Programm Soziale Absicherung im Krankheitsfall
Projektdetails
- Projektnummer:2017.2006.9
- Status:Projekt beendet
- Zuständige Organisationseinheit: 2A00 Asien I
- Ansprechpartner: Transparenzteam transparenz@giz.de
- Partnerländer: Kambodscha
Zusammenfassung
- Ziele:
Die arme und vulnerable Bevölkerung von Kambodscha ist gesünder und unterliegt weniger Risiken bei der Nutzung von Gesundheitsdiensten mit ausreichender Qualität.
- Auftraggeber:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
- Projektpartner:
Ministry of Health
- Finanzier:
nicht verfügbar
Auftragsvolumen
- Aktuelles Projekt:13 374 355 Euro
Kombifinanzierung
US Agency for International Development: 574 355Euro
Vorgänger-Projekt
2013.2137.1
Soziale Absicherung im Krankheitsfall III
Nachfolger-Projekt
- nicht verfügbar
Laufzeit
- Gesamtvorhaben:
(inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden) 15.09.2006 - 01.09.2023 - Aktuelles Projekt:31.08.2018 - 01.09.2023
Sonstige Beteiligte
- nicht verfügbar
Weitere Informationen
- Projekt-Webseitenicht verfügbar
Entwicklungspolitische Kennungen
- Gleichberechtigung der Geschlechter
Signifikantes Nebenziel
- Demokratische und inklusive Regierungsführung
Signifikantes Nebenziel
- Mutter-Kind-Gesundheit
Signifikantes Nebenziel
CRS-Schlüssel
12110 Gesundheitspolitik und Verwaltung des Gesundheitswesen
Evaluierung
nicht verfügbarProjektbeschreibung (DE)
Ausgangssituation
In Kambodscha ist die Gesundheitsversorgung in staatlichen Einrichtungen bis auf Impfungen und die Behandlung von HIV, Tuberkulose und Malaria meist nicht kostenfrei. Der Staat hat mit Unterstützung durch Entwicklungspartner in den letzten Jahren eine beitragsfreie Krankenversicherung für Arme und bedürftige Bevölkerungsgruppen aufgebaut und für Arbeitnehmer*innen eine beitragsfinanzierte soziale Krankenversicherung etabliert. 60 Prozent der Bevölkerung werden jedoch dem informellen Sektor zugerechnet. Etwa zwei Drittel davon leben nur knapp oberhalb der Armutsgrenze.
Die unzureichende Qualität und Versorgungsdichte der staatlichen Gesundheitsversorgung hat in den letzten beiden Jahrzehnten zu einem starken Wachstum des privaten Gesundheitssektors geführt. Dieser erbringt inzwischen 70 Prozent aller Gesundheitsdienstleistungen, wird allerdings nur wenig reguliert.
Kambodschas Regierung verfolgt die Strategie, die soziale Absicherung im Krankheitsfall auszuweiten. Darüber hinaus soll eine flächendeckende, leistungsfähige und an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtete Gesundheitsversorgung gefördert werden. Dazu gehören auch Anmelde- und Zulassungsprozeduren für öffentliche und private Leistungsanbieter. Krankheiten sollen eingedämmt, die Mütter-, Kinder- und Säuglingssterblichkeit verringert werden.
Ziel
Der kambodschanische Staat kann die Finanzierung des Gesundheitssystems effizienter und gerechter steuern, um eine qualitätsorientierte, bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung anzubieten.
Vorgehensweise
Das Vorhaben unterstützt das Gesundheitsministerium beim Aufbau eines Systems für externe, unabhängige Qualitätsüberprüfungen. Es etabliert zudem Prozesse, um die Qualität staatlicher Gesundheitseinrichtungen fortlaufend zu steigern. Die Einführung von Betriebskostenberechnungen und -analysen ermöglicht es dem Gesundheitsministerium, die technische Effizienz aller staatlichen Gesundheitsdienstleister zu beurteilen. Dafür werden auch die Qualitätskennzahlen und das Gesundheitsinformationssystem herangezogen.
Darüber hinaus wird das System der Krankenversicherung gestärkt, etwa durch Schulungen für Mitarbeiter*innen des Nationalen Fonds für Soziale Sicherung, der zuständigen Behörde. Außerdem wird der Austausch zwischen politiknaher Forschung und dem Gesundheits- und Finanzministerium gestärkt.
Das Vorhaben versetzt politische und zivilgesellschaftliche Akteure der Regionen und Gemeinden in die Lage, ihre Aufgaben effektiver wahrzunehmen.
Projektbeschreibung (EN)
Context
Health care in state institutions in Cambodia, with the exception of vaccinations and the treatment of HIV, tuberculosis and malaria, does not usually come free of charge. With the support of development partners, in recent years the state has put in place non-contributory health insurance for poor and vulnerable population groups and has established contributory social health insurance for workers. However, 60 per cent of the population works in the informal sector, around two thirds of whom are living just above the poverty line.
The inadequate quality and supply density of the state’s health care has led to significant growth in the private health sector over the past two decades. This now provides 70 per cent of all health services, although regulation of the sector is limited.
The Cambodian Government has a strategy to extend social health protection. In addition, it plans to promote comprehensive, effective health care aligned with people’s needs. This includes registration and approval procedures for public and private service providers. The aim is to control diseases and reduce maternal, child and neonatal mortality.
Objective
The Cambodian state is able to steer the funding of the health system more efficiently and equitably to provide quality-oriented and needs-based health care.
Approach
The project is supporting the Ministry of Health in setting up a system for external, independent quality checks. It is also establishing processes to continuously improve the quality of state health care facilities. The introduction of operating cost calculations and analysis will enable the Ministry of Health to assess the technical efficiency of all state health service providers. To achieve this, quality parameters and the health information system will also be taken into account.
In addition, the health insurance system is being strengthened, for example through training programmes for employees at the National Social Security Fund, which is the authority responsible for the system. Dialogue between policy-oriented researchers and the ministries of health and finance is also being improved.
The project enables political and civil society actors in the regions and municipalities to fulfil their roles more effectively.