Krisenpräventiver Wiederaufbau Mossul

Projektdetails

  • Projektnummer:2017.1864.2
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3A00 Naher und Mittlerer Osten 2
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Irak

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Beitrag zur Stärkung der Resilienz von verwundbaren Bevölkerungsgruppen in ausgewählten Gemeinden in Ninewa

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministry of Planning

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:71 630 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    12.09.2017 - 05.09.2022
  • Aktuelles Projekt:01.10.2017 - 05.09.2022

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    73010 Kurzfristiger Wiederaufbau und Rehabilitierung unmittelbar nach Notsituationen

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation

Mossul und die Provinz Ninewa waren von 2014 bis 2017 Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen der Terrormiliz „Islamischer Staat" (IS) und anderen islamistischen Gruppen. Vor allem der westliche Teil Mossuls leidet seit der Befreiung vom IS im Juli 2017 unter der massiven Zerstörung von öffentlicher und privater Infrastruktur. Soziale Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung und Bildung sind nur noch rudimentär verfügbar und die wenigsten Einwohner der Stadt haben eine bezahlte Arbeit.

Ziel

Die Grundlagen für einen friedlichen Wiederaufbau sind gestärkt. Dazu gehören die wirtschaftliche Stabilisierung von Haushalten, die Instandsetzung öffentlicher Infrastruktur sowie die Fähigkeit der lokalen Bevölkerung, Konflikte friedlich beizulegen.

Vorgehensweise

Die Projektaktivitäten umfassen die Themen Förderung von Einkommen und Verbesserung von Lebensgrundlagen, Friedensförderung sowie den Wiederaufbau öffentlicher Infrastruktur.

Das Vorhaben führt Trainings in Konfliktmediation und -prävention mit lokalen Führungspersönlichkeiten sowie Jugend- und Frauengruppen durch. Die Teilnehmer*innen können dadurch in ihren Gemeinden als Vorbilder für einen friedlichen Umgang miteinander auftreten. Lehrer*innen erhalten Fortbildungen zum Umgang mit traumatisierten Kindern. Die Themen Frieden und Vergangenheitsbewältigung werden in den Lehrplan aufgenommen. Darüber hinaus fördert das Vorhaben auch Theater- und Jugendgruppen, in denen traumatische Erfahrungen aufgearbeitet werden.

Um die lokale Wirtschaft wiederzubeleben, erhalten Kleinst- und Kleinunternehmer*innen Fördermittel und Businessmanagement-Trainings. Auf Grundlage eines gemeinsam entwickelten Business-Plans können die Unternehmer*innen entweder ein neues Unternehmen gründen, ihr bestehendes Unternehmen wiederaufbauen oder dieses weiterentwickeln. So wird sichergestellt, dass die Förderung langfristig wirksam ist und zur Stärkung der lokalen Wirtschaft beiträgt.

Das Vorhaben unterstützt weiterhin den Bau von Schulen und einer Gesundheitseinrichtung. Dadurch erhalten die Menschen in Mossul wieder Zugang zu wichtigen öffentlichen Dienstleistungen.

Wirkung

- Mehr als 2.000 Menschen haben mit direkt entlohnter Arbeit („Cash for Work"-Aktivitäten) ein eigenes Einkommen verdient und gleichzeitig die öffentliche Infrastruktur, wie etwa Schulen oder Parkanlagen, wiederaufgebaut und instandgesetzt.
- An 18 neu gebauten und renovierten Schulen können etwa 7.200 Kinder in einem besseren Umfeld lernen.


 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context

From 2014 to 2017, Mosul and the Nineveh province saw fierce fighting between the Islamic State (IS) terrorist militia and other Islamist groups. The western part of Mosul, in particular, has suffered as a result of the large-scale destruction of public and private infrastructures since being liberated from IS in July 2017. Social services such as health care and education are now only available to a limited extent and very few of the city's inhabitants have paid jobs.

Objective

The foundations for peaceful reconstruction have been strengthened. This includes the economic stabilisation of households, the restoration of public infrastructures and the ability of the local population to resolve conflicts peacefully.

Approach

Project activities include boosting incomes and improving livelihoods, peacebuilding, and restoring public infrastructures.

The project runs training courses in conflict mediation and conflict prevention with local leaders, youth groups and women's groups. The training allows participants to act as role models for peaceful co-existence in their communities. Teachers receive training on how to work with traumatised children. The topics of peace and dealing with the past are incorporated into the curriculum. In addition, the project supports theatre and youth groups that work through traumatic experiences.

To revive the local economy, microentrepreneurs and small-scale entrepreneurs receive funding and business management training. Based on a jointly developed business plan, entrepreneurs can start a new business or rebuild or develop their existing business. This ensures that the support is effective in the long term and contributes to strengthening the local economy.

The project continues to support the construction of schools and a health care facility. This will give the people of Mosul access to important public services again.

Results

- More than 2,000 people have earned their own income through cash for work activities while rebuilding and repairing public infrastructures such as schools and parks.
- At 18 newly built and renovated schools, around 7,200 children can now learn in a better environment.