Reducing poverty and inequality in the 2030 agenda

Project details

  • Project number:2017.2047.3
  • Status:Projekt beendet
  • Responsible Organisational unit: G410 Global Policy
  • Contact address: Transparency team 
  • Partner countries: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Bangladesh, Brazil, India, Jordan, Cambodia, Mongolia, Mauritania, Mexico, Nigeria, Serbia

Summary

  • Objectives:

    In German development cooperation, the implementation of goal 1 and 10 of the 2030 agenda for sustainable development as well as the principle Leave no one behind (LNOB) is strengthened.

  • Client:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Project partner:

    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

  • Financing organisation:

    not available

 

Volume of commission

  • Financial commitment for the actual implementation phase:5 210 000 Euro

Cofinancing

  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/engl. SDC): 240 000Euro

 

Previous project

  • 2014.2234.4

    Armut reduzieren - Ungleichheit abbauen (SARUN)

Follow-on project

  • not available

 

Term

  • Entire project:
    (including all previous, current and following project implementation phases, if existing)
    07.12.1990 - 04.02.2021
  • Actual project implementation phase:01.11.2017 - 04.02.2021

other participants

  • not available

 

Further information

  • Project websitesnot available

 

Policy markers

  • Gender Equality

    Significant (secondary) policy objective

CRS code

    15110 Public sector policy and administrative management

Evaluation

not available

 

Project description (DE)

Ausgangssituation

In den vergangenen Jahren wurden weltweit Erfolge bei der Reduzierung von Armut erzielt – seit 1990 konnten sich mehr als 1 Milliarde Menschen aus extremer Armut befreien. Dennoch lebten 2015 noch immer rund 10% der Weltbevölkerung – über 700 Millionen Menschen - in extremer Armut, d.h. von weniger als 1,90 USD pro Tag. Darüber hinaus sind 1,3 Milliarden Menschen von multidimensionaler Armut betroffen: Das bedeutet, sie haben keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Bildung, Gesundheit und notwendiger Grundversorgung wie Energie und Wasser.
Die globalen Fortschritte waren zudem ungleich verteilt, sowohl innerhalb als auch zwischen Ländern haben nicht alle Länder und Bevölkerungsgruppen im gleichen Umfang profitiert.
Mehr als 75% der Bevölkerung im Globalen Süden leben in Ländern mit steigender Einkommensungleichheit. Wachsende Ungleichheit verhindert nachhaltige Entwicklung und verringert das Wirtschaftswachstum und den sozialen Zusammenhalt von Gesellschaften. Es besteht mittlerweile internationaler Konsens darüber, dass eine Reduzierung der Ungleichheit notwendig ist, um Armut bis 2030 zu beenden.
Darüber hinaus werden bestimmte Bevölkerungsgruppen, oft Frauen, Kinder, Menschen mit Behinderungen oder Minderheiten, systematisch zurückgelassen.

Die Reduzierung von Armut und Ungleichheit sind Kernziele der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) und als Querschnittsthemen von entscheidender Bedeutung für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Die Agenda 2030 formuliert den Anspruch, „Armut in allen Formen und überall zu beenden" (Ziel 1) sowie „Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten zu verringern" (Ziel 10). Die Bedeutung der Themen Armut und Ungleichheit findet sich zudem im Umsetzungsprinzip der Agenda 2030 – niemanden zurückzulassen (Leave no one behind / LNOB) – wieder.

Ziel
Die Ziele 1 und 10 der Agenda 2030 sowie das Prinzip „Leave no one behind" sind in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gestärkt.

Vorgehensweise
Das Vorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei der Umsetzung der Agenda 2030, insbesondere im Hinblick auf die Ziele 1 und 10 sowie das übergeordnete Prinzip „Leave no one behind". Um Armut und Ungleichheit effizient zu reduzieren, bedarf es kontextspezifischer Analysen und individueller Lösungsansätze. Das Vorhaben entwickelt und pilotiert daher ein Armuts-Analyse-Instrument sowie eine Ungleichheitsdiagnostik, um die Ursachen und Treiber von Armut und Ungleichheit in bestimmten Länderkontexten zu identifizieren, Wissensgrundlagen zu schaffen und konkrete Handlungsempfehlungen für eine stärkere Berücksichtigung der Themen ableiten zu können. Des Weiteren werden Beratungstoolkits, Projektansätze und Beispielindikatoren für die Stärkung der Themen in der Projekt- und Politikarbeit in Partnerländern der EZ entwickelt – z.B. Inequality Policy Mix Toolkit, Pro-Poor Digital Access Assessment Tool, Beispielindikatoren zu Armut, Ungleichheit und LNOB sowie Projektansätze zur Armutsreduzierung in fragilen Staaten.
Das Vorhaben engagiert sich zudem im Rahmen eines Multi-Akteurs-Netzwerks zur Reduzierung von Ungleichheit. Zusammen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die den Nord-Süd-Austausch und den Austausch zu bestehenden Ansätzen zwischen den verschiedenen Akteuren fördern. Es wurden Seminare und Konferenzen unter anderem in Kapstadt und Brüssel organisiert, die insgesamt 150 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Partnerländern erreichten
Der Innovationsfonds „Inequality Challenge" zielt darauf ab, die Themen Ungleichheit und LNOB in den Partnerländern der deutschen EZ exemplarisch umzusetzen, Lernerfahrungen zu generieren und innovative Instrumente zur Ungleichheitsreduzierung zu entwickeln und anzuwenden. Der Fonds umfasst 10 Projekte in verschiedenen Partnerländern weltweit. Darüber hinaus werden Umsetzungserfahrungen zu LNOB aufgearbeitet und im Rahmen eines Online Trainings wichtiges Know-How und Peer-Learning zwischen Akteuren der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Externen gefördert.

