Einkommenssteigerung von Kleinbauern (Landwirtschaftliches Innovationsprojekt)

Projektdetails

  • Projektnummer:2016.2250.5
  • Status:Projekt beendet
  • Zuständige Organisationseinheit: 3600 Nordafrika
  • Ansprechpartner: Transparenzteam 
  • Partnerländer: Ägypten

Zusammenfassung

  • Ziele:

    Das Einkommen von kleinbäuerlichen Betrieben in Oberägypten ist durch Anwendung landwirtschaftlicher Innovationen gestiegen.

  • Auftraggeber:

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung

  • Projektpartner:

    Ministerium für Landwirtschaft und Landgewinnung (Ministry of Agriculture and Land Reclamation)

  • Finanzier:

    nicht verfügbar

 

Auftragsvolumen

  • Aktuelles Projekt:7 000 000 Euro

Kombifinanzierung

  • nicht verfügbar

 

Vorgänger-Projekt

  • nicht verfügbar

Nachfolger-Projekt

  • 2022.2212.3

    Einkommenssteigerung von KleinbäuerInnen (Landwirtschaftliches Innovationsprojekt) in Ägypten II

 

Laufzeit

  • Gesamtvorhaben:
    (inklusive aller vorangegangenen, aktuellen und nachfolgenden Projektphasen, soweit vorhanden)
    10.04.2019 - 31.10.2026
  • Aktuelles Projekt:10.04.2019 - 30.01.2024

Sonstige Beteiligte

  • nicht verfügbar

 

Weitere Informationen

  • Projekt-Webseitenicht verfügbar

 

Entwicklungspolitische Kennungen

  • Gleichberechtigung der Geschlechter

    Signifikantes Nebenziel

  • Demokratische und inklusive Regierungsführung

    Signifikantes Nebenziel

  • Handelsentwicklung

    Signifikantes Nebenziel

  • Anpassung an den Klimawandel

    Signifikantes Nebenziel

CRS-Schlüssel

    31120 Landwirtschaftsentwicklung

 

Projektbeschreibung (DE)

Ausgangalage
Die Landwirtschaft ist ein Schlüsselsektor der ägyptischen Wirtschaft. 2019 lag ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei 11 Prozent und an der Gesamtbeschäftigung bei 23 Prozent. In Oberägypten, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt, hängen 55 Prozent der Arbeitsplätze mit der Landwirtschaft zusammen. Die Entwicklung des Agrarsektors ist somit entscheidend für die Armutsminderung, die Förderung der ländlichen Entwicklung, die Verbesserung der Ernährungssicherheit, Fortschritte auf dem Weg zur Geschlechtergleichstellung und die Bekämpfung des Klimawandels. Das trifft besonders auf die ländlichen Gemeinden zu.
Anstrengungen zur Sektorentwicklung und Unterstützung kleinbäuerlicher Betriebe müssen in vielen Bereichen unternommen werden, da bei verschiedenen Aktivitäten entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten Herausforderungen zu bewältigen sind. So ist die landwirtschaftliche Produktivität aufgrund der Fragmentierung des Landbesitzes und ineffizienter Bewirtschaftungsmethoden gering. Weitere Ertragshemmnisse sind unzureichende Wertschöpfung und ineffiziente Verarbeitung gepaart mit schlechter Vermarktungsinfrastruktur und unzulänglichen Nachernteanlagen. Landwirtschaftliche Betriebe haben oft Schwierigkeiten, Qualitätsanforderungen zu erfüllen, und können daher profitable Absatzchancen auf Inlands- und Exportmärkten nicht wahrnehmen. Das Landwirtschaftliche Innovationsprojekt fördert innovative Geschäftsmodelle, Technologien und Verfahren, um diese Herausforderungen anzugehen und die Einkommensmöglichkeiten für die kleinbäuerliche Landwirtschaft in Oberägypten zu verbessern.

Ziel
Die Einkommen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft Oberägyptens steigen aufgrund landwirtschaftlicher Innovationen.

Vorgehensweise
Das Vorhaben richtet sich an ländliche Gemeinden in Oberägypten. Insgesamt werden 10.000 kleinbäuerliche Betriebe unterstützt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Betrieben, die weniger als drei Feddan (1,26 Hektar) bewirtschaften, sowie Einzellandwirt*innen und Mitgliedern von 30 Erzeugergemeinschaften.
Das Vorhaben arbeitet mit einem breiten Spektrum öffentlicher und privater Partner darauf hin, das Einkommen kleinbäuerlicher Betriebe zu steigern. Es verfolgt einen Wertschöpfungskettenansatz mit strikter Marktorientierung. Im Vordergrund stehen Wertschöpfungsketten im Gartenbau mit hohem Marktwert, darunter Heil- und Aromapflanzen, Paprika und Chili, Zwiebeln und Knoblauch, während gleichzeitig Möglichkeiten auf wachsenden Inlands- und Exportmärkten erkundet werden.
Zu den verschiedenen Formen der Unterstützung, die Landwirt*innen, bäuerlichen Organisationen und Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU) angeboten werden, zählen organisatorische Hilfe, technologische Innovationen, die Stärkung ihrer Vermarktungsfähigkeit und der Versuch, ihre Absatzkanäle zu diversifizieren. Hierfür setzt das Vorhaben in drei Schwerpunktbereichen an: i) Erleichterung des Marktzugangs für kleinbäuerliche Betriebe, ii) Verbesserung der institutionellen Unterstützung, die diese erhalten, und iii) Förderung von Innovationen bei Produktivität und Nachhaltigkeit.

Marktverbindungen für kleinbäuerliche Betriebe werden durch die Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit in der Wertschöpfungskette, die Veranstaltung von Runden Tischen und die Entwicklung von Vertragsanbauprogrammen und öffentlich-privaten Partnerschaften gefördert. Mit einem Inkubationsprogramm wird die Entwicklung von Kleinstunternehmen unterstützt.
Um eine bessere institutionelle Unterstützung für kleinbäuerliche Betriebe zu gewährleisten, investiert das Vorhaben in die Verbesserung der Leistungsfähigkeit bäuerlicher Organisationen und anderer ländlicher Dienstleister. Zur Gemeinwesenmobilisierung und Steigerung der Management- und Unternehmenskompetenzen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft werden entsprechende Leistungen angeboten.

Unterstützung für den Innovationsprozess erfolgt entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch die Schaffung eines Innovationsrahmens und die Einrichtung von Wissenszentren und Ideenwettbewerben (Challenge Funds) zur Auswahl und Förderung von Innovationen, die gute Aussichten auf eine nachhaltige Steigerung von Produktivität und Einkommen bieten. Solche Innovationen sind zum Beispiel Zertifizierungsverfahren zur Verbesserung des Marktzugangs sowie die Förderung des Ökolandbaus.
Digitale Lösungen, die den Zugang zu Informationen über Betriebsmittelversorgung, Vermarktung, Beratung und Finanzdienstleistungen verbessern, werden erkundet.
Bei allen Aktivitäten wird besonderer Wert auf die Einbindung von Frauen und Jugendlichen gelegt, deren spezifische Bedürfnisse und Möglichkeiten im Agrarsektor Oberägyptens ermittelt und berücksichtigt werden.

 

Projektbeschreibung (EN)

Content
Agriculture is a key sector in the Egyptian economy. In 2019, it contributed 11 per cent of the country’s gross domestic product (GDP) and accounted for 23 per cent of total employment. In Upper Egypt, where more than half of the population lives below the poverty line, 55 per cent of employment is agriculture related. As such, developing the agriculture sector is vital to reducing poverty, promoting rural development, improving food security, moving towards gender equality, and combating climate change. This is especially so in the rural communities.

There are numerous areas where sector development and smallholder support are needed, as the challenges faced by rural farmers present themselves in various activities along the value chains. For example, fragmentation of land tenure and inefficient farming techniques reduce farming productivity. In addition to this, insufficient value addition and inefficient processing, together with a poor marketing infrastructure and inadequate post-harvest facilities act as further profit inhibitors. Agricultural businesses often struggle to fulfil quality requirements, preventing them from seizing profitable sales opportunities in domestic and export markets. The Agricultural Innovation Project promotes innovative business models, technologies and practices to tackle these challenges and increase income opportunities for small-scale agriculture in Upper Egypt.

Objective
Incomes in small-scale agriculture in Upper Egypt are increased through agricultural innovation.

Approach
The project targets rural communities in Upper Egypt. In total, it is supporting 10,000 smallholders, focusing on those who cultivate less than three feddans (1.26 hectares), as well as individual farmers and members of 30 producer associations.
The project works with a broad spectrum of public and private partners to increase the income of smallholders. A value-chain approach is used, and it rigorously applies a market perspective. The project focuses on value chains in the horticulture sector with a high market value. These include medical and aromatic plants (MAP), peppers and chilies, onions and garlic, while exploring opportunities in growing domestic and export markets.

The various forms of support offered to farmers, farmer organisations (FOs) and micro, small and medium-sized enterprises (MSME) include organisational assistance, technological innovations, a consolidation of their marketing abilities and an attempt to diversify their sales channels. The project achieves this through three main workstreams; (i) providing better market access for smallholders; (ii) improving the institutional support they receive, and (iii) boosting innovation in productivity and sustainability.
Market linkages for smallholders are fostered by improving their competitiveness in the value chain, facilitating roundtables, and developing outgrower schemes and public-private partnerships. An incubation programme promotes microenterprise development.
To ensure better institutional support for smallholders, the project invests in improving the capacities of farmer organisations and other rural service providers. Services are provided to mobilise communities and increase management and business capacities in small-scale agriculture
The innovation process is supported all along the value chain by creating an innovation framework and establishing knowledge hubs and challenge funds to identify and promote innovations that promise sustainable increases in productivity and income. Such innovations include certification processes to improve market access, as well as the promotion of organic farming.
Digital solutions that improve access to information on input supply, marketing, extension and financial services are being explored.
All activities focus on the inclusion of women and youth by identifying and addressing their specific needs and opportunities in Upper Egypt’s agriculture sector.