Sektorprogramm Frieden und Sicherheit, Katastrophenrisikomanagement
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2069.7
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: G220 Frieden und Sicherheit
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Zentralafrikanische Republik, Kolumbien, Jordanien, Kambodscha, Libanon, Mali, Myanmar, Peru, Philippinen, Palästinensische Gebiete, Ruanda, Timor-Leste
Zusammenfassung
- Ziele:
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat zum nationalen und internationalen Agenda-Setting in den Themenfeldern Frieden, Sicherheit und Katastrophenrisikomanagement beigetragen.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:8 880 411 Euro
Kombifinanzierung
nicht verfügbar
Vorgänger-Projekt
2014.2248.4
Sektorprogramm "Frieden und Sicherheit"
Nachfolger-Projekt
2019.2359.8
Sektorprogramm Frieden und Sicherheit, Katastrophenrisikomanagement
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 28.04.2008 - 30.06.2026 - Aktuelles Projekt:01.07.2017 - 30.07.2020
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Anpassung an den Klimawandel
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
15220 Zivile Friedensentwicklung, Krisenprävention und Konfliktlösung
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
Etwa 65 Prozent der Kooperationsländer des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sind von Konflikten, Gewalt oder Fragilität betroffen, Tendenz steigend. Dies hat negative Folgen für die Entwicklungschancen dieser Länder. Darüber hinaus stellen auch extreme Naturereignisse eine zunehmend große entwicklungspolitische Herausforderung für viele Kooperationsländer dar. Die Schäden durch extreme Naturereignisse nehmen seit Jahren weltweit zu. Wirksame Strategien zum Umgang mit fragilen Ländern, zur Friedensförderung und zum Management der Auswirkungen von extremen Naturereignissen sind vor diesem Hintergrund zentrale Themen auf der nationalen und internationalen entwicklungspolitischen Agenda. Für das BMZ bilden das Strategiepapier „Entwicklung für Frieden und Sicherheit" sowie die Handreichung „Katastrophenrisikomanagement – Ansatz und Beiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" wichtige Grundlagen.
Ziel
Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat zum nationalen und internationalem Agenda-Setting bei den Themen Frieden, Sicherheit und Katastrophenrisikomanagement beigetragen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben berät in erster Linie das BMZ-Fachreferat ‚Frieden und Sicherheit, Katastrophenrisikomanagement‘. Dabei geht es darum, Ansätze der Friedensförderung und des Katastrophenrisikomanagements weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sollen diese Ansätze den Kooperationspartnern in den Ländern, mit denen das BMZ zusammenarbeitet, vermittelt und mit ihnen verwirklicht werden. Das Projektteam arbeitet beispielsweise an Themen wie der Schnittstelle zwischen Friedensförderung und Flucht, dem Umgang mit Organisierter Kriminalität oder dem Katastrophenrisikomanagement in fragilen Staaten.
Mit dem BMZ entwickelt das Projektteam Vorschläge, wie das Ministerium die deutschen entwicklungspolitischen Ansätze und positiven Erfahrungen zur Gewaltprävention, Friedensförderung und Katastrophenrisikomanagement international positionieren kann, zum Beispiel im fachlichen Gebergremium der OECD, bei der Weltbank oder bei multilateralen Konferenzen wie dem humanitären Weltgipfel. Eine zunehmend wichtige Rolle spielen dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie möchte das BMZ in seiner Arbeit mit Leben füllen.
Um die Entwicklungszusammenarbeit in fragilen Länder stärker friedensfördernd und konfliktsensibel auszurichten, steht das Projektteam im Auftrag des BMZ Referats mit den verantwortlichen Regionalzuständigen, den BMZ Beratern in den deutschen Botschaften vor Ort wie auch teilweise mit anderen Ministerien im Kontakt. Neben einer dezidierten Analyse des aktuellen landesspezifischen Kontextes umfasst dies spezifische Empfehlungen für das Landesportfolio und für Länderstrategien.
Das Projektteam gestaltet und führt für Mitarbeitende des BMZ, Durchführungsorganisationen und auch andere Ministerien, wie das Auswärtige Amt, Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zu den Themen Fragilität, Frieden, Sicherheit und Katastrophenrisikomanagement durch.
Wichtige Kooperationspartner des Vorhabens sind die BMZ Regionalreferate, das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF), internationale Organisationen wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Globale Fazilität zur Verringerung und Bewältigung von Katastrophen (GFDRR) der Weltbank, sowie Netzwerke wie die Globale Initiative gegen Transnationale Organisierte Kriminalität.
Wirkungen
Beim Vorläuferprojekt konnte Deutschland während des ersten humanitären Weltgipfels 2016 in Istanbul seine entwicklungspolitischen Perspektiven und Vorstellungen positionieren. So wurden unter anderem Themen wie die Priorisierung von Krisenprävention zur nachhaltigen Reduzierung humanitärer Notlagen, die stärkere Verzahnung zwischen Humanitärer Hilfe und längerfristigen Entwicklungszusammenarbeit sowie die wichtige Verknüpfung von fragiler Staatlichkeit und extremen Naturereignissen zur Verhinderung von Katastrophen in die Debatten eingebracht.
