Offener Regionalfonds für Südosteuropa - Energieeffizienz (ORF-EE)

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2026.7
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3700 Westbalkan, Zentralasien, Osteuropa
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Westbalkan/Östliche Partnerschaft n.a., Bosnien und Herzegovina, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Relevante politische und zivilgesellschaftliche Akteure der Länder Südosteuropas nutzen im Prozess der Umsetzung klimaschutzrelevanter Vorgaben der Europäischen Union (EU) zunehmend regionale Netzwerke.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Sekretariat des Regionalen Kooperationsrats

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:5 608 758 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2012.2483.1

    Offener Regionalfonds Energieeffizienz

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2209.3

    Offener Regionalfonds für Südosteuropa - Energie, Verkehr und Klimaschutz

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    16.06.2008 - 30.09.2025
  • Aktuelles Projekt:01.05.2017 - 30.08.2020

Sonstige Beteiligte

  • Arge INTEGRATION-GFA
  • INTEGRATION

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Klimawandel, Minderung von Treibhausgasen

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    23110 Energiepolitik und -verwaltung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

In den Ländern des westlichen Balkans wird Energie immer noch in großem Maße verschwendet. Dies beeinträchtigt die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die soziale Stabilität der Region und schadet der Umwelt. Im Zusammenhang mit dem angestrebten Beitritt zur Europäischen Union sind die Länder aufgerufen, die entsprechenden Teile des EU-Rechts in nationales Recht zu übernehmen. Als Unterzeichner des Vertrags zur Gründung der Energiegemeinschaft haben sich die südosteuropäischen Länder zudem verpflichtet, das Energierecht der EU umzusetzen und den Energieverbrauch in energieintensiven Sektoren zu senken. Dieser Prozess stellt die Region vor viele Herausforderungen. Hinzu kommen die Verpflichtungen im Rahmen der natio-nalen Klimabeiträge (NDCs) zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, auf die sich fast alle Länder des westlichen Balkans im Rahmen der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens festge-legt haben. So stehen alle Länder des westlichen Balkans im Hinblick auf die Erfüllung der Ziele für Klimaschutz und nachhaltige Energienutzung vor denselben oder sehr ähnlichen Herausforderungen.

Ziel

Das Ziel des ORF-EE ist es, politische und zivilgesellschaftliche Akteure, die im Bereich Energie und Klimaschutz aktiv sind, durch Netzwerke in Südosteuropa bei der Umsetzung der erforderlichen EU-Bestimmungen zu unterstützen. Die vom ORF-EE unterstützten regionalen Netzwerke tauschen sich gegenseitig eigenständig über ihre Erfahrungen bei der Durchführung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen aus und sind in der Lage, Fragen von gemeinsamem Interesse anzugehen. Dadurch tragen sie dazu bei, dass in den einzelnen Ländern entsprechende Maßnahmen effektiver umgesetzt werden.

Vorgehensweise

Der Offene Regionalfonds für Südosteuropa Energieeffizienz (ORF-EE) fördert die regionale Kooperation von Akteuren, die Reformprozesse im Bereich Energie und Klimaschutz voranbringen und so zum Er-reichen der nationalen Energieeffizienz- und Klimaschutzziele der westlichen Balkanländer beitragen können. Das Projekt baut darauf auf, dass die südosteuropäischen Länder kulturelle und strukturelle Ähnlichkeiten sowie Parallelen hinsichtlich ihrer Entwicklungsherausforderungen aufweisen. Daraus ergibt sich ein großes Potenzial für den Aufbau und die Weitergabe von Kompetenzen in und über regi-onale(n) Netzwerke(n).

Wirkung

Mit Unterstützung des ORF-EE wurde das Netzwerk der energieeffizienten Hauptstädte Südost-europas eingerichtet. Mitglieder des Netzwerks sind die Hauptstädte Zagreb, Sarajevo, Podgori-ca, Skopje und Tirana. Die deutsche Modellstadt Freiburg im Breisgau unterstützt das Netzwerk. Die Partnerstädte werden beim Beitritt zur EU-Initiative „Konvent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister" begleitet, es werden Energiemanagementstrukturen aufgebaut und Hilfe bei der Erarbeitung von Aktionsplänen für nachhaltige Energie bereitgestellt. Darüber hinaus hat das Netzwerk der Schulen für Politische Studien in Südosteuropa, das vom ORF-EE unterstützt wird, mit der Initiative des „Öffentlich-politischen Dialogs" für nachhaltige Energienutzung in Süd-osteuropa zur Stärkung des politischen Willensbildungsprozesses beigetragen. Mit der Initiative werden in Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie im Kosovo Reformprozesse im Energiesektor vorangetrieben. So wurde etwa erreicht, dass in diesen Ländern zum ersten Mal öffentliche Anhörungen der für Energieeffizienz zuständigen parlamentarischen Ausschüsse stattfanden. Außerdem hat das Projekt die Partnerländer dabei unterstützt, die EU-weit vorgeschriebenen nationalen Energieeffizienz-Aktionspläne auszuar-beiten und ihren Umsetzungsprozess zu überwachen. Weiter verbessert wurde dieser Prozess durch die Einführung eines Monitoring-Systems, das zur Entwicklung effektiver nationaler Ener-gieeffizienz-Maßnahmen und Unterstützungsprogramme genutzt werden kann. Mithilfe des Monitoring-Systems können die direkten Energieeinsparwirkungen und die Effektivität der Maß-nahmen jeweils genauer beurteilt werden. Die geleistete Unterstützung wird durch ein IT-System ergänzt. Dabei handelt es sich um eine Monitoring- und Verifizierungsplattform (MVP) zur Berechnung der Energieeinsparungen und CO2-Reduktion, die durch Energieeffizienz-Maßnahmen erzielt werden. Das System wurde den am Programm beteiligten Ländern des west-lichen Balkans zur Verfügung gestellt, und Kroatien hat es als verbindliches Instrument in seine nationalen Regelungen aufgenommen. Durch den ORF-EE sollen auch die Kapazitäten von Mini-sterien und Organisationen – einschließlich kommunaler und zivilgesellschaftlicher Organisati-onen – gestärkt werden, die in der Region für Energieeffizienz und Klimaschutz zuständig sind. Sie sollen besser in der Lage sein, die regulatorischen und institutionellen Bedingungen für die Umsetzung klimarelevanter EU-Richtlinien und -Verordnungen zu schaffen. Gleichzeitig wirken Parlamentarier der südosteuropäischen Länder darauf hin, den für die Reformierung des Sektors notwendigen politischen Willen sicherzustellen. Eine Erweiterung der Reform- und Entwick-lungsarbeit des ORF-EE ist der Schwerpunkt auf nachhaltigen Lösungen für städtische Mobilität in Südosteuropa. Dieser Schwerpunkt wird im Rahmen eines umfassenden Klimaschutz-Ansatzes verfolgt, der auf der EU-Energiestrategie 2030 und den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung, insbesondere auf Ziel 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und Ziel 13 (Maß-nahmen zum Klimaschutz), beruht. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem Unterstützung bei der Erarbeitung von Plänen für nachhaltige städtische Mobilität und Roadmaps, die Umset-zung von intelligenten Stadtverkehr-Modellen (z. B. Fahrrad und Carsharing) wie auch P2P-Maßnahmen, Mentoring usw. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

