Nachhaltige Wasserpolitik

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2027.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: G310 Energie, Wasser, Verkehr
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Globale Vorhaben, Konventions-/Sektor-/Pilotvorh., Burundi, Kongo Dem. Rep., Chile, Ägypten, Mali, Niger, Ruanda, Tschad

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Ansätze der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sind in der Öffentlichkeit und der politischen Debatte verankert.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:12 526 232 Euro

Kombifinanzierung

  • Europäische Union (EU): 2 273 000Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • 2014.2264.1

    Internationale Wasserpolitik

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2147.5

    Wasserpolitik - Innovationen für Resilienz (WaPo-RE)

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    27.10.2008 - 30.06.2027
  • Aktuelles Projekt:01.07.2017 - 30.07.2020

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Desertifikationsbekämpfung

    Signifikantes Nebenziel

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

  • Mutter-Kind-Gesundheit

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    14010 Wassersektorpolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts besteht darin, die Verfügbarkeit ausreichend sauberen Wassers dauerhaft zu sichern. Die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung sind in vielen Regionen der Welt noch nicht verwirklicht. Laut den Vereinten Nationen (UN) fehlt 2,1 Milliarden Menschen der Zugang zu sicherem Trinkwasser. 4,5 Milliarden Menschen verfügen nicht über eine sichere Sanitärversorgung. Bevölkerungswachstum, Wirtschaftswachstum, Klimawandel und Verstädterung erhöhen den Druck auf global und lokal begrenzte Wasserressourcen. Expert*innen gehen davon aus, dass der weltweite Wasserbedarf bis 2050 um über 50 Prozent ansteigt.
Deutschland gehört zu den wichtigsten Gebern und ist in globale Strategieentwicklungs- und Entscheidungsprozesse zur Erreichung der wasserbezogenen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 intensiv eingebunden. Dafür orientiert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor allem an der Wasserstrategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Deren Konzepte und innovativen Ansätze weiterzuentwickeln, umzusetzen und in die internationale Diskussion einzubringen ist eine Kernherausforderung.


Ziel

Das Bewusstsein für die globale Wasserkrise ist gewachsen und Lösungsansätze der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden von vielen Partner*innen weltweit aufgegriffen.
Die integrierte Betrachtung zur Sicherstellung der Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit („Nexus-Ansatz") werden in den Partnerländern und Programmen der Entwicklungszusammenarbeit entwickelt und umgesetzt.


Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt das BMZ durch fachliche Beratung. Es erarbeitet Konzepte und Ansätze zur Umsetzung der Wasserstrategie. Dazu werden zum Beispiel innovative Modelle zur Finanzierung von Wasser und Sanitärversorgung sowie Ansätze zur Förderung von guter Regierungsführung erarbeitet. Es werden Konzepte zur Rolle von Wasser bei der Anpassung an den Klimawandel und zur Minderung von Treibhausgasen entwickelt, welche den gesamten Wasserkreislauf berücksichtigen. Diese Ansätze unterstützen internationale Prozesse, wobei ein besonderes Augenmerk den Querbezügen zwischen Wasser und anderen Bereichen gilt, wie Landwirtschaft und Energie sowie Migration und Fluchtursachen.
Das Projekt entwickelt Strategien für die Sicherung der langfristigen Wasserverfügbarkeit für alle. Unter anderem unterstützt das Vorhaben das BMZ und die Europäische Union beim regionalen und internationalen Austausch zum Wasser-Energie-Ernährungssicherungs-Nexus (WEF-Nexus). Mit diversen Akteuren und regionalen Organisationen, zum Beispiel in Lateinamerika mit der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik, im Mittleren Osten und Nordafrika mit der Liga der arabischen Staaten und in Westafrika mit der Nigerbeckenbehörde (ABN), werden politische Dialoge zur Erarbeitung integrierter Lösungsansätze durchgeführt und daraus Politikempfehlungen abgeleitet.
Seit Januar 2019 wurde das Vorhaben um zwei weitere Projekte am Kivu See und Ruzizi Fluss zum nexusbasierten Wassermanagement sowie zur Verbesserung von Sicherheit und Klimaresilienz in fragilen Regionen in der Sahel Zone erweitert.