Wirkungen
Armutsorientierung: Ein Hauptziel des Vorhabens ist es, Armut zu reduzieren. Über die Weiterentwicklung von Konzepten des BMZ und Instrumenten der deutschen EZ werden mittel- und langfristig positive Wirkungen für Menschen die in Armut leben, als Hauptbegünstigte in den Kooperationsländern angestrebt. Durch einzelne Fördermaßnahmen in den Partnerländern können ausgewählte Gruppen direkt erreicht werden. Ein Multidimensional Poverty Peer Network (MPPN) vernetzt Länder, die einen multidimensionalen Armutsindex einführen und diesen zur Politikgestaltung und zur Berichterstattung über die Umsetzung der Agenda 2030 nutzen möchten.

Gleichberechtigung der Geschlechter: Die verbesserte Abstimmung unterschiedlicher Politikbereiche umfasst die Gleichstellung von Frauen und Männern. Bei der Umsetzung des Innovationsfonds etwa werden zentrale Aspekte des Abbaus von Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern behandelt.

Partizipative Entwicklung und gute Regierungsführung: Die Entwicklung und Realisierung von Ansätzen zur armuts- und ungleichheitsorientierten Regierungsführung ist ein zentrales Anliegen des Vorhabens und wird in der Beratung der Partner- und Kooperationsländer berücksichtigt.

Auswirkungen auf die Menschenrechte: Die Maßnahmen des Vorhabens zur Beendigung von Armut und Reduzierung von Ungleichheiten wirken positiv auf die Einhaltung von Menschenrechten. Die Stärkung des LNOB Prinzips steht in engem Zusammenhang mit der Förderung der Menschenrechte.
Durch Seminare und Trainings wird ein reger Wissenstransfer zwischen Menschen angeregt. Hierdurch wird im In- und Ausland hohe Aufmerksamkeit auf die Kernprinzipien des Sektorvorhabens gelenkt. Das Multi-Akteurs-Netzwerk unterhält konstruktiven Austausch mit anderen Geberorganisationen (AFD, DEVCO, SDC, DFID), NGO’s und Universitäten (UCT, UNU-Merit) zu den Themen Armut, Ungleichheit und LNOB.
Zu den bisher erreichten Wirkungen des Sektorvorhabens zählen daneben die Unterstützung des BMZ bei der Erarbeitung konzeptioneller Grundlagen, auch im Hinblick auf die Gestaltung der politischen Agenda. Damit einher geht die Berücksichtigung des LNOB-Prinzips und der entsprechenden Ansätze und Netzwerke sowohl in der deutschen EZ-Struktur, als auch im multilateralen Diskurs. Darüber hinaus wurden in der Vorgängermaßnahme armuts- und ungleichheitsrelevante Ansätze im Portfolio der deutschen TZ pilotiert.

Links

Webseite Armut, Ungleichheit, Leave no one behind (SARUN A2030/ BMZ)
https://www.poverty-inequality.com

Website zum Innovationsfonds "Inequality Challenge" (SARUN A2030/ BMZ)
https://www.poverty-inequality.com/portfolios/inequality-challenge/

Website des BMZ: Gemeinsam handeln: Armut beseitigen
https://www.bmz.de/de/themen/armut/index.html


Website des BMZ: Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung - Ziel 10
https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/17_ziele/ziel_010_ungleichheit/index.html

Poverty and Shared Prosperity Report 2018: Piecing Together the Poverty Puzzle: https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/30418/9781464813306.pdf

Global Multidimensional Poverty Index 2019: Illuminating Inequalities: http://hdr.undp.org/sites/default/files/mpi_2019_publication.pdf

World Inequality Report 2018: https://wir2018.wid.world/files/download/wir2018-full-report-english.pdf

OECD DCR 2018: Joining Forces to Leave No One Behind: https://www.oecd-ilibrary.org/docserver/dcr-2018-en.pdf?expires=1569315773&id=id&accname=guest&checksum=3AD52C8097A3BAC306F0604567C1C46C

Website der Weltbank: Indikator zur extremen Armut
https://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Webseite der Weltbank: Indikator zur Einkommensungleichheit
https://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.GINI?view=chart

https://intranet.giz.de/cps/rde/xchg/giz_intranet/XSL/hs.xsl/-/HTML/172394.htm (DE)

https://intranet.giz.de/cps/rde/xchg/giz_intranet_en/XSL/hs.xsl/-/HTML/172394.htm (EN)