Unterstützung der Dezentralisierung als Beitrag zur guten Regierungsführung

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.2009.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1500 Ostafrika und Horn von Afrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ruanda

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Die lokale Regierungsführung in Hinblick auf die Ausstattung mit Finanzmitteln, sektorale Dezentralisierung sowie Rechenschaft und Teilhabe gestärkt.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Local Government, Community Development and Social Affairs (MINALOC)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:9 169 135 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • 2014.2072.8

    Unterstützung der Dezentralisierung als Beitrag zur Guten Regierungsführung

Nachfolger-Projekt

  • 2020.2090.7

    Unterstützung der Dezentralisierung als Beitrag zur guten Regierungsführung in Ruanda

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    10.04.2012 - 31.12.2027
  • Aktuelles Projekt:01.01.2019 - 10.01.2022

Sonstige Beteiligte

  • Arge GOPA Worldwide-GOPA Gesellschaft

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    15112 Dezentralisierung und Förderung subnationaler Gebietskörperschaften

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Im Jahr 2000 hat die ruandische Regierung die ersten Dezentralisierungsreformen eingeleitet. Damit verfolgte sie das Ziel, lokale Dienstleistungen zu verbessern und die Bevölkerung verstärkt einzubinden. Gleichzeitig sind diese Bemühungen Ausdruck der Lehren, die aus dem Genozid 1994 gezogen wurden. Die politisch Verantwortlichen sind bemüht, Bedingungen für einen stärkeren sozialen Zusammenhalt, Armutsminderung und innere Stabilität zu schaffen.

Die Reformbemühungen reihen sich in einen strategischen Rahmen ein: Die von der Regierung entwickelte „Vision 2050" wird in Form von 7-Jahres-Plänen, der nationalen Transformationsstrategie (National Strategy for Transformation), umgesetzt. Die Regierung strebt an, lokale Finanzmittel besser zu heben und zu verwalten, die Finanztransfers von der nationalen an die lokale Ebene zu überprüfen und die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen auf lokaler Ebene zu verbessern. Darüber hinaus soll die Bevölkerung verstärkt an Planungsprozessen und am Monitoring beteiligt werden. Ziel ist zudem, die Mechanismen nationaler und lokaler Rechenschaftslegung zu stärken.

Obwohl die Distrikte eine wichtigere Rolle in der Erbringung von Dienstleistungen übernehmen, reichen ihre Finanzmittel aus eigenen Quellen sowie die Transfers der Zentralregierung nicht aus. Darüber hinaus gibt es keinen klaren institutionellen und planerischen Rahmen, der festlegt, unter welchen Bedingungen die verschiedenen Bereiche dezentralisiert, welche Art der Dezentralisierung (Dekonzentration oder Devolution) angestrebt und welche Bereiche priorisiert werden sollen.

Ziel

Die lokale Regierungsführung ist im Hinblick auf die Ausstattung mit Finanzmitteln, Dezentralisierung sowie Rechenschaft und Teilhabe gestärkt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die ruandischen Partner bei Maßnahmen, die ihre lokalen Eigeneinnahmen erhöhen. Hierzu werden zwei Ansatzpunkte gewählt: Zum einen die Erschließung neuer oder die Verbesserung existierender lokaler Einnahmenquellen und zum anderen die Steigerung der Entscheidungsautonomie der Distrikte, wozu sie innerstaatliche Finanztransfers verwenden. Diese Interventionen sollen die Finanzierung der lokalen Dienstleistungserbringung stabilisieren.

Darüber hinaus strebt das Vorhaben an, einen systematischen Rahmen für die Abtretung zentralstaatlicher Funktionen an die Distrikte aufzubauen. Dadurch kann eine verstärkte Bürgerorientierung bei der Dienstleistungserbringung erzielt werden. Hierfür sollen das federführende Ministerium für kommunale Verwaltung (Ministry of Local Government, MINALOC) bei der Erfüllung seiner inter- und intraministeriellen Koordinationsrolle sowie die technischen Fertigkeiten zur Umsetzung der Dezentralisierung gestärkt werden.
Als Dreh- und Angelpunkt für den Aufbau von Kapazitäten zur Strategieentwicklung dient ein interministerielles Steuerungskomitee. Die Mitglieder des Komitees werden befähigt, die allgemeinen Prinzipien der Dezentralisierung zu definieren und Minimalkriterien festzulegen, die für die Reform in den unterschiedlichen Bereichen erfüllt sein müssen.

Des Weiteren fokussiert das Vorhaben darauf, die Rechenschaftslegung der Distrikte gegenüber den Bürger*innen sowie deren Beteiligung an lokalen Planungsprozessen zu stärken. Dabei sollen analoge und digitale Anwendungen zum Einsatz kommen, die sich gegenseitig ergänzen. Besonderer Wert wird auf die Beteiligung von Bürger*innen an lokalen Planungsprozessen gelegt. Über diese kommen Maßnahmen zur Leistungsentwicklung auf regionaler Ebene zum Einsatz. Sie umfassen die Durchführung von Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen wie Rechenschaftsmechanismen, Rolle und Aufgaben von Lokalräten sowie konstruktive Bürger-Staat-Beziehungen.
 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

The first decentralisation reforms were introduced by the Rwandan Government in 2000 with the aim of improving local services and increasing citizen participation. However, these efforts also reflect the lessons learned from the genocide of 1994. Policy-makers are trying to create conditions for internal stability, stronger social cohesion and a reduction in poverty.

The reform efforts are part of an overall strategic framework. The Vision 2050 developed by the government will be implemented in the form of seven-year plans, which together make up the National Strategy for Transformation. The government is striving to leverage and manage local funds more effectively, review the transfer of finance from the national to the local level and improve public service delivery at local level. In addition, the population should be more involved in planning processes and monitoring. A further aim is to strengthen the mechanisms of national and local accountability.

Although the districts are taking on a more important role in the delivery of services, funds from their own sources and transfers from central government are not sufficient. The country also lacks a clear institutional and planning framework that defines the conditions under which the various areas should be decentralised, what type of decentralisation (deconcentration or devolution) is wanted and which areas should be given priority.

Objective

Local governance is strengthened in terms of funding and decentralisation as well as accountability and participation.

Approach

The project provides the Rwandan partners with support for measures that increase their domestic revenues at local level. This is done in two ways: firstly, by tapping new local sources of revenue or improving existing ones, and secondly, by increasing the decision-making autonomy of the districts with regard to how they use the domestic financial transfers. The aim of these interventions is to stabilise the financing of local service provision.

The project also aims to create a systematic framework for the transfer of central government functions to the districts. This can result in service delivery with a stronger focus on citizens. In order to do this, the project will bolster the Ministry of Local Government (MINALOC), which acts as the lead executing agency, in fulfilling its interministerial and intraministerial coordination role and provide it with the technical skills needed to carry out decentralisation.

Capacity-building measures for strategy development are centred around an interministerial steering committee. The members of the committee are empowered to set out the general principles of decentralisation and define minimum criteria that need to be met in order to implement reform in the various areas.

Furthermore, the project focuses on increasing the districts’ accountability to citizens and on boosting citizen participation in local planning processes. In so doing, it uses analogue and digital applications that complement each other. Particular value is placed on citizens’ participation in local planning processes, which are used to implement performance development measures at regional level. These encompass training measures on various subjects such as accountability mechanisms, the role and tasks of local councils and constructive relationships between citizens and government.