CAADP - Berufsbildungsvorhaben für Frauen

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2251.3
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 1740 Afrikanische Union
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Afrikanische Union, Angola, Burkina Faso, Burundi, Benin, Botsuana, Kongo Dem. Rep., Zentralafrikanische Republik, Kongo Republik, Côte d'Ivoire, Kamerun, Kap Verde, Dschibuti, Algerien, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Gabun, Ghana, Gambia, Guinea, Äquator.-Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Komoren, Liberia, Lesotho, Libyen, Marokko, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mauritius, Malawi, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Sudan, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha (V/K), Sierra Leone, Senegal, Somalia, Südsudan, Sao Tomé und Principe, Eswatini, Tschad, Togo, Tunesien, Tansania, Uganda, Südafrika, Sambia, Simbabwe

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Qualifizierung von Frauen im Agrar- und Ernährungssektor in Afrika

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Afrikanische Union

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:22 291 793 Euro

Kombifinanzierung

  • Norwegian Ministery of Foreign Affairs (MFA NO): 2 891 793Euro

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • nicht verfügbar

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    19.12.2016 - 30.11.2022
  • Aktuelles Projekt:01.01.2017 - 30.11.2022

Sonstige Beteiligte

  • GFA Consulting Group GmbH

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Hauptziel

CRS-Schlüssel

    11330 Berufliche Bildung

Evaluierung

nicht verfügbar

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangssituation
Landwirtschaft ist eine der Hauptsäulen für Entwicklung in Afrika. Der Sektor trägt rund ein Drittel zum kontinentalen Bruttoinlandsprodukt bei. Frauen sind eine treibende Kraft in landwirtschaftlicher Produktion und Verarbeitung sowie im Handel. Sie produzieren etwa 80 Prozent der Lebensmittel und machen fast die Hälfte der Beschäftigten im Sektor aus. Aufgrund soziokultureller Barrieren haben Frauen oft jedoch keinen Zugang zu notwendigem Wissen und zu Ausbildungsgelegenheiten. Ihr Potenzial, landwirtschaftliche Produktivität und Profitabilität auf dem Kontinent zu steigern, wird nicht ausgeschöpft.
Das Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) ist seit 2003 afrikaweit der Handlungsrahmen für landwirtschaftlichen Wandel. Als Initiative der Afrikanischen Union unterstützt CAADP die Mitgliedsländer bei der Steigerung von Investitionen und Produktivität im Landwirtschaftssektor. So werden agrarwirtschaftliche Wachstumsraten von über 6 Prozent angestrebt, um Ernährungssicherung und wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.
Mit seiner kontinentweiten Ausdehnung ist das Landwirtschaftsprogramm der Afrikanischen Union ein idealer Rahmen, um Frauen im Landwirtschaftssektor stärker zu fördern und sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten.
Ziel
Arbeitsmarktorientierte und einkommenssteigernde Qualifizierungsangebote für Frauen im Agrar- und Ernährungssektor werden in ausgewählten Pilotländern genutzt.
Vorgehensweise
Der technische Arm der Kommission der Afrikanischen Union (AUK), die NEPAD Planungs- und Koordinierungsagentur (NPCA), koordiniert die CAADP-Umsetzung. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ die AUK und NPCA dabei, die Umsetzung des Landwirtschaftsprogramms der Afrikanischen Union (CAADP) auf Länderebene zu koordinieren.
Das Vorhaben arbeitet dazu in vier Modulen:
Politikberatung
Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel
Landwirtschaftliche Berufs- und Weiterbildung
Landwirtschaftliche Berufs- und Weiterbildung für Frauen
Das Projekt stellt eine inklusive, arbeitsmarktorientierte und einkommenssteigernde Ausbildung für Frauen in der Landwirtschaft sicher. Ihr Zugang zu formeller und informeller Ausbildung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft wird dadurch verbessert. So öffnen sich Türen sowohl für Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt als auch für die Selbstständigkeit.
In den 6 Partnerländern Kenia, Malawi, Ghana, Benin, Burkina Faso und Togo wendet sich das Projekt an Frauen in formeller Berufsausbildung, an Kleinbäuerinnen ohne Zugang zu einer Ausbildung sowie an Klein- und Kleinstunternehmerinnen.
Der Ansatz berücksichtigt die unterschiedlichen gesellschaftlichen Rollen und Bedarfe von Frauen. Ein Schwerpunkt sind deshalb informelle, flexible Angebote, zum Beispiel Abend- oder Wochenendkurse, die an lokale formelle Ausbildungseinrichtungen angegliedert sind.
Das Projekt unterstützt außerdem Mentorenprogramme und didaktische Ansätze, die sich an Frauen mit wenig schulischer Vorerfahrung richten.
Wirkungen
Von 2012 bis 2016 haben fast 2.000 Frauen eine landwirtschaftliche Berufsausbildung erhalten. Nahezu ein Drittel aller Trainees in den 6 Partnerländern waren Frauen. Zuvor machten Frauen weniger als 15 Prozent aller landwirtschaftlich Auszubildenden aus.
Nach einer Einschätzung der Rollen und Beiträge von Frauen in der Landwirtschaft werden Trainingsmodule für spezifische Wertschöpfungsketten entwickelt, um die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen sicherzustellen. Die neuentwickelten Module werden an verschiedenen Institutionen von Lehrpersonal unterrichtet, das zielgruppenspezifisch sensibilisiert wurde. 

