungen zu verbessern, streben Politik und die ukrainische Bevölkerung eine Annäherung an die Europäische Union an. Vor allem eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit soll der Ukraine Wohlstand bringen. Das 2014 geschlossene Assoziierungsabkommen zwischen der Ukraine und der EU beinhaltet neben Reformen für die öffentliche Verwaltung auch eine vertiefte und umfassende Freihandelszone: Zollfreier Zugang zum ukrainischen und EU-Binnenmarkt, die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ukrainischer Produkte und die Übernahme rechtlicher und wirtschaftlicher EU-Standards werden darin beschlossen. Die Umsetzung der Reformen bleibt allerdings eine große Herausforderung: Es mangelt an institutionellen und personellen Kompetenzen. Wenig effiziente Strukturen und Prozesse sowie unnötige Bürokratie verlangsamen die Reformprozesse. Zentrale Akteure können ihre Koordinierungsfunktion zu Fragen der europäischen Integration nicht ausüben und den Fachministerien fehlen eine klare Orientierung sowie die Chance voneinander zu lernen. Gut ausgebildete Fachkräfte arbeiten häufig für die besser zahlende Privatwirtschaft.
Ziel
Die Voraussetzungen für die Umsetzung des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der Europäischen Union sind verbessert.
Vorgehensweise
Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt das Vorhaben die ukrainische Regierung bei der Umsetzung des EU-Assoziierungsabkommens. Zentral ist dabei die Zusammenarbeit mit dem Regierungsbüro für die Koordinierung der Europäischen und Euro-Atlantischen Integration, das die Aktivitäten zur Annäherung an die Europäische Union koordiniert. Um seine ehrgeizigen Ziele zu erreichen, erarbeitet das Regierungsbüro mit Unterstützung des Projekts neue Strategien und Methoden. Die Mitarbeiter*innen des Büros erhalten Schulungen für ein besseres Projekt- und Wissensmanagement. Klare Zuständigkeiten und ein regelmäßiger Austausch mit relevanten Akteuren in neu aufgebauten Netzwerken steigern die Effizienz der Arbeit.
Häufig ist den ukrainischen Ministerien nicht vorgegeben, wie sie ihre Reformziele im Assoziierungsabkommen erreichen sollen. Gemeinsam mit dem Regierungsbüro ermuntert das Vorhaben die Fachministerien mit dem Akzelerator-Programm EU Association Lab dazu, Projekte rund um die Reformen zur EU-Annäherung umzusetzen. Gemeinsam mit Partnern aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft können die Behörden Vorschläge einreichen, beispielsweise um eine Plattform für den Informationsaustausch zu gestalten oder Anwendungshilfen für EU-Direktiven zu entwickeln. Nach einer Auswahl durch das Regierungsbüro begleitet das Projekt pro Jahr bis zu fünf Teams in dem sechsmonatigen Lab von der Idee bis zu Erstprojekt. Gemeinsam suchen sie Expert*innen, schaffen eine geeignete Methode zur Umsetzung und ebnen so den Weg bis zum Ziel.
Das Regierungsbüro ist auf die Zuarbeit relevanter Ministerien angewiesen, um als kompetenter Verhandlungspartner mit der EU auftreten zu können. Dazu müssen die Schlüsselministerien leistungsfähig sein. Das Vorhaben berät die Institutionen dabei, ihre inhaltlichen Positionen zu schärfen und ihre Dienstleistungen den Anforderungen des Abkommens anzupassen. Die Ministerien arbeiten mit dem Regierungsbüro an neuen Prozessen und effizienter Kommunikation. Dadurch wird aus dem Regierungsbüro eine EU-Koordinierungsstelle mit Vorbildfunktion in der Region, die den Fachministerien die Orientierung gibt, die sie für die Umsetzung der Reformen benötigen.
Wirkungen
In der ersten Runde des EU Association Labs wurden unter anderem öffentliche digitale Dienstleistungen zu den folgenden Themen unterstützt: öffentliches Vergabewesen, Produktsicherheit von Verbrauchergütern beziehungsweise von Finanzdienstleistungen, nationales Kulturerbe und Ermittlung der eigentlichen wirtschaftlich Berechtigten. Bisher haben über 120 Fach- und Führungskräfte der ukrainischen Regierung und Verwaltung gelernt, ihren Bereich entlang von EU-Standards auszugestalten. Dabei ermöglichen ihnen 18 neue Arbeitsprozesse und Dienstleistungen, ihre Tätigkeiten besser zu strukturieren und ihre Ergebnisse zu verbessern. So werden die Reformen zur Annäherung an die EU vorangebracht.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Ukraine is the second largest country in Europe and one of the continent’s poorest. In a bid to improve living conditions, politicians and the Ukrainian public are seeking a rapprochement with the European Union. They are keen to strengthen economic cooperation in particular, the aim being to bring prosperity to Ukraine.
As well as outlining reforms for the public administration, the Association Agreement signed by Ukraine and the EU in 2014 contains a free trade agreement. It covers matters such as duty-free access to the Ukrainian and EU internal market, enhancing the competitiveness of Ukrainian products and adopting EU legal and economic standards.
Nevertheless, implementing the reforms still poses a major challenge. There is a shortage of capacity at institutional and personnel level, and the reform processes are being hampered by a lack of efficient structures and processes and by unnecessary bureaucracy. Key actors are unable to fulfil their role as coordinators on EU matters, and the line ministries do not have any clear focus or opportunities to learn from one another. Highly qualified professionals are often snapped up by private-sector employers offering better-paid jobs. The country is therefore still suffering from economic stagnation, and the European Commission too has seen very few signs of progress.
Objective
Conditions for implementing the Association Agreement (AA) between Ukraine and the European Union (EU) have improved.
Approach
GIZ has been commissioned by the German Government to help its Ukrainian counterpart implement the EU Association Agreement. A crucial element of this work involves cooperating with the Government Office for the Coordination of European and Euro-Atlantic Integration, which coordinates activities designed to promote closer ties with the European Union. With help from GIZ, the Government Office is devising new strategies and methods to achieve its ambitious objectives. Training is also being provided for the Office’s staff to improve project and knowledge management, while clear responsibilities and regular opportunities to exchange ideas with relevant actors in newly established networks are helping to make their work more efficient.
The Government Office is reliant on support from relevant ministries if it is to act as a capable negotiator with the EU. With this in mind, the key ministries need to be able to perform their roles efficiently. GIZ is advising the institutions on refining their content and adapting their services to meet the requirements of the Agreement. The ministries are working with the Government Office to develop new processes and make communications more efficient. The Government Office is thus being transformed into a model EU coordination unit for the region, providing the line ministries with the guidance they need to implement the reforms.
Results
The Ukrainian ministries are rarely told how they are meant to achieve the reform goals set out in the Association Agreement. GIZ and the Government Office are therefore running a competition to encourage the line ministries to implement projects relating to the rapprochement reforms.
Together with partners from public administration, the private sector and civil society, the authorities are invited to put forward proposals for schemes such as creating a platform for exchanging information or drawing up guides for enforcing EU directives. After the Government Office has made its selection, GIZ supports up to five teams per year from the initial idea right through to the first pilot – as part of a six-month EU Association Lab. They work together to find experts, come up with a suitable method for implementation and thus set each project on the path towards its final objective.
In addition, more than 450 experts and managers from the Ukrainian government and administration will be learning how to organise their departments in line with EU standards by 2020. New working processes and services will enable them to structure their activities more effectively and achieve better results, which will help push forward the implementation of reforms for EU rapprochement.