Wirkungen

Im internationalen Dialog hat das Vorhaben die notwendige Entwicklung neuer Mechanismen zur Förderung und Finanzierung des Zugangs zu sicherer Wasser- und Sanitärversorgung angestoßen und geprägt. In Kooperation mit der KfW, der OECD und der Weltbank wird derzeit ein neuer Fonds erarbeitet, um Mittel effektiver, effizienter und armutswirksamer als bisher einsetzen zu können.
Die engen Bezüge zwischen Wasser und Klima wurden gezielter in den internationalen Diskurs eingebracht. Dadurch ist die entscheidende Bedeutung des Wassermanagements vor allem bei Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen bei den jährlichen UN-Klimakonferenzen und der Global Commission on Adaptation verankert worden.
Politikempfehlungen zum Nexus-Ansatz wurden in drei Regionen von Partnern eingeführt. Aktionspläne für die Umsetzung von Investitions-Projekten zur Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit wurden gemeinsam erarbeitet.
Mehr als 450 Teilnehmer*innen wurden im Rahmen des Capacity Buildings geschult. Darin wurden Zusammenhänge zwischen Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit sowie integrierte Lösungsansätze nähergebracht.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

One of the central challenges of the 21st century consists in ensuring the permanent availability of sufficiently clean water. In many regions of the world, people are as yet unable to exercise their human rights to water and sanitation. According to the United Nations (UN), 2.1 billion people do not have access to safe drinking water, while 4.5 billion people lack safely managed sanitation. Population growth, economic growth, climate change and urbanisation increase the pressure on globally and locally limited water resources. Experts assume that the worldwide demand for water will increase by more than 50 per cent by 2050.
Germany is one of the most important donors and is heavily involved in global strategy development and decision-making processes for achieving the water-related Sustainable Development Goals of the 2030 Agenda. German development cooperation focuses here primarily on the water strategy of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ). One key challenge lies in developing and implementing BMZ’s concepts and innovative approaches and including them in the international discussion.


Objective

There is greater awareness of the global water crisis, and the approaches proposed by German development cooperation are being adopted by many partners around the world. The integrated approach to securing water, energy and food (nexus approach) is being developed in the partner countries and development cooperation programmes.


Approach

The project supports BMZ by providing expert advice, in addition to devising strategies and approaches for implementing the water strategy. To achieve this, innovative models for financing water and sanitation, as well as approaches to encourage good governance, are being developed, for example. Strategies focusing on the role of water in adapting to climate change and reducing greenhouse gases are being developed that take account of the entire water cycle. These approaches support international processes, with particular attention paid to the interrelationships between water and other areas, such as agriculture and energy, or migration and the root causes of displacement.
The project develops strategies for securing long-term water availability for all. Among other things, the project supports BMZ and the European Union (EU) in regional and international exchange on the water-energy-food nexus (WEF nexus). Political discourse with the aim of developing integrated approaches is conducted with diverse actors and regional organisations, for example in Latin America with the Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), in the Middle East and North Africa with the Arab League and in West Africa with the Niger Basin Authority (ABN). Policy recommendations will then be derived from this discourse.
In January 2019, two further projects were added: one at Lake Kivu and the Ruzizi River for nexus-based water management, the other to improve security and climate resilience in fragile regions of the Sahel zone.


Results

In international dialogue, the project has triggered and shaped the development of new mechanisms required to support and finance access to safe water and sanitation. In cooperation with KfW Development Bank, the Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) and the World Bank, a new fund is currently being developed to enable resources to be deployed more effectively, efficiently and in a manner better able to combat poverty.
The international discourse specifically addressed the close relationship between water and climate. As a result, the crucial importance of water management, particularly in adaptation and mitigation measures, has been firmly embedded in the annual UN Climate Change Conferences and the Global Commission on Adaptation.
Policy recommendations for the nexus approach were introduced by partners in three regions. Action plans for implementing investment projects for water, energy and food security were drawn up jointly.
More than 450 participants were provided with training as part of capacity-building measures. Participants were taught about the relationship between water, energy and food security and about integrated approaches.