Das BMZ hat des Weiteren die inhaltliche Ausrichtung der Globalen Fazilität zur Verringerung und Bewältigung von Katastrophen (GFDRR) mit gestaltet und mit der Bearbeitung des Zusammenhangs zwischen Naturgefahren und Fragilität einen neuen Schwerpunkt setzen können.
Die für die Regionen zuständigen Referenten des BMZ haben durch die Beratungsleistungen in zwölf Ländern das Portfolio der Entwicklungszusammenarbeit und die Länderstrategien zu den jeweiligen Ländern friedensfördernder und konfliktsensibler gestaltet. Im Rahmen des Attaché-Lehrganges des Auswärtigen Amtes (AA) sowie der Trainings zur zivil-militärischen Zusammenarbeit zwischen AA, BMZ, Bundesministerium der Verteidigung (BMVG) und Bundesministerium des Innern (BMI) hat das Projektteam über 80 Personen hinsichtlich Friedensförderung, Sicherheit und Katastrophenrisikomanagement sensibilisiert.
Das Projektteam hat außerdem in internationalen relevanten Gremien, wie den sogenannten Entwicklungsdialogen , entwicklungspolitische Ansätze zu Transnationaler Organisierter Kriminalität mit beeinflusst. Der Fokus lag darauf, Zusammenhänge zwischen Fragilität, Konflikt, Sicherheit, Flucht, Gewalt und den Nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030 herauszustellen. Diese Zusammenhänge hat das Projektteam in Arbeitsgruppen, Konferenzen und Treffen an internationale Geber und die Vereinten Nationen zurückgespielt.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Roughly 65 per cent of the countries with which the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) is cooperating are affected by conflict, violence and fragility. This has adverse effects on the development prospects of these countries, whose numbers are rising. Extreme natural events also pose a growing development challenge for many cooperation countries and have been wreaking havoc on an increasing scale around the globe for years. Effective strategies for dealing with fragile states, building peace and managing the impacts of extreme natural events are thus key issues on the national and international development policy agenda. The strategy paper Development for Peace and Security and the guide Disaster Risk Management – Approach and Contributions of German Development Cooperation constitute important foundations for BMZ’s work.
Objective
German development cooperation organisations have contributed to setting the national and international agenda in the fields of peace, security and disaster risk management.
Approach
The project primarily advises the BMZ Peace and Security, Disaster Risk Management Division on the further development of approaches to peacebuilding and disaster risk management. These approaches are designed to be shared and put into practice with BMZ’s partners in the cooperation countries. The project team works on such issues as the interface between peacebuilding and displacement, dealing with organised crime and disaster risk management in fragile states.
Together with BMZ, the project team develops proposals on how the Ministry can position German development policy approaches and valuable lessons and experience with regard to violence prevention, peacebuilding and disaster risk management on the international stage, for example in the OECD Development Assistance Committee, at the World Bank and at multilateral conferences such as the World Humanitarian Summit. The 17 Sustainable Development Goals of the United Nations 2030 Agenda play an increasingly important role in this process. BMZ aims to help make these goals a reality through its work.
In order to strengthen the conflict-sensitive and peacebuilding focus of development cooperation in fragile states, the project is in contact with the responsible country officers, the BMZ advisors at the German embassies on the ground and in some cases with other ministries, on behalf of the aforementioned BMZ division. These activities entail a detailed analysis of the current situation in the country concerned and specific recommendations for the country portfolio and country strategies.
The project team organises and conducts informational events and training sessions on fragility, peace, security and disaster risk management for the staff of BMZ, implementing organisations and other ministries, including the German Federal Foreign Office.
Key cooperation partners for the project are the BMZ regional divisions, the Center for International Peace Operations (ZIF), international organisations such as the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) and the World Bank’s Global Facility for Disaster Reduction and Recovery (GFDRR), in addition to networks like the Global Initiative against Transnational Organized Crime.
Results
In the course of the predecessor project, Germany was able to position its views and understanding of development policy at the first World Humanitarian Summit, in Istanbul in 2016. Issues such as the prioritising of crisis prevention to effect a lasting reduction in humanitarian emergencies, the greater dovetailing of humanitarian aid and longer-term development cooperation, and the importance of linking fragile statehood and extreme natural events in order to prevent disasters were introduced into the debates.
BMZ has also contributed to the strategic orientation of the Global Facility for Disaster Reduction and Recovery (GFDRR). Here, it was able to establish a new priority area by addressing the link between natural hazards and fragility.
Thanks to the project’s advisory services, BMZ’s regional desk officers have shaped the portfolio of German development cooperation and the respective country strategies in a more conflict-sensitive and peacebuilding manner in 12 countries. The project team has carried out awareness-raising measures for more than 80 individuals on peacebuilding, security and disaster risk management within the scope of the Federal Foreign Office’s attaché course and training on civil-military cooperation between the Federal Foreign Office, BMZ, the Federal Ministry of Defence (BMVG) and the Federal Ministry of the Interior (BMI).
The project team has also helped to influence development policy approaches to transnational organised crime in international forums such as the Development Dialogue series. Its focus was on highlighting the connections between fragility, conflict, security, displacement, violence and the Sustainable Development Goals of the 2030 Agenda. The project team has presented these interconnections to international donors and the United Nations in working groups, conferences and meetings.