 

Projektbeschreibung (EN)

Context
Agriculture is one of the main drivers of development in Africa, generating around one third of the continent’s GDP. Women are a key asset in agricultural production, processing and trade, growing around 80 per cent of food and making up almost 50 per cent of the sector’s workforce. Due to sociocultural barriers, however, women rarely have access to training and opportunities to develop essential skills. As a result, their potential to increase agricultural productivity and profitability on the African continent is not fully realised.
The Comprehensive Africa Agriculture Development Programme (CAADP) has served as the framework for action for agricultural transformation across Africa since 2003. As an African Union initiative, CAADP supports member states in increasing investment and productivity in the agricultural sector. The aim is to achieve agricultural growth rates of more than 6 per cent as a means of promoting food security and economic development.
With its continental scope, CAADP is an ideal framework to empower women and assist them to develop their full potential.
Objective
The project aims to ensure that labour market-oriented, income-boosting training opportunities for women in the agri-food sector are taken up in the TVET systems in selected pilot countries.
Approach
The technical body of the African Union Commission (AUC), the NEPAD Planning and Coordinating Agency (NPCA), coordinates the implementation of CAADP in AU member countries. On behalf of the German Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ), GIZ supports AUC and NPCA in fulfilling their mandate.
The project has four modules:
Policy Advice
Climate Change Adaptation in Agriculture
Agricultural Technical and Vocational Education and Training (ATVET)
Women in ATVET
The project provides inclusive, labour market-oriented and income-boosting agricultural training for women. This improves their access to formal and informal education in the agri-food sector and gives them the skills they need to earn a living through paid work in the labour market or through self-employment.
In the six partner countries – Kenya, Malawi, Ghana, Benin, Burkina Faso and Togo – the project targets women in formal vocational training, female smallholders who lack access to training and women who run small or micro businesses.
The approach takes women’s diverse needs and social roles into account. As a priority, it therefore offers access to informal and flexible training options, such as evening and weekend courses that link in with formal education and training provision at the local level.
The project also supports mentoring programmes and promotes teaching methods that are suited to women with little experience of attending school.
Results
From 2012 to 2016, almost 2,000 women underwent agricultural training. Around one third of the trainees in the six partner countries were female. Women previously accounted for less than 15 per cent of all agricultural trainees.
Based on an assessment of female roles and contributions to agriculture, training modules for specific value chains are being developed in order to boost women’s participation in the economy. The new modules are being delivered at a variety of institutions by teachers who have been sensitised to the specific needs of the target groups.