In Western Balkan countries energy continues to be wasted on large scale, which is harming the region’s economic competitiveness, its social stability, and the environment. Aiming to join the EU, the countries are responsible for incorporating the corresponding elements of the EU acquis into their legislation. Furthermore, as signatories of the Energy Community Treaty, South-Eastern European countries are responsible for the implementation of the energy chapter of the EU acquis and reduction of energy consumption in energy-related sectors. This process poses a lot of challenges for the region. These are further exacerbated by the responsibilities arising under the Nationally Determined Contributions (NDCs) regarding the reduction of greenhouse gases emission, which almost all Western Balkan countries declared as part of the Paris Agreement implementation. Therefore, all Western Balkan countries face the same or similar challenges in meeting the climate and sustainable use of energy objectives.

Objective

The goal of the ORF-EE is to support energy and climate relevant political and civil society actors, through networks in South-Eastern Europe, in implementing required EU regulations. Regional networks supported by the ORF-EE share their experiences on implementation of energy efficiency and climate protection measures independently, and are empowered to address issues of common interest. In doing so they contribute towards a more effective implementation of these topics in their respective countries.

Approach

The Open Regional Fund for South-East Europe – Energy Efficiency (ORF-EE) promotes regional cooperation among stakeholders with the capacity to drive the process of reform in the energy and climate protection sector, thereby contributing to achieving the national energy efficiency and climate protection targets in Western Balkan countries. The project focuses on using the potentials arising from the similarities between South-East European countries, culturally, structurally, and development challenges wise, which offers great potential for building and sharing the relevant expertise in and through regional networks.

Results

The ORF-EE helped establishing the Network of Energy-Efficient Capital Cities in South-Eastern Europe. Members of the network are the capital cities of Zagreb, Sarajevo, Podgorica, Skopje and Tirana. The German model city of Freiburg im Breisgau supports the network. It supports partner cities in joining the European Covenant of Mayors initiative, establishes energy management structures and supports the development of sustainable Energy Action plans. Furthermore, the Network of Schools of Political Studies in South-Eastern Europe, which is supported by the ORF-EE, helped strengthening the political will in the region with the Initiative for Public Policy Dialogue on Sustainable Use of Energy in SEE. It is pursuing reform processes in the energy sector in Montenegro, North Macedonia, Albania, Serbia, Croatia, Bosnia and Herzegovina and Kosovo. As a result of these efforts, public hearings of parliamentary committees responsible for energy efficiency were held for the first time in the countries. The project also supported the development and monitoring of the implementation process of the partner countries’ National Energy Efficiency Action Plans, which are mandatory across the EU. This process was further strengthened through the introduction of a monitoring system that enables the effective creation of national energy efficiency policies and support programmes that allow a more precise assessment of the policy’s direct energy saving impacts and their effectiveness. The provided support is complemented by a software programme - Monitoring and Verification Platform (MVP) for calculations of energy savings and CO2 reductions that are achieved through energy efficiency measures. The system has been provided to Western Balkan partner countries. Croatia integrated it as a compulsory instrument in its national regulations. Moreover, the ORF-EE aims to strengthen the capacities of ministries and agencies in the region, responsible for energy efficiency and climate protection, including the municipal level and civil society organisations, in establishing regulatory and institutional conditions for the implementation of climate-relevant EU directives and regulations. At the same time SEE parliamentarians act in securing the necessary political will for sector reforms. Extending its reform and development efforts, the ORF-EE also focuses on sustainable urban mobility solutions in SEE, integrating a comprehensive climate change mitigation approach that is based on the EU Energy Strategy 2030 and the UN Sustainable Development Goals, in particular Goal 11 (Sustainable Cities and Communities) and Goal 13 (Climate Action). Efforts, among others, include support in developing Sustainable Urban Mobility Plans, Roadmaps, implementation of urban transportation Smart-Models (E.g. bike and car sharing), as well as P2P, mentoring